TRAP-Silber für Andy Löw…

TRAP-Silber für Andy Löw…

Nikosia, CYPDie Koffer sind gepackt, draußen regnet es in Strömen- bis zur Abreise bleibt noch etwas Zeit. Die möchte ich nutzen, um ein paar Zeilen für die Förderkreisseite zu schreiben. Nach den phänomenalen Ergebnissen unserer Skeeter lag die Messlatte ja gewaltig hoch – hier nochmal die herzlichsten Glückwünsche zu diesen Leistungen!

Unsere Traper starteten etwas verhaltener in dieses Turnier, die Ergebnisse von den Damen und auch vom Team Mixed sind ja hinlänglich bekannt.
Am ersten Wettkampftag der Männer beim Frühstück sagte Willi Grill von der ISSF noch zu mir, wir sollten ihn ja nicht hängen lassen, er tippt darauf, dass Deutschland die Medaillenwertung bei diesem Weltcup gewinn, immerhin führt es schon mit zwei Plaketten. Sonst habe ich ja immer irgendwie einen Spruch „auf Lager“, aber mehr als „wir geben unser Bestes“ konnte ich nicht erwidern.

Aber wir haben unser Wort gehalten! – Andy schoss gestern den Vogel ab, nur drei Scheiben kamen im Wettkampf ungerupft davon…

Dass er „drauf“ war, deutete sich schon in den Trainingstagen vor dem Wettkampf an. Hier schoss er konstant 24 und 25 Treffer pro Serie, immer ein gutes Zeichen bei ihm! Und genau so ging es weiter, er setzte seine Trainingsleistung im Wettkampf um. 122 Scheiben standen nach dem Vorkampf auf dem Tableau – Respekt!

Auch im Finale war er konzentriert und auf Angriff „gebürstet“, erst am Ende musste er den Kroaten Glasnovic ziehen lassen. Für Andy persönlich der bisher größte Erfolg als Trapschütze, nachdem er ja 2017 vom Doppeltrap gewechselt ist. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung!

Nochmal Danke möchte ich auch an unser Team sagen, wir waren eine gute Truppe!

Übrigens standen hier beim Männerfinale mit Scott und Coward-Holley aus GBR und Andy Löw aus GER insgesamt drei ehemalige international erfolgreiche Doppeltraper in der Runde der besten Sechs!

Wie es nun international weitergeht, das steht erst mal in den Sternen. National hat der DSB ja schon entschieden! Der Coronavirus bringt alles durcheinander, sicher wird nun neu geplant werden müssen, je nach aktuellem Stand der Dinge. Aber Gesundheit geht immer vor – diesem Grundsatz sind wir alle verpflichtet.

Skeeter starten phänomenal ins Olympiajahr und die Weltcupsaison

Skeeter starten phänomenal ins Olympiajahr und die Weltcupsaison

Nikosia, CYPNadine Messerschmidt gelingt hier in Nikosia mit der Goldmedaille und 122 Scheiben in der Qualifikation ein bärenstarkes Ergebnis und fährt damit die erste Weltcup-Goldmedaille seit Christine Wenzel 2007 in Maribor ein. Ein erstes dickes Ausrufezeichen und vor allem eine schöne Belohnung für die bisher sehr trainingsintensive Saison 2019/2020.

Aber fangen wir doch von vorn an – da lief nämlich auch schon vieles ziemlich gut.
Der Dienstag begann mit einer äußerst unkomplizierten Anreise, die wir in dieser Art nur aus wenigen Ländern kennen. Schon 30 Minuten nach Landung befanden wir uns samt aller Waffen und Koffer in den Mietwagen auf dem Weg ins Hotel. Die Stimmung war klasse und es ist nicht zu leugnen, dass uns allen eine gewisse Vorfreude auf den Start der Saison anzumerken war. Wir dürfen endlich zeigen, was wir aus den vielen Tagen Klimatraining im Vorfeld mitgenommen haben. So stürzten sich die Mädels in zwei Trainingstage und den darauffolgenden Wettkampf. Unsere Männer griffen dann erst am Sonntag zum Mixed Team mit in das Geschehen ein und nutzen die Tage ebenfalls in Nikosia und Larnaka zum Training.
Wie gewohnt hatten wir über die gesamten Tage hinweg gutes Wetter und mussten uns lediglich mit ein bisschen Wind abfinden. Darauf konnte man sich auf unserer Lieblingsinsel Zypern jedoch schon im Vorfeld einstellen.

Jetzt aber zur eigentlichen Sache! Allen Starterinnen voran setzte sich Nadine schon am ersten Wettkampftag mit 74/75 Scheiben an die Spitze der Ergebnisliste – Chapeau! Auch am zweiten Tag behielt sie die Nerven und setzte ihren Siegeszug fort, sodass sie als erste in das Finale einzog.
Katrin Wieslhuber setzte sich mit soliden 117 Treffern an die Spitze der MQS Wertung, Nele und Vanessa platzierten sich mit 113 sowie 111 Scheiben im Mittelfeld.

Das Finale begann wie gewohnt mit Probescheiben und der Schützenvorstellung. Von Anfang an schoss Nadine sehr stark und setzte sich schnell zusammen mit Danka Bartekova (SVK) und Sutiya Jiewchaloemmit (THA) als Spitzentrio ab. Nach ca. 36 Scheiben gab es ein großes technisches Problem mit der Anzeigetafel sodass diese nach einer gefühlten Ewigkeit abgeschaltet wurde und das Finale Manuell beendet wurde. Im Finale selber war es bis zur letzten Doublette ein spannender Kampf. Als es das letzte Mal auf Station 5 für die letzten beiden Doubletten ging stand fest, dass Nadine nur noch 3 Scheiben für den Sieg treffen musste. Das genügte ihr nicht und so holte sie alle Scheiben vom Himmel und setzte sich ganz klar gegen ihre Kontrahentinnen durch.

Der erste Weltcupsieg seit 13 Jahren – Ganz stark!

Einen Tag später ging es für die Damen gleich weiter und die Männer durften endlich in den Weltcup starten. Das Mixed-Team stand auf dem Plan. An den Start sind die Teams GER 1 Messerschmidt/Korte und GER 2 Wißmer/Haase gegangen. In der ersten Runde von GER 1 merkte man schnell, dass Nadine am Vortag alles gegeben hatte, die Arme nun schwer waren und nicht das gewünschte Ergebnis auf der Anzeigetafel stand. Beide Schützen ließen sich aber nicht beirren und beendeten den Wettkampf mit guten 135 Treffern und Platz 17.

Das Team Wißmer/Haase startete mit 49 Treffern in den Wettkampf und ließen im zweiten Durchlauf 48 Treffer folgen. Mit 97 Treffern standen sie zusammen mit den Zyprioten ganz oben auf der Liste. Im letzten Durchlauf musste Felix ein paar Federn lassen, aber Nele zog mit 24 sauber durch und mit 143 Treffern hieß es dann mit Zypern und Russland 1 um das Gold Medal Match stechen. Dieses gewannen die beiden souverän und so hieß es am zweiten Finaltag das zweite Finale und die sichere Medaille. Im Finale mussten die beiden sich dann dem zweiten russischen Team mit 36:34 geschlagen geben. Trotzdem hat das Team Deutschland Silber gewonnen und somit die zweite Weltcupmedaille eingesammelt. Dies bedeutet aktuell Platz 1 im Medaillenspiegel.

Trap Damen: Bescheidener Start in die Saison

Trap Damen: Bescheidener Start in die Saison

Nikosia, CYPIm warmen Nikosia (Zypern), startete der erste Weltcup der Saison. Die Anreise verlief für die uns Damen und Andy letzten Mittwoch reibungslos. Auch die restlichen Männer, kamen dann ohne Probleme am Freitag an, einschl. Katharina Bechtel als zweite Trainerin. Durch die momentan etwas schwierige Weltlage, war nicht so viel los wie gewohnt auf dem Schießstand. Besonders die Italiener begrüßten einen statt mit einem Handgruß nur mit einem „Fußgruß“.

Das Training am Donnerstag und Freitag verlief für uns Damen trotz relativ starken Winds sehr gut, also gingen wir sehr zuversichtlich und entschlossen an dem Einzelwettkampf am Wochenende heran. Für einige startete die erste Runde sehr gut, für andere eher etwas weniger. Wir kämpften Scheibe für Scheibe, aber der starke Wind machte es uns nicht leicht. Für den ersten Wettkampftag gab es noch Luft nach oben, auch am zweiten Tag konnten wir unser Potential nicht voll ausschöpfen. Quoosi endete als Beste von uns mit 110 Scheiben.

Am Montag ging es weiter mit den Mixed Teams, auch hier konnten beide Teams mit Sarah/Marco und Quoosi/Andy nicht ihre beste Leistung abrufen.

Am Dienstag geht es für die Damen wieder ins kalte Deutschland und die Männer haben noch ihren Einzelwettkampf am Mittwoch/Donnerstag, wir drücken euch ganz fest die Daumen!

Betti & Marie

Letztes Klimatraining unserer Trap-Schützen…

Letztes Klimatraining unserer Trap-Schützen…

Pera, PRTMitten in der närrischen Zeit sind wir Trap-Schützen vom kalten Deutschland ins warme Portugal, an die Algarve gereist, um uns dort auf den Start in die Saison vorzubereiten. Leider mussten kurzfristig unsere Kathrin „Kathy“ Murche und unser Steve Eidekorn krankheitsbedingt absagen und konnten somit nicht an diesem Trainingslager teilnehmen. Dafür sprang kurzerhand unsere Marie-Louis „Marie-Lou“ Meyer ein.

Im Allgemein gab es einige Schwierigkeiten bei der Anreise auf den deutschen Flughäfen, von daher nochmal „Vielen Dank“ an Ellen Schröder für Ihr schnelles Handeln. Unsere Katrin „Quooßi“ Quooß reiste erstmalig mit Familie an. Das war für uns alle sehr aufregend, denn Little Quooßi (Quooßi´s Tochter) sorgte für viel Aufregung und frischen Wind in unserem Team.

Wir schossen das erste Mal auf diesem Stand „O Pinhal Shooting Grounds“ hier in der Nähe von Pera. Der Schießstandleiter war sehr gastfreundlich und wir durften uns sogar an seiner großen Orangenplantage bedienen. Die Bedingungen auf dem Stand erwiesen sich als etwas schwierig, zum einen wegen des Farbwechsels der Landschaft und zum anderen wegen der oft versetzt erscheinenden Scheiben an der Bunkerkante. Aber für was gibt es Herausforderungen? Genau, um mit ihnen zu wachsen!

Am zweiten Tag stieß auch das polnische Team zu uns, aber da wir eine kleine Truppe waren und es sechs Stände gab, kamen wir uns nicht in die Quere.

Abends konnten wir uns, an unserem Hotel, optimal erholen. Der Atlantik lag mit einem schönen Strand und atemberaubenden Klippen direkt vor der Haustür. Letzten Samstagnachmittag hat ein Teil von uns als Abwechslung auch mal Parcours geschossen, wo ungeahnte Talente zum Vorschein kamen, z.B. unsere Marie-Lou.

Nach fünf langen Trainingstagen durften wir uns dann Gestern einen Tag Pause gönnen. Am Erholungstag ging es für die drei Jungs (Andy, Goldi und Marco) auf den Golfplatz – Rentner ärgern. Der Rest von uns fuhr nach Lagoa und bestaunte dort die gewaltigen Elefantenfelsen an der Atlantikküste. Unser Rückweg wurde jedoch leider etwas holprig, da wir von einem Radrennen eingekesselt wurden. Dies machte das Verlassen der Stadt zu einem kleinen abenteuerlichen Trip.

Nun haben wir die nächsten zwei Tage nochmal Zeit, uns optimal auf den ersten Weltcup der Saison in Zypern vorzubereiten, wo der erste Teil von uns in zehn Tagen schon hinfliegen wird.

Im diesem Sinne noch eine schöne närrische Zeit, wünscht euch…

Euer Trap Team.

Ready-Set-Tokio

Ready-Set-Tokio

Al Ain, UAEIm warmen Al Ain trainieren gerade unsere Flintenschützen. Während in Deutschland bei Minusgraden gefroren wird, gehen wir bei durchschnittlich 25 Grad unserer Leidenschaft nach.

Unsere Anreise verlief ausnahmsweise reibungslos, in Frankfurt trafen wir uns zur gemeinsamen Weiterreise. Bei den meisten war die Wiedersehensfreude nach der Winterpause groß. Schnell wurde klar, dass die Stimmung im Team gut werden wird, im Bus auf dem Weg zum Hotel wurde sogar ein Geburtstagsständchen angestimmt, denn unser Andy hatte Geburtstag. Nochmal alles Gute nachträglich.

Am nächsten Tag ging es dann zum Stand, viele von uns kennen den Stand schon auswendig doch für andere war es eine Premiere. Die Österreicher trainieren hier auch gerade, deswegen hieß es, aufpassen was man sagt… die verstehen uns.

Es folgte eine kurze Besprechung und schon konnte das Klimatraining starten. Die Bedingungen auf dem Stand sind nahezu perfekt . Die Standwarte sind sehr hilfsbereit & freundlich und sogar eine Stärkung zum Mittag wird bereitgestellt. Da die Wege vom Stand A bis Stand E ziemlich lang sind, stellten diese uns sogar ihre Fahrzeuge zur Verfügung, die natürlich nur die Trainer nutzen 😉

Nach einem anstrengenden Trainingstag, können wir uns in unserem Hotel, welches in einer ruhigen Lage liegt optimal erholen. Auch das Essen ist für uns Europäer sehr schmackhaft und vielfältig.

Allem in allem können wir mit diesem Klimatraining optimal in die Saison starten. Die Stimmung zwischen den Disziplingruppen  ist auch außerordentlich gut. Alles wird zusammen unternommen, über weitere gemeinsame Maßnahmen würden wir uns freuen.

Nachdem wir so viel trainiert hatten hielten es die Trainer für notwendig am Donnerstag einen freien Tag einzurichten. Natürlich galt aktive Erholung. Deswegen fuhren wir nach Abu Dhabi ins Ferrari World, dort verbrachten wir einen lustigen und Adrenalin haltigen Tag. Sogar unsere Trainer ließen sich überreden, die schnellste Achterbahn der Welt mit uns zu fahren.

Gruppe DSB: Ready-Set-Go

Mit diesem Motto beschleunigten wir nicht nur von 0 auf 240 in 4,9 sec sondern starten wir auch in die Olympische Saison 2020!