von Wolfgang Lamée | 12.07.18 | News
Orimattila, FIN – Bereits zum 10. Mal treffen sich die Juniorinnen und Junioren hier auf der sehr gut vorbereiteten Schießsportanlage in Orimattila, um in den olympischen Klassen Trap und Skeet ihr Können unter Beweis zu stellen. Neben den Schweden, Finnen, Tschechen, Engländern, Estonen, Letten, Amerikanern, Indern, Norwegern, Italienern darf natürlich unser Team auch nicht fehlen und wir gehen mit jeweils fünf Schützen in beiden Disziplinen an den Start. Wir sind personell einer der stärksten Nationen. Insgesamt sechzig Schützen, ein überschaubares Feld trifft sich hier zum sportlichen Vergleich.
Ich führe die nicht so guten Teilnehmerzahlen darauf zurück, dass nun auch jährlich zwei Weltcups bei den Junioren ausgetragen werden und die Verbände diese finanzielle Last nicht stemmen können oder vielleicht auch nicht wollen. LIEBER FÖRDERRKREIS,DANKE UND GUT DASS ES EUCH GIBT!!! Weltcups in Australien und nächsten Jahr Peru???
Unsere Anreise verlief reibungslos und wir hatten nicht das Pech wie unsere Freunde in Tuscon, dass irgendetwas fehlte.
Gestern der erste Trainingstag begann gleich mit einem einstündigen Stromausfall und wir waren gezwungen zu warten. Aber dies stellte kein Problem dar und wir konnten unsere Trainingsrunden drehen. Da wir über drei Tage den Wettkampf bestreiten, haben wir uns dazu entschlossen, mit einer etwas höheren Trainingsbelastung in den Wettkampf am heutigen Tag zu gehen. Aber keine Angst und irgendwelche falschen Schlüsse ziehen, alle sind wohl auf und wir können hochmotiviert ins Wettkampfgeschehen einsteigen. Es wurde niemand überbelastet.
An meiner Seite ist auch Paul Butterer, welchen seinen Einstand als Trainer hier vor Ort gibt. Und dies macht er mit aller Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit. Morgen dann die offizielle Eröffnung und um Punkt 10.01 Uhr starten unsere Mädels. Ergebnisse unter www.osu.fin
Ein großes Dankeschön an den FK Wurfscheibe, ohne euch wäre dies nicht zu 100% realisierbar, dem DSB und den Damen der Geschäftsstelle, die alles zu unserer Zufriedenheit im Vorfeld organisiert haben. Nun sind unsere jungen Schützen an der Reihe mit ihren Leistungen, dies zu honorieren.

Unseren Schützen in Tuscon viel Erfolg und wir werden übers Internet alles verfolgen und wünschen euch alles Gute und eine Menge Volltreffer.
von Wolfgang Lamée | 11.07.18 | News
Tucson, USA – Der erste offizielle Trainingstag und die Natur zeigte uns – wer hier in Arizona das „Sagen“ hat. Der Himmel verdunkelte sich, von grau zu schwarz und der Schießstand wurde förmlich eingeschlossen! Ringsherum befinden sich Bergketten und die Wolken sammelten sich dort um die riesigen Wassermengen abzugeben. Da die Erde völlig ausgetrocknet ist, kann das Wasser nicht aufgenommen werden. Wo eben noch der Wüstensand lag, entstanden in kürze kleine Seen und Bachläufe versperrten den Weg zu den Ständen.
Plötzlich klingelten unsere Handys, wir erhielten per SMS eine Flutwarnung für diese Region. Dann die Durchsage der Schießstandleitung – das Training wird bis auf weiteres unterbrochen, denn es wird mit einem starken Gewitter gerechnet!
Und schon ging es los, Blitzschläge ganz in der Nähe, die Sportler flüchteten in das Zelt. Hier gab es aber keine Seitenwände, sodass der Starkregen auch das Zelt flutete. Es war schon ein komisches Gefühl, bei diesen Blitzen unter dem Stahlgestell des Zeltes zu stehen.
Nach vielleicht einer Stunde war das Gewitter weiter gezogen und der Stand wurde wieder frei gegeben.

Nachdem Gestern die Waffe von Laura Quooß wieder aufgetaucht war, konnte sie am Training teilnehmen. Leider gibt es von Tilo’s Flinte nach wie vor keine Spur! Wir waren auf dem Flughafen, haben mit Krieghoff USA telefoniert und um Hilfe gebeten, auch Wiesbaden gibt sein Bestes. Die amerikanische Federation ist darauf angesetzt und trotzdem bleibt die Flinte in Housten verschollen. Bei unserer Anreise haben wir alle Flinten ordentlich angemeldet und für den Weiterflug nach Tucson bereitgestellt – und hier verliert sich die Spur! Wir bleiben mit allen Mitteln dran um weitere Informationen zu erhalten – auch heute werden wir wieder zum Flughafen Tucson fahren.
Wie im neuen ISSF Programm üblich, begannen die Damen mit ihrem Training – 4 Runden standen auf dem Plan. Die Männer durften zwei Trainingsrunden absolvieren. Wir begannen noch bei 32 Grad und dann kam das Unwetter. Trotzdem haben unsere Sportler ordentlich gearbeitet, auch wenn die Damen nach der dritten Runde „sacknass“ waren!
Mit 6 Damenrotten und 12 Männerrotten ist dieser Weltcup ein bescheidener Wettkampf. Trotzdem werden die Leistungen ansprechend sein, sind doch die Amerikaner und Chinesen mit ihren Spitzenteams hier!
Heute beginnen die Damen bereits um 8:30 Uhr Ortszeit (17:30 Uhr MESZ) mit dem Wettkampf. Drei Runden und zwischen den WK Serien schießen die Männer noch 2 Trainingsrunden, bevor sie auch Morgen in das Geschehen eingreifen!
Ich hoffe beim nächsten Bericht etwas Positives über Tilo‘s Flinte berichten zu können!
Wenn ich aus dem Fenster schaue – sehe ich dicke Regenwolken!!!
von Wolfgang Lamée | 10.07.18 | News
Tucson, USA – Uns war schon klar, dass es in der Wüste von Arizona heiß werden würde, aber so heiß – das hätten wir nicht gedacht! Unser Team traf sich am Flughafen Frankfurt, ein Teil kam von Berlin, die Schützen aus Westfalen kamen mit dem Bulli, Vanessa mit dem Zug und die Thüringer sind mit mir angereist. Soweit also alles in Ordnung, wenn man einmal von der erhöhten Waffengebühr (250,00 Euro pro Person) absieht!

Doch leider ist hier schon der Erste, wesentliche Fehler passiert! Unsere „Berliner“ bekamen beim Einchecken die Info, dass das Gepäck in Houston vom Band genommen werden muss und dann für den Weiterflug nach Tucson neu eingecheckt werden muss.
Am Koffer war das richtige Label, aber an der Waffe nur das Label bis Houston und nicht bis Tucson. Somit wurden die Koffer durchgecheckt und die Waffen eben nicht! Es fehlten bei unserer Ankunft die Waffen von Tilo und Laura, denn diese standen noch in Houston. Es könnte ja wirklich einmal bei uns alles reibungslos verlaufen – Es sollte aber nicht sein!
Nach einem langen „Hin und Her“ ist die Flinte von Laura wieder aufgetaucht, das Training hat sie recht ordentlich mit der Flinte von Sven Korte absolviert. Und Morgen kann sie dann im offiziellen Training mit der eigenen Waffe schießen. Für Tilo brach eine Welt zusammen, seine gute Krieghoff K-80 – weg und verschollen!!!
Morgen (für Euch heute Abend) startet das PET der Damen mit 4 Runden und das der Herren mit 2 Runden. Es besteht also immer noch Hoffnung!
Aber zurück zur Anreise, 10 Stunden von Frankfurt nach Houston, dann noch einmal 2 Stunden bis Tucson – also von Texas nach Arizona. Insgesamt haben wir jetzt eine Zeitverschiebung von 9 Stunden. Wir konnten uns durch die rechtzeitige Anreise gut darauf einstellen und es zeigte sich wieder einmal, dass bei der Anreise mit Problemen zu rechnen ist.
Gestern hatten wir starke Gewitter mit Starkregen, wir saßen gerade im Restaurant zum Abendessen, als alle unsere Handys klingelten! Es gab eine Unwetterwarnung mit Starkregen und Überflutungsgefahr und diese wurde an alle Handys verschickt!

Toll – oder??? Kaum war der Regen vorbei, so gingen die Temperaturen wieder sprunghaft nach oben! Wir haben hier tagsüber 33 – 40 Grad, eine trockene Wärme. Die Sonne ist sehr aggressiv und gefährlich, Sonnenschutz und ständiges zuführen von Wasser ist notwendig, klimatisierte Räume eine Erholung!
Morgen steht das PET auf dem Programm, wir haben uns einen „Schattenplatz“ organisiert und werden diesen dann an unsere Trap-Schützen weitergeben. Natürlich setzen wir alles daran, dass Tilo endlich seine Krieghoff wieder in den Arm nehmen kann!
Viele Grüße aus der Wüste Arizonas.
von Wolfgang Lamée | 28.06.18 | News
Suhl, GER – Während unsere Trapschützen noch bei kühlen Temperaturen und leichten Regenschauern ihre Bahnen zogen, so klarte bei uns der Himmel auf und die Sonne kam zum Vorschein. 35 Juniorinnen und 65 Junioren waren hier auf dem Suhler Friedberg am Start und kämpften um die begehrten Weltcupmedaillen!
Der Wettkampf war toll organisiert, obwohl Suhl ja „nur“ über vier Stände verfügt und somit fast schon zu klein ist für solche Event’s – hatte Frank Günther mit seinem Team alles fest im Griff. Michael Eck als Wettkampfleiter Flinte überwachte den reibungslosen Ablauf. Unsere Referees waren wieder eine Klasse für sich und versuchten ihre Entscheidungen immer sportlich fair durchzusetzen. Ich ziehe den Hut vor unseren Kampfrichtern, standen sie doch mehrmals von Morgens um 7:30 bis Abends um 20:00 Uhr auf den Ständen.
Wenn das Umfeld gut organisiert ist, die Sportler und Trainer satt werden (durch Bratwurst und Brätl), dann ist der Grundstein für die gute Laune gelegt!
Leider waren wir in diesem Jahr nicht in der Lage, in diesen Kampf einzugreifen. Zehn Fehler auf dem Stand 1 und sogar 12 Fehler auf Stand 8 – das war die negative Ausbeute unserer Mannschaft bei diesem Weltcup. Mit den gezeigten Leistungen können wir in keinster Weise zufrieden sein, wir haben uns deutlich unter Wert verkauft!
Unsere jungen Kader – wie Arne Hollenstein und Simon Waltermann haben sich für diese Bedingungen wacker geschlagen. Die Licht- und Windverhältnisse waren teilweise schon kompliziert. Sie nehmen einen großen Rucksack an Erfahrungen mit nach Hause, die im Training umgesetzt werden können.
Felix Raab, einer unserer international erfahrenen Kaderschützen, fand in keiner seiner Serien den „Faden“! Mit 101 Treffer, einem 20iger Schnitt landete er auf dem 43. Platz – im letzten Drittel des Starterfeldes. Rene Wassing – unser bester Starter – kam mit 106 Treffern auf den 25. Platz!!

Diese Ergebnisse sprechen Bände, bereiten wir uns doch auf die Europameisterschaften in Österreich vor. Dort treffen wir auf ebendiese Schützen, die uns hier auf dem Heimstand so deklassiert haben.
Maria Kalix traf 101 Scheiben – genauso viel wie Felix Raab – und kam damit auf dem 11. Platz ein. Valentina Umhöfer landete mit 98 Treffern auf dem 15. Platz!

Unseren Schützen stand der Ärger ins Gesicht geschrieben, zeigten sie doch noch im Wettkampftraining ansprechende Leistungen. In der Auswertung sprachen die Trainer deutliche Worte, denn uns bleiben noch knapp 4 Wochen bis zur Europameisterschaft!
Auf dem Weg dorthin gibt es noch folgende Wettkampfeinsätze:
- Juniorenwettkampf in Finnland
(Bundan, Hollensteiner, Honkomp, Wassing und Kalix)
- Deutsch Französisches Jugendwerk in Suhl
(Waltermann, Brengelmann, Schumacher, Wedekind, Hildebrandt, Rubbey)
- ISSF Weltup Tucson / Arizona
(Haase, Korte, Fritze + Raab/ Hauff, Wieslhuber, Quooß + Umhöfer)

Es wird weitergespielt und angegriffen! Viele Grüße aus Suhl!
von Wolfgang Lamée | 27.06.18 | News
Suhl, GER – Gestern nun als Abschluss der Trap-Wettkämpfe der Mixed Team Event bei den Junioren. Wir gingen mit zwei Teams an den Start. GER 1 mit Marie Louis Meyer und Oliver Hoffmann, im Team GER 2 starteten Katrin Murche und Jeremy Schulz.
Insgesamt 27 Teams, also ein sehr anspruchsvoller Wettkampf! Während es bei GER 1 nicht so gut lief, waren Katrin und Jeremy von Anfang an recht gut dabei. Sie begannen mit 44 , im zweiten Umlauf dann 41 und im letzten Durchgang 43 Scheiben. Während in Runde 3 Jeremy eine sehr gute Leistung mit 24 Treffern zeigte, lief es bei Katrin nicht ganz so rund. Sicherlich war sie etwas zu aufgeregt, dadurch wurde ihre Annahme zu schnell und überhastet, was sich dann letztendlich in 19 Treffern widerspiegelte. Sehr schade, denn in der Endabrechnung fehlte eine Scheibe für das Shoot Off um den Einzug ins Finale. So kamen wir mit 128 Scheiben auf Platz 8 ein – trotzdem eine super Leistung, gut gekämpft – eine Finalteilnahme bei der EM Anfang August im österreichischen Leobersdorf ist realistisch und bleibt unser großes Ziel! Unser zweites Team erreichte bei seinem ersten Mixed Team Event in einem Weltcup Platz 21.
Das Finale gewann Team Italien 2 Petroni/Sessa mit neuem Weltrekord vor Australien 2 Agiro/Preston und Bulgarien Georgiev/Ali.

Die äußeren Bedingungen gestern wesentlich besser als in den Tagen davor, endlich mal wieder Sonne und wärmere Temperaturen. Das war auch wichtig für die traditionelle Kadertaufe, die zum Gaudi vieler Zuschauer und Junioren aus vielen Ländern immer zum IWK bzw. Weltcup in Suhl schon seit vielen Jahren stattfindet. Hier werden diejenigen mit einem Ritual feierlich in den Kreis der „Internationalen Wettkämpfer“ aufgenommen, die seit diesem Jahr neu im Bundeskader sind. Für die Durchführung sind unter Leitung eines Sportlers aus dem AB-Bereich (Vincent Haaga) die Kader vor Ort verantwortlich, die diese Prozedur im letzten Jahr über sich ergehen lassen mussten.

Nach den verschiedensten Übungen wurden sie dann durch unseren Trainerkollegen Karsten Bindrich feierlich zum „Internationalen Wettkämpfer“ geweiht und hatten es dann endlich geschafft, obwohl einige unserer Täuflinge nicht mehr so richtig zu erkennen waren, das ging eher so in Richtung Bäckerlehrling mit viel Mehl im Gesicht…
Ab heute kämpfen nun unsere Skeeter um Plätze und Medaillen- hierfür viel Erfolg!