Der WC Wiesbaden lädt ein…

Der WC Wiesbaden lädt ein…

Wiesbaden, GER – Liebe Schützen, als Mitglied des Förderkreises möchten wir als WC Wiesbaden nicht versäumen, auch hier über die Webseite/Facebookseite des Förderkreises die Einladung zu unseren großen Trap- und auch Skeet-Turnieren zu veröffentlichen.

20160426_itm-wiesbadenIm letzten Jahr, bei der Neuauflage des traditionsreichen ITM-International Trap Meeting, war niemand Geringeres als der amtierende Weltmeister am Start, Erik Varga (SVK). Und er gewann standesgemäß.

Für viele war es eine besondere Freude, einen absoluten Weltklasse-Schützen, die Nr. 1, in Aktion zu sehen. Für einige sogar eine Ehre, mit ihm in einer Runde zu schießen.
Wie sagte das einer seiner Mitschützen: „Als ich las, dass ich neben ihm schieße, bin ich plötzlich richtig nervös geworden“

In diesem Jahr findet das ITM zu einem noch günstigeren Zeitpunkt statt, zwischen den großen internationalen Weltcups, und ist daher sicher für einige weitere Top-Schützen eine willkommene Gelegenheit, ihre Form weiter zu überprüfen und zu stabilisieren auf dem Weg zu Olympia nach Rio im Sommer.
Erik Varga hat bereits wieder fest zugesagt, und er wird sicher nicht der einzige Top-Mann am Start bleiben!
Was liegt da also näher, als auch teilzunehmen und sich zu messen mit den ganz großen in unserem Sport?
Zumal es nicht nur für die Besten tolle Preise gibt.

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Die Teilnahme daran macht nicht nur Spaß, sondern bringt auch sportlich enorm weiter, bringt Erfahrung und Routine. Stars zum Anfassen.

Ebenso im Terminkalender:

Das – bisher an Pfingsten ausgetragene – Skeet-Turnier, der GRAND PRIX International Wiesbaden, der ab sofort etwas später ausgetragen wird, in diesem Jahr am 2. Juli 2016.

Auch zu diesem Turnier, das ebenso wie das ITM von CHEDDITE und auch HENKELL Sekt gesponsert wird, werden einige der großen Namen erwartet!

Also: Nicht lange überlegen – anmelden!

Hier die Links zur offiziellen Anmeldung:
International Trap Meeting (ITM)…
Grand Prix Skeet International Wiesbaden…

Wiesbaden, GER – Dear shooting friends, as a member of FK Wurfscheibe, we as the WC Wiesbaden would like to cordially invite you to our huge Trap- and Skeet-Competitions.

20160426_itm-wiesbadenLast year, the trap competition was won by the actual world champion of the last two years, Erik Varga (SVK). He already signed in for this year.

Due to the convenient point in time – no world cups or international championships on that weekend – it is a perfect chance for top-class-shooters to proof their shape in the olympic season…!

And, there’s another big competition, the GRAND PRIX International Skeet, held at 2nd of July.

Both competitions are sponsored by CHEDDITE and HENKELL.

As well as in Trap, well known shooters were expected.

We provide good price money – at least 2.500 € in Trap, 1.000 € in Skeet for the first, and many more prices for everyone.

So, join us, watch the stars, and have fun!

Here the links for official registration in english:
International Trap Meeting (ITM)…
Grand Prix Skeet International Wiesbaden…

See you?

Die Skeeter machen das Licht aus

Die Skeeter machen das Licht aus

Rio de Janeiro, BRA – Unsere Damen haben uns bereits gestern verlassen. Jetzt besteht das deutsche Team nur noch aus unserem Sportdirektor, Ralf und mir! Es waren spannende Wettkämpfe und Deutschland kann mit dem 5. Platz der Nationenwertung voll auf zufrieden sein! Auch unsere Flintendisziplinen haben mit einer Medaille (Sonja), den Finalplatzierungen von Andy und Christine einen wichtigen Beitrag geleistet. Denken wir nur an das spannende Shoot off von Karsten – dann läuft es einem immer noch eiskalt den Rücken herunter!

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Es sind nicht alle Hoffnungen in Erfüllung gegangen, aber in erster Linie ging es hier auf den Olympischen Anlagen um den Test für Olympia. Viele so genannte „Favoriten“ kamen mit den äußeren Bedingungen nicht zu Recht. Für uns waren es in erster Linie die hohen Temperaturen, der ständige Wechsel zwischen den äußeren 36 Grad und den eiskalt gekühlten Aufenthaltsräumen. An der „Scheibendiskussion“ haben wir uns nicht beteiligt, auch haben uns die hohe Bruchquote und die instabilen Flugbahnen nicht aufregen können.

20160424-02_wc-rioUnsere Reserven haben wir erkannt und wir werden ganz zielstrebig die Tage bis zu Olympia nutzen!

Ralf war nun unser letzter Starter hier vor Ort. An die starken Leistungen der Finalteilnehmer kam Ralf nicht heran. Der Finaleingang (egal wie die Bedingungen sind) lag wieder einmal bei 121 Scheiben. Wer bei Olympia so richtig dabei sein möchte, der muss im Training schon die 122 – 123 Treffer knacken!
Kassandro (ITA) legte mit 123 Treffern die beste Leistung vor. Im Finale setzte sich dann jedoch Svennson (SWE) und Khan (IND) durch und Kassandro landete „nur“ auf dem dritten Platz!
Ralf kam mit seinen 114 Treffern auf Platz 38 ein!

Nun heißt es die Koffer packen und um 22 Uhr Ortszeit verlassen wir Brasilien!

Es wird jedoch nicht ruhiger im Flintenlager, denn bereits 4 Tage später reisen unsere Nachwuchskader in Suhl zum Juniorenweltcup an! Dieser Weltcup ist bereits seit Wochen ausgebucht und die besten Juniorenschützen der Welt treffen dort aufeinander!

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Na dann bis in wenigen Tagen im „sonnigen“ Suhl…!

Starker Wettkampf unter dem Zuckerhut

Starker Wettkampf unter dem Zuckerhut

Rio de Janeiro, BRA – Eigentlich hatte ich gedacht oder vielleicht sogar gehofft, dass meine Trainerkollegen von Trap und Doppeltrap mit ihren Schilderungen übertrieben haben – aber dem war leider nicht so! An jedem Tag sitzen wir mindestens 3 Stunden im Bus quer durch Rio! Und da gibt es nicht nur Schönes zu sehen! Das Verkehrschaos ist hier einfach nicht zu beherrschen, die 11 Millionen Einwohner Rio’s wollen bewegt werden und Einige davon besitzen sogar ein eigenes Auto!

Die Schießanlagen befinden sich am Stadtrand in einem militärischen Gelände. Man muss neidlos anerkennen, dass diese Schießanlagen olympiatauglich sind. An jedem Tag wurde die Organisation besser und wenn wir übermorgen den Platz verlassen, wird wohl alles wie an der Schnur funktionieren.

20160423-04_wc-rioObwohl die Teilnehmerzahl an diesem Weltcup mit – 29 Skeet Damen und 65 Herren – eigentlich gering ist, so trifft sich hier die Creme de la Creme des Skeetschießens. Alle potentiellen Olympiastarter nutzen die Möglichkeit die Bedingungen hier vor Ort abzuchecken!
Eine neue Nation ist auch am Start – GUM, oder besser Guam! Ein Inselatoll im Pazifik. Wie ich hörte, war die teilnehmende Dame sogar ein „Doppelstarter“! Jedenfalls hatte Nadine das Vergnügen, dass dieses hoffnungsvolle Nachwuchstalent direkt vor ihr schoss. Mit 2-4 und 3 Treffern und einem Ergebnis von insgesamt 9 war sie in der Disziplin Skeet deutlich besser als bei Trap, denn dort kam sie insgesamt nur auf 3 Treffer. Ich ziehe den Hut vor so viel Selbstvertrauen! Leider gibt es ja bei Weltcups keine Teilnahme Norm wie zum Beispiel MQS! Darüber sollte in den verantwortlichen Gremien einmal nachgedacht werden.
Jedenfalls war der Referee nach jeder Runde regelrecht heiser vom vielen „Fehler“ rufen!

20160423-03_wc-rio_BuchheimAuch für die Skeetwettkämpfe wurden 3 Wettkampftage geplant. Mit 50 am ersten Tag, 25 am zweiten Tag und dem Damen Finale und am dritten Tag nochmals 50 für die Herren mit dem Finale wurde den Teilnehmerzahlen Rechnung getragen. Es gibt hier vor Ort nur drei kombinierte Anlagen, die aber für Olympia völlig ausreichend sind.

Ich hatte mir im Vorfeld unserer Wettkämpfe schon Gedanken gemacht, wieso die Ergebnisse allgemein sehr schlecht ausgefallen sind. Es gibt ja mehrere Komponenten die das Treffen kompliziert machen, aber hier war es eindeutig die Olympiascheibe von Laporte. Es gab sogar eine Sportlerpetition, in der sich fast alle Teilnehmer gegen Einsatz dieser Scheibe zu Olympia aussprachen. Ich sprach mit den Vertretern von Laporte, sie erklärten mir – dass die Wurfscheiben lange vor dem Wettkampf nach Rio geliefert wurden. Die Lagerung erfolgte aber wochenlang in einem überhitzten Container. Dadurch wurden diese „Naturscheiben“ noch zäher oder doppel gebrannt, härter!
Aber wir kennen ja den Satz:“ Alle schießen unter den gleichen Bedingungen und auf die gleichen Scheiben“!

20160423-01_wc-rio_WenzelUnsere zwei Mädels haben sich sehr gut verkauft. Mit dem 6. Platz und der Finalteilnahme von Christine Wenzel können wir sehr zufrieden sein. Ihre 70 Scheiben bedeuten eine deutliche Steigerung im Jahresverlauf. Auch Nadine – mit Ihrer tollen Vorschützin – kam auf 66 Treffer und einen 17. Platz!
Für unsere Damen eine ungewohnte Situation, zwei Wettkampftage mit einer Nacht dazwischen. Auch das will trainiert werden, denn bei den stetig steigenden Teilnehmerzahlen wird mit einer Änderung des Wettkampfablaufes zu rechnen sein!
Trotzdem verfolgten uns die so genannten „Gurkenfehler“ wie Stand 1 Hochhaus oder Stand 7 Niederhaus! Die Präzision als auch die Variabilität der technischen Ausführung gehören in den Trainingsprozess. Auch gilt es das Finaltraining mit in den Trainingsablauf zu integrieren.
Natürlich stand auch unser Damenwettkampf ganz unter dem Zeichen der Olympiaqualifikation. Christine verschaffte sich mit der Finalteilnahme ein ordentliches Polster vor dem folgenden Wettkampf in Todi /ITA!

20160423-02_wc-rio_messerschmidtIch muss sagen, dass unsere Mädels sehr positiv und sportlich fair mit dieser Situation umgehen. Es ist auf der einen Seite der Wettkampf, bei dem jeder für sich kämpft, aber Abends steht unser Team zusammen und da wird diskutiert und gescherzt – und natürlich brasilianisch gegessen!

Unser Ralf nach den ersten beiden Tagen mit 69 Treffern im Mittelfeld. Morgen zwei Serien in denen er bereits versuchen wird, gewonnene Erkenntnisse in Richtung OS Rio umzusetzen!
Bei den vorherrschenden 36 Grad, kommen unsere Schützen so richtig auf Betriebstemperatur! Mit Spannung wird das Wetter zu Hause beobachtet!

Entscheidung Doppeltrap – Ein Duell auf Augenhöhe

Entscheidung Doppeltrap – Ein Duell auf Augenhöhe

20150218_goldbrunner-loewRio de Janeiro, BRA – Erster Ausscheid um den begehrten Startplatz zu den Olympischen Spielen, aber der Reihe nach. Als sich die Türen vom Flughafengebäude in Rio de Janeiro öffneten, dachte ich uns trifft ein Hitzeschlag. Vom kühlen Deutschland in ein gut gekühltes Flugzeug, später nach der Landung in Rio in klimatisierten und damit gut gekühlten Räumen zwei Stunden wartend, verließen wir das Flughafengebäude. Es war wirklich brutal, wir schauten uns an und dachten uns, bei dieser Hitze schießen, das kann ja heiter werden.

Auch wir benötigten insgesamt 7 Stunden vom Verlassen des Fliegers bis ins Hotel. Rio de Janeiro – ein wahres Stauparadis für Autofahrer. Das war schon heftig. Was uns gleich auffiel: Nichts, aber auch gar nichts deutet darauf hin, dass hier in vier Monaten die Olympischen Spiele stattfinden werden. Keine Hinweisschilder oder Plakate, keinerlei Werbung für dieses grandiose Sportereignis. Auch auf dem Schießstand, den man als solchen von außen nicht erkennt, gab es überhaupt keine Souvenirs, nichts – das war wirklich sehr sehr schade. Merchandising absolut null. Das ist schon merkwürdig, denn bekanntlich ist die Vorfreude die schönste Freude und jeder Schütze hätte sich wohl ein Andenken an die Olympischen Spiele gekauft. Aber das ist wohl hier etwas anders.

Die Straßen sind in einem katastrophalen Zustand. Man versucht irgendwie eine zusätzliche Straße zu bauen, vom Stadtkern zum Schießstand. Diese Straße fertig zu bekommen ist fast unmöglich. Das Problem: eine Kilometer und aber Kilometer lange Baustelle und keine Arbeiter zu den besten Arbeitszeiten da. Wenn es gut lief waren wir in einer Stunde auf dem Schießstand, wenn es schlecht lief bis zu 2,5 Stunden. Meistens lief es schlecht. Aber bekanntlich soll man niemals „Nie“ sagen, drücken wir den Brasilianern die Daumen, dass alles rechtzeitig fertig gestellt wird. Es wäre ihnen wirklich zu gönnen.

Leider konnten wir am ersten Tag kein inoffizielles Training schießen. Also haben auch wir ein kulturelles Tagesprogramm unternommen. Zuckerhut und Jesusstatur – ein unbedingtes Muss als Touri. Das hat sich wirklich gelohnt.
Dann ging es mit dem offiziellen Training los. Michael hatte anfangs große Probleme mit der Anlage zu Recht zu kommen. In der fünften und letzten Trainingsrunde dann die Erlösung. Er kam vom Stand mit der Erkenntnis „Ich denke, jetzt hab ich‘s“. Bei Andy lief es in momentan gewohnter Weise gut. Das ließ hoffen und so sind wir mit breiter Brust in den Wettkampf gestartet.

Es war schon eine gewisse Anspannung zwischen den Beiden zu spüren. Zwei Athleten und ein Quotenplatz. Diese Konstellation ist Spannung genug. Und dann diese unglaubliche Hitze. Selbst die sonnenverwöhnten Italiener stöhnten. Aber unsere Beiden meisterten ihre Aufgabe hervorragend. Michael konnte an die Leistung der letzten Serie im Training anknüpfen und schoss mit 134 Scheiben (12. Platz) einen sehr ausgeglichenen Wettkampf. Natürlich ist da noch Luft nach oben und nun heißt es weiter machen, an Feinheiten arbeiten und gezielt auf den zweiten Ausscheid in Todi (Italien) hin trainieren.

 

Gratulation an Andy. Er hat es ein weiteres Mal geschafft, unter den 6 besten Schützen der Welt zu sein. 136 Scheiben, gleich mit Richmond (USA), hieß Shoot off fürs Finale. Andy konnte sich durchsetzen. Durchatmen war angesagt, erstes Ziel erreicht. Im Finale werden die Karten bekanntlich neu gemischt. Nach dem Finale musste Andy ein weiteres Mal ins Shoot off gegen den nächsten US Boy, Walton Eller. Es ging um das Bronze-Medal-Match. Eller gewann. Andy Platz 5, ein tolles Ergebnis.
Bronze-Medal-Match Eller (USA) / Barilla (ITA), Eller gewann. Im Gold-Medal-Match Mosin (RUS) / Willett (AUS), Willett Weltcup-Sieger.

Doppeltrap ist weiter auf Olympiakurs und hat sich damit in der Weltspitze festgesetzt. Aber auch bei Andy gibt es noch einiges zu tun um das letzte Quäntchen zum großen Ziel, das noch fehlt, zu erreichen. Drücken wir unseren beiden Doppeltrap-Schützen die Daumen für ihren zweiten Ausscheid.
Das Gute in unseren Flintendisziplinen ist, das nur Fakten zählen. Es gibt keine A- oder B- Note, keine 5,2 oder 6,0. Es gibt nur getroffen oder nicht getroffen. Es geht nicht nach Größe oder Aussehen, nach Bekanntheitsgrad oder was man irgendwann einmal geleistet hat. Es zählt einfach nur die momentane Leistung und danach wird abgerechnet. Ganz einfach, der Beste wird fahren.

Photos by © ISSF | Nicolò Zangirolami