von Uwe Möller | 20.03.16 | News
Nikosia, CYP Nach einem erfolgreichen Grand Prix Auftakt von unseren Doppeltrapschützen folgte nun Teil 2 der Zypern Wettkampfreise, der Weltcup. Unsere Schützen nutzten die Pause zwischen den Wettkämpfen auf unterschiedliche Art. Einige trainierten im benachbarten Larnaka um einige sportliche Defizite in ihrer Disziplin auszugleichen oder einfach nur leistungserhaltend zu trainieren. Andere wiederum legten Wert auf einen athletischen Ausgleich zum Schießen mit Joggen, Schwimmen oder sie stemmten die eine oder andere Hantel.
Nun war gestern die erste Entscheidung mit Doppeltrap. Wir sollten am Anfang der Saison nicht zu viel von unseren Schützen verlangen. Es war ein erstes Abtasten der Athleten. Interessant war es zu erfahren, wo stehen wir zu Beginn der Wettkampfperiode im entscheidenden Olympiajahr. Viele Nationen nutzten den Zypernweltcup sicherlich auf ähnliche Art. Als Aufbauwettkämpfe gedacht, konnten wir schon mal international eine Duftmarke setzen.
Wie oft auf Zypern, waren die Bedingungen nicht einfach. Windböen, schwierige Sichtbedingungen setzten den Athleten heftig zu. Ein Favoritensterben war zu beobachten, Schützen die sich sonst unter schwierigsten Bedingungen durchsetzen können waren diesmal abgeschrieben. Vielleicht ist aber auch die Zeit noch nicht reif für diese Schützen zu höchsten Leistungen zu kommen, denn es ist ja noch früh in der laufenden Wettkampfsaison. Das soll natürlich auf keinen Fall die hervorragenden Leistungen unserer Schützen schmälern, ganz im Gegenteil. Mit Andreas Löw und Michael Goldbrunner hatten wir unsere einzigen zwei Wettkämpfer am Start. Andy konnte nach einem sehr guten und ausgeglichenen Wettkampf seinen Erfolg vom Grand Prix bestätigen ja leistungsmäßig sogar noch steigern.
Mit 139 Sc
heiben (28, 29, 27, 27, 28) schoss er sich problemlos ins Finale. Und was war das für ein Finale. 6 Schützen aus 6 Nationen, eine klasse Besetzung – Unser Andy mittendrin. Er startete als zweiter Schütze und setzt sich toll in Szene. Man hatte das Gefühl, dass es ihm richtig Spaß gemacht hat, dieses Finale zu schießen. Bis zur 13. Doublette war er auf Goldmatchkurs. Dann aber doch noch zwei Fehler. Plötzlich 4 Schützen gleich mit zwei Fehlern. Shoot off zur Ermittlung der Medalmatches war angesagt. Als erster schoss Willett der Australier vorbei, dann Andy. Bronzemedalmatch Willett und Andy. Goldmedalmatch Chianese (ITA) und Holguin (USA). Sieger Chianese ITA. Das Bronzemedalmatch zwischen Willett und Andy war bis zur letzten Doublette spannend. Das Fehlerschießen ging immer hin und her. Dann war die Luft raus bei Andy. Willett setzte sich letztendlich durch. Andy belegte einen bravourösen 4. Platz in einem hochkarätigen Feld. Er ist damit voll auf sportlichem Kurs.



Michael Goldbrunner zeigte gute Ansätze. Ziel war es für Michael, das im Training Erarbeitete umzusetzen. Das ist ihm teilweise gelungen. Jetzt gilt es weiter daran zu arbeiten. Denn in 3 Wochen wird es mit dem Weltcup in Rio den ersten Ausscheid um den so begehrten Quotenplatz geben und da heißt es fit zu sein. Letztendlich können wir mit Leistungsstand unserer Doppeltrapschützen, sicherlich differenziert, zufrieden sein. Jetzt heißt es erholen, weiter arbeiten und die kommenden Höhepunkte konzentriert angehen, denn Olympia ist nicht mehr so fern. Heut reisten unsere restlichen Sportler an. Nun ist die Mannschaft komplett. Doppeltrap tritt die Heimreise an. Unseren Trap und Skeet Schützinnen und Schützen drücken wir ganz sehr die Daumen. Andy hatte einen guten sportlichen Anfang gemacht. Schauen wir mal wie es weiter geht.
von Uwe Möller | 10.03.16 | News
Nikosia, CYP Hier nun der erste Bericht von unserer „Zyperntournee“ – Seit Samstag weilen wir ja nun schon hier auf der Insel, wo die Götter Urlaub machen. Mal ganz davon abgesehen, dass wir keine Götter sind – Urlaub machen wir ganz sicher nicht…
Wir nutzen hier auf dem Stand in Nikosia den „Zypern Grand Prix 2016“ als Vorbereitung auf den Weltcup, der unmittelbar im Anschluss am selben Standort über die Bühne geht.
Mit Startern aus 39 gemeldeten Nationen wird beim Grand Prix eine neue Rekordmarke aufgestellt, hier geben sich viele Schützen die Klinke in die Hand, ein großer Teil der Weltspitze ist vor Ort! Das Klima ist zu diesem Zeitpunkt in Zypern optimal, bei Temperaturen um 20 Grad Celsius macht das Training Sinn und auch Spaß!
Gestern der Doppeltrap-Wettkampf mit unsren beiden Olympiahoffnungen Michael Goldbrunner und Andy Löw. Mit dabei Topathleten aus Russland, Finnland, Großbritannien, Guatemala, Italien und der Slowakei – eine gute Standortbestimmung zu diesem frühen Zeitpunkt im Olympiajahr.
Kein leichtes Schießen, sehr starker Wind verblies dann doch die eine oder andere Scheibe! Nach dem Vorkampf Andy mit 134 Scheiben als 4. im Finale, Goldi mit 130 Scheiben auf Platz 11.
Nach dem Semifinale Di Spigno aus Italien mit 28 Treffern sicher im Goldmedalmatch, der Italiener Chianese und Andy Löw mussten dann in einem Shotoff den zweiten Schützen für den Kampf um Gold und Silber ermitteln. Beide hatten im Semifinale 27 Treffer. Leider bei Andy gleich die erste Scheibe Fehler, während Chianese die komplette Doublette traf. Also kleines Finale- im Kampf um Bronze gegen den Russen Fokeev. Hier gewann Andy mit einer Scheibe Vorsprung und konnte sich so den dritten Platz sichern! Tolle Leistung zu diesem Zeitpunkt, herzlichen Glückwunsch! Nun sind wir alle gespannt auf den 1. Weltcup der Saison, der nächste Woche mit dem Wettkampf Doppeltrap am 19.03. beginnt.
Heute offizielles Wettkampftraining bei den Damen, sowohl Trap als auch Skeet und am Freitag dann der Wettkampf. Bei den Trap Damen geht es hier schon um die Olympiavorausscheidung.
Es bleibt also spannend!
von Uwe Möller | 20.02.16 | News
Málaga, ESP Liebe Leser der Förderkreisseite, sicher habt ihr schon auf einen Bericht hier aus Málaga vom Klimatraining gewartet. Aber es war echt noch keine Zeit dazu, wir ziehen hier ein straffes Programm durch! Nun setze ich mich jetzt trotzdem hin und schreibe ein paar Zeilen, während dieser Zeit muss mein Assistenztrainer Karsten Beth das Training mal alleine bewältigen.
Anreise am Sonntag hier bei Sturm, während der Landung wurde uns allen doch recht mulmig. Das Flugzeug machte Sprünge wie ein störrischer Gaul, ein paar Mal sackte es heftig durch. Selbst als wir in der Parkposition standen, wackelte der Jet noch gewaltig hin und her, denn gewaltige Sturmböen fegten über die Piste.
Unser Hotel fanden wir nach anfänglichen Schwierigkeiten (wir hatten uns ein paar Mal verfahren – trotz Navi!), es befindet sich in Torremolinos, einem Touristenvorort von Málaga, direkt am Strand. Unterkunft und Frühstück sind okay, ebenso können sich unsere Sportler in einem Fitnessbereich sportlich betätigen.
Die Fahrzeit zum Schießstand beträgt ungefähr eine halbe Stunde, wir haben schon drei unterschiedliche Strecken erkundet.
Der Stand hier (Club de Tiro Jarapalo, Málaga) liegt an einem Berghang mit herrlichem Blick auf die Berge gegenüber und auf Málaga im Tal unter uns. Fünf Anlagen stehen zur Verfügung, das Training hier ist sehr anspruchsvoll, die Preise für Trainingsrunden und Munition wie im „Discounter“. Das schätzen auch viele andere Nationen, denn mit uns sind die Teams von Finnland, Großbritannien, Schweden und Belgien vor Ort. Aber es ist alles geregelt, man hat trotzdem genügend Zeit und Platz, um die geplanten Umfänge durchzuziehen. Und die sind nicht von Pappe! Wir trainieren von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Zwischendurch mal eine kurze Pause, dann gehst wieder ran an die Scheiben!
Am Abend sind alle völlig platt, die Sportler durch die absolvierten Umfänge – die Trainer durch die Betreuung der Athleten auf dem Stand. Abends im Hotel kurze Auswertung, gemeinsames Abendessen – dann fällt man ins Bett!
Spanien, Málaga, Mittelmeer – da denkt man sofort an Urlaub, aber der sieht definitiv anders aus!
Montag und Dienstag war der Wind noch sehr stürmisch, gestern der erste Tag mit Sonne, heute Regen. Die Temperaturen sollen ab Freitag dann endlich kontinuierlich steigen. Also auch beim Wetter das volle Programm! Gestern besuchte uns übrigens eine gute Bekannte der Wurfscheiben – und Kampfrichtergilde Deutschlands – unsere Beate Heidobler. Sie verbringt schon seit mehreren Jahren den Winter hier unten in Málaga, hat aber erst gestern das erste Mal den Weg auf den Schießstand gefunden. Während wir in dicken Jacken zu Gange sind (denn trotz Sonne ist es im Schatten noch recht frisch), kam Beate in Shorts und T-Shirt!
Die Stimmung im Team ist gut, alle ziehen gut mit! Am Samstag dann frei, ein Teil der Sportler will einen Ausflug nach Gibraltar machen, einige wollen in Málaga shoppen gehen. Am Sonntag ein Wettkampf über 75 Scheiben für die Trapschützen hier auf der Anlage, ein guter Test! Die genaue Starterzahl ist noch nicht bekannt. Aber es sollen nach Angaben der Standbetreiber schon etliche Rotten werden – bei einem ähnlichen Wettkampf im Januar waren über 200 Schützen am Start!
Da Matze Schneider bei der EM Luftdruck als Physio eingesetzt wird, ist für unseren Lehrgang hier ein Ersatz organisiert worden. Aline Hoffman aus Mainz ist eine echte Bereicherung für unser Team, sie hat sich schnell integriert und kommt bei allen gut an. Aline hat hier gut zu tun, denn bei diesen Belastungen sind physiotherapeutische Maßnahmen (Massagen etc.) immens wichtig!
So, jetzt geht es wieder auf den Stand!