von Stefan Veit | 19.09.16 | News
Bydgoszcz, POL – Schwierige Sichtbedingungen, böiger Wind und ein wirklich anspruchsvoller Wettkampf, so könnte man den gestrigen Wettkampftag in der Entscheidung Doppeltrap Männer zusammenfassen.
Schon an den beiden Trainingstagen, dem inoffiziellen Training am vergangenen Freitag sowie dem Pre-Event-Training am Samstagnachmittag wurde klar, dass hier keine Spitzenergebnisse erzielt werden. Auf dem Stand wurde alles geboten was einen technisch guten und vor allem erfahrenen Doppeltrap-Schützen herausfordert. Der Wettkampf startete aus organisatorischen Gründen bereits morgens um 8.00 Uhr bei eisigen Außentemperaturen. Wie schon bei den Trap- und Skeet-Entscheidungen lag einer der beiden Ständen zu dieser Zeit noch teilweise im Schatten, was das Aufnehmen der Scheiben deutlich erschwerte.
Am Ende des Tages sicherte sich der Italiener Alessandro Chianese mit 134 getroffenen Scheiben das höchste Vorkampf-Ergebnis und damit den Einzug ins Finale. Für den Eingang ins Semifinal reichten hier 123 Scheiben, was die schwierigen Bedingungen die hier herrschten wiederspiegelt. Nach Semifinals und Medalmatches standen die Medaillengewinner fest:
- Alessandro Chianese (ITA)
- MO, Junye (CHN)
- Ignazio Maria Tronca (ITA)
Für mich war auf dem Stand unter diesen Bedingungen leider keine Bestätigung der Ergebnisse der deutschen und bayrischen Meisterschaften möglich. Mit nur 94 getroffenen Scheiben musste ich mich auf Platz 17 einordnen.
Ich möchte mich an dieser Stelle bedanken, zum einen beim Förderkreis Nationalmannschaft Wurfscheibe sowie meinem Bundestrainer Herrn Möller, die mir die Teilnahme an diesem Wettkampf überhaupt erst ermöglicht haben. Zum anderen möchte ich mich bei Hans und Michael Goldbrunner bedanken, zu deren Trainingsgruppe ich in München gehöre, und die mir den Einstieg in die Disziplin Doppeltrap überhaupt erst ermöglicht haben.
Abschießend nehme ich aus dieser wirklich tollen Veranstaltung ein volles Hausaufgabenheft für das Training und zur Vorbereitung auf die kommende Saison mit. Für ständig wechselnden Bedingungen – wie sie hier vorherrschten – fehlt mir derzeit noch die Erfahrung im Doppeltrap. Trotzdem ist es wichtig, auch solche Wettkämpfe mitzunehmen – unter der Anspannung einer Weltmeisterschaft – Erfahrungswerte zu sammeln, um künftig auch unter solchen Bedingungen besser zu Recht zu kommen und International mit zu spielen, war letztendlich das gesteckte Saisonziel.
Es waren tolle Tage hier, vor allem mit unserem Team vom ADH. Der Teamzusammenhalt war einfach nur klasse. Gestern Abend wurde von der Wettkampforganisation noch eine Abschlussfeier mit gemeinsamen Grillabend organisiert, hier wurde fleißig Einkleidung mit den anderen Nationen als Souvenirs getauscht und gemeinsam mit den anderen Nationen noch bis spät in die Nacht gefeiert. Doch nun heißt es Abschied nehmen und mit einem lachendem und einem weinenden Auge zurück in Richtung Heimat.
Archivfotos:
© Martina Eck, DM 2016
von Karsten Beth | 14.09.16 | News
Ulm, GER – Eine lange „1450 km“ aber lohnende Fahrt in das nicht gerade benachbarte Ulm war Ziel der Reise von Kathrin Murche, Katrin Quooß und meiner Wenigkeit.
Es sind nur wenige Tage her als die Frankfurterin Kathrin Murche von einem Trainergremium zur Nachwuchsschützin des Jahres 2016 gewählt wurde. In seiner sehr emotionalen Laudazio durch Bundeskader Paul Pigorsch erhielt Kathrin im Anschluss vom Geschäftsführer Peter Brass von der Firma Krieghoff GmbH ihr neues Sportgerät, eine Bockdoppelflinte symbolisch überreicht.
Wer die Deutsche Meisterschaft Ende August verfolgt hat, konnte miterleben wie nahe Kathrin diese Ehrung ging – Freudentränen über Freudentränen. So soll es sein, schließlich hat sie bewiesen, dass sie mit zu den besten Juniorinnen im Trapschiessen gehört. Das Verbundnetz Schule, Sport und Bundesstützpunkt in Frankfurt an der Oder zeigt einmal mehr, dass dies der richtige Weg für eine erfolgreiche Karriere nicht sein wird, sondern ist. Dem Nachwuchstalent 2016 nochmals unsere Glückwünsche und ein ganz großes Dankeschön den vielen Sponsoren, welche unseren Sport und die Jugendförderung erst möglich machen.
Montag und Dienstag waren wir dann vor Ort in Ulm, um das neue Sportgerät anzupassen und schon einmal mit scharfen Schüssen auszuprobieren. Nein die K 80 ist noch nicht fertig. Wie auch!? Schäfter Ralf Sommer hat erst einmal alle Maße genommen und sich dann gleich an die Arbeit gemacht und einen sogenannten Rohschaft, welcher sehr dem von unserer Katrin Quooß ähnelt zusammen gebastelt. Nachdem nun alles passen sollte, wird die neue K 80 in einen fertigen Zustand gebracht und wer sich etwas auskennt weiß, dass dies noch drei bis vier Wochen dauern wird. Peter Brass und Ralf Müller von der Firma Krieghoff GmbH haben im Vorfeld wieder einmal an alles gedacht. Das Hotel war bestellt, die Schießhalle der Firma Müller gebucht, natürlich durfte eine sehr interessante Führung durch die einzelnen Fertigungsbereiche im Hause Krieghoff nicht fehlen und zum Abschluss des Tages gab es dann noch ein gemeinsames sehr leckeres Abendessen in der Innenstadt von Ulm. Recht herzlichen Dank Peter und Ralf – das ganze Team im Hause Krieghoff ist einfach Klasse.


Auch unsere Katrin Quooß nutzte die Chance des Besuches bei Ihrem Sponsor in Ulm. Es gab viel positiven Gesprächsbedarf und es wird eine weitere gute Zusammenarbeit mit der Schützin Quooß und der Firma Krieghoff geben. Die Firma Krieghoff sorgt für die Materialoptimierung und Katrin hoffentlich mit vielen Erfolgen auf internationaler Ebene. So ist der Deal!!!

Die zwei schönen Tage sind schnell vergangen und wir fuhren mit einem guten Gefühl im Gepäck wieder in die Heimat.
Danke an den Förderkreis Nationalmannschaft Wurfscheibe und in diesem speziellen Fall der Firma Krieghoff GmbH.
von Uwe Möller | 04.08.16 | News
Rio de Janeiro, BRA – Gestern hier nun die erste offizielle Maßnahme – die „Team Welcome Ceremony“. Das Ganze findet für jede Nation statt. Auf einem Platz hier ganz in der Nähe der deutschen Unterkunft. Das Outfit ist in unserem roten Bekleidungsheft genau vorgeschrieben, trotzdem dauert es ein bisschen, ehe man dann aus den vielen Teilen der Olympiaeinkleidung die richtigen Klamotten rausgesucht hat!
Dann ging es gemeinsam zu diesem Platz. Dort fand erst mal ein farbenfrohes Kulturprogramm statt mit Tanz und Gesang – einfach genial! An dieser Zeremonie nehmen immer 5 Nationen gleichzeitig teil, das macht bei den vielen teilnehmenden Ländern ja auch Sinn! Denn für jede Nation das einzeln zu machen, da reichen bei über 200 teilnehmenden Mannschaften die zwei Wochen nicht aus.

Nach dem Programm wurden dann die Mannschaftsleiter einzeln auf die Bühne gerufen, es wurden Gastgeschenke ausgetauscht und anschließend die Nationalhymne gespielt. Da bekommt man schon Gänsehaut! Mit bei uns die Nation mit dem Kürzel ASA – da habe ich (genau wie ihr jetzt auch!!) erst mal überlegen müssen! Des Rätsels Lösung: Amerikanisch Samoa!

Das Dorf füllt sich immer mehr, überall Sprachengewirr, schillernde Farben, tolle Outfits – die Eindrücke hier sind schon gewaltig! Vor allem in der Mensa zu den Mahlzeiten kann man schöne Studien machen. Wenn eine kleine Turnerin neben einem 2,10m Basketballer steht, oder wenn der Vordermann in der Schlange Gewichtheber ist und sein Tablett auffüllt… Wir sitzen nach den Mahlzeiten dann immer noch eine Weile dort und raten, was dieser oder jener Athlet wohl für eine Sportart betreiben könnte.
Die Fahrt zum Stand dauert ca. 35-45 Minuten, ein neugebautes Teilstück macht das jetzt möglich. Die Busse sind ganz normale Linienbusse, der Busfahrer fährt wie der Henker, als gäbe es kein Morgen! Auf dem Stand ist auch alles okay, wir konnten gestern und heute nach strengem Zeitplan trainieren. Nur der Aufenthaltsraum ist für alle Disziplinen dann doch etwas klein, heute mussten wir nach draußen ausweichen, bei strahlendem Sonnenschein war das aber kein Problem. Wir saßen an einem großen runden Tisch zusammen mit unseren namibischen Freunden Gaby und Hasso Ahrens.
Das Training lief ganz gut, morgen Vormittag nochmal zwei Runden, dann steht am Samstag schon das offizielle Wettkampftraining auf dem Plan. Auf dem Stand heute lieber Besuch, Andreas Krüger mit Gattin statteten uns eine Trainingsvisite ab. Morgen früh dann Anreise von Andy Löw und Axel Krämer, das Team komplettiert sich langsam!
Bis bald – viele Grüße aus Rio!
von Nadine Büchholz (DSB) | 24.06.16 | News
Wiesbaden, GER – Zum alljährlichen Treffen des Förderkreises Nationalmannschaft Wurfscheibe trafen sich in der vergangenen Woche die Mitglieder mit Vertretern des Deutschen Schützenbundes, den Bundestrainern, der Athletenvertreterin sowie der Geschäftsführung in Köln beim Sprecher des Förderkreises Werner Diener.
In angenehmer Runde wurden der Jahresbericht vorgestellt, die geförderten Projekte präsentiert sowie das Programm und die Aktivitäten des Jahres 2016 – insbesondere die derzeit laufende Verlosung der Krieghoff-Flinte K80 besprochen. Angetan waren alle Beteiligten von dem neuen Internetauftritt des Förderkreises (www.fk-wurfscheibe.de), der auch international viel Lob erhält.
Erst durch den Förderkreis und deren Mittelbeschaffung konnten internationale Wettkampfstrecken für den Nachwuchs realisiert und der Flintensport mehr und mehr in den Medien platziert werden. Die Munitionsstipendien der Firma RUAG verhelfen sechs auserwählten Nachwuchsschützen die notwendigen Trainingsumfänge zu realisieren und unterstützen sie so auf ihrem Weg zum Spitzensport. Die erstmals produzierten Jahreskalender der Firma Krüger Druck & Verlag ermöglichen ihnen dabei ihre Termine stets im Blick zu haben.

Ein herzliches Dankeschön geht an Peter Braß und Ralf Müller als Vertreter des Hauses Krieghoff, an Nicole Heidemann und Klaus Waltermann als Vertreter des Hauses RUAG Ammotec, an Andreas Krüger von Krüger Druck + Verlag, an Norbert Hofmann vom Wurftaubenclub Wiesbaden sowie an das „Ehrenmitglied“ Wolfgang Lamée, aber auch an Karl Haaga von Haaga Folien und Dominik Allartz von Allartz Verlag & Produktion, die an diesem Tag leider verhindert waren. „Sie alle haben einiges für die Flintenschützen im Deutschen Schützenbund bewegt“, so Bundesgeschäftsführer Jörg Brokamp.
Ganz besonders möchten wir uns aber bei Werner Diener als diesjährigen Gastgeber und Kopf des Förderkreises bedanken. Sein leidenschaftliches Engagement ist unverzichtbar für den Förderkreis geworden.
Fotos:
© by Ralf Müller