von Wolfgang Lamée | 16.09.19 | News
Suhl, GER – Zur Premiere der 1. ISSF Masters Weltmeisterschaft im Schießsport kamen insgesamt 425 Sportlern im Alter von mindestens 45 Jahren aus 34 Nationen, davon alleine aus dem Flintenbereich (Trap, Doppeltrap und Skeet) 150 Sportler aus 16 Nationen zum Suhler Friedberg. Hier wurden in sieben Tagen die Titel und Medaillen in je 5 Altersklassen männlich und weiblich vergeben!

Auch wir vom Förderkreis verbuchen dieses Debüt der Masters Weltmeisterschaft als vollen Erfolg, obwohl mit nur 150 Startern in 3 Disziplinen der Friedberg noch lange nicht an seine Belastungsgrenze geraten ist. Was zählt ist die positive Atmosphäre, die Emotionen und die glücklichen Gesichter der Teilnehmer.

Dies bestätigte auch, die mehrfache Olympiateilnehmerin in Trap und Doppeltrap und wohl bekannteste Teilnehmerin im Flintenbereich Susan Nattrass aus Kanada. Die 7fache Weltmeisterin aus den Jahren 1974, 1975, 1977, 1978, 1979, 1981 und 2006 holte nun auch ihren ersten Masters Weltmeistertitel hier in Suhl. Übrigens Ihre erste Medaille (Bronze) in Suhl gewann sie bei den Weltmeisterschaften 1986! Aber auch unsere aktive Profisportlerin Vanessa Hauff holte ihren ersten Weltmeistertitel hier bei den Masters.

Neben weiteren aktiven und ehemaligen Profisportlern, nahmen auch viele Breitensportler das Angebot an und gingen auf dem Friedberg an den Start. Genau diese Kombination machte den gesamten Flair und Charme der Veranstaltung aus!
DSB Vizepräsident Sport Gerhard Furnier zeigte sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Seine persönliche Idee wäre: „Das sich diese Veranstaltung im zweijährigen Rhythmus etabliert!“
Ergebnisse der 1. ISSF Masters Weltmeisterschaft:
Disziplin „TRAP“
Disziplin „DOPPELTRAP“
Disziplin „SKEET“
Medaillenspiegel

von Michael Eck | 12.09.19 | News
Suhl, GER – Auf der Wurfscheiben-Anlage im thüringischen Suhl sind die ersten vier Entscheidungen gefallen. Während sich bei den Damen nur vier Sportlerinnen angemeldet haben waren es bei den Herren über 60 Starter. Trap-Ikone Susan Nattrass aus Kanada fügte Ihren 7 WM-Titeln (davon sechs in Folge) aus den 70er, 80er und den 2010ern Jahren jetzt auch noch den 1. ISSF-World-Masters Titel in der Klasse der Seniorinnen 2 hinzu. Zweite wurde Sabine Pably aus Deutschland. Bei den Seniorinnen 1 siegte Sandra Beck vor Iris Jauch.


Im Vorkampf bei Senioren 1 kam an den Dänen Henrik Jörgensen nur Marko Hollburg aus Deutschland heran. Mit 116 bzw. 115 Scheiben lagen beide nur eine Scheibe auseinander. Das Sechster-Finale komplettierten Vyacheslav Naumenko aus der Ukraine, Sören Bro Larsen aus Dänemark und die beiden Thüringer Dirk Vollrodt und Steffen John. Nach 25 Scheiben musste der Favorit Jörgensen mit 18 Treffern das Finale vorzeitig verlassen. Ihm folgte nach 30 Scheiben mit Larsen der zweite Däne auf Rang fünf. Für Dirk Vollrodt war nach 35 Schluss. Er wurde damit Vierter. Der Ukrainer Naumenko sicherte sich die Bronzemedaille. Für die letzten 10 Scheiben blieben damit nur die beiden Deutschen Hollburg und John übrig, der es als Sechster gerade so ins Finale geschafft hatte. Beide lagen zwischenzeitlich gleichauf, Steffen John hatte aber den stärkeren Schlussspurt. Mit 44 Treffern im Finale wurde er erster ISSF-Weltmeister der Senioren 1. Marko Hollburg folgte mit 40 Scheiben als Vizeweltmeister und schaffte damit einen deutschen Doppelsieg. Spannung auch bei den Senioren 2. Hier traf mit Ole Kristensen wiederum eine Däne die meisten Scheiben im Vorkampf. Der Pole Leszek Koprowicz folgte mit 114 Scheiben. Mit Mario Rodrigues, Udo Walther, Mario Pönicke und Uwe Pusch erreichten noch vier deutsche Schützen das Finale. Als erster musste mit Uwe Pusch nach 25 Scheiben ein Deutscher das Finale verlassen. Der Pole folgte Koprowicz folgte ihn nach weiteren fünf Scheiben und wurde Fünfter. Mario Rodrigues aus Stuttgart erreichte Platz vier während sich mit Mario Pönicke ein weiterer Deutscher die Bronzemedaille sicherte. Udo Walther lag während des kompletten Finales stets in Front. Nur der Däne Kristensen konnte ihm folgen und kam Scheibe um Scheibe näher. Matchball für Udo Walther dann bei Scheibe 50. Eine Geradeausscheibe zu schnell angenommen und der Schuss geht darüber. Das Stechen gewann dann der Däne mit 1:0 und schaffte den nicht mehr für möglich gehaltenen Favoritensieg.
Mit drei Entscheidungen im Skeet gehen die Titelkämpfe heute weiter.
von Uwe Möller | 12.09.19 | News
Lonato, ITA – Für uns ist die EM seit heute nun auch schon wieder Geschichte, sie war der Abschluss einer langen und kräftezehrenden Saison mit Höhen und Tiefen! Die Wettkämpfe hier, von denen ja schon die weiblichen und männlichen Teilnehmer aus dem Trapbereich des DSB geschrieben haben, zählen sicher eher zu den Talfahrten der 2019er Saison.
Gekämpft haben alle, niemand hat sich aufgegeben. Alle wollten zum Saisonhöhepunkt ihr beste Leistung zeigen – motiviert bis unter die Haarwurzeln. Ging es doch hier auch um die begehrten Quotenplätze für die OS 2020 in Tokio/JPN! Wir waren nach den Vorleistungen – besonders zu DM in München – auch sehr optimistisch, dass wir hier unten am Gardasee was reißen können.Aber irgendwie war der Wurm drin. Jeder von meinen Athleten hatte mindestens eine schwache Serie im Verlauf des Wettkampfes, die dann ins Kontor schlug. Und diese EM hier auf dieser riesigen und schwierigen Anlage war kein Spaziergang, denn alle teilnehmenden Nationen (insgesamt 44!) wollen zu den Olympischen Spielen!
Die Bedingungen waren für alle gleich – egal ob schnelle Scheiben oder zwei Tage mit Wolkenbrüchen und Sturm. Wir haben gekämpft, aber die Bedingungen haben uns zu viel beherrscht und nicht wir die Bedingungen.
Ein Lichtblick und Balsam auf die Seele war der Teamwettkampf unserer Juniorinnen. In diesem Format der ESC, der seit 2017 ausgetragen wird und in dem es um die Mannschaftsmedaillen geht, schießen immer zwei Teams gegeneinander(jedes Teammitglied 25 Scheiben) – die bessere Mannschaft kommt weiter. Bei Gleichheit entscheidet die bessere Platzierung der Mannschaft nach der Summe aus den Einzelentscheidungen.
Bei den Junioren und den Damen war nach Runde 1 schon Feierabend, da die Briten (Junioren) und die Finnen (Damen) nach dieser Runde mit unseren Teams gleichstanden, aber die jeweils bessere Platzierung aus der Summe aus den Einzelentscheidungen hatten.
Die Juniorinnen konnten sich mit der jeweils letzten Scheibe sowohl gegen Tschechien als auch gegen die hochfavorisierten Italienerinnen durchsetzen! Im Goldmedalmatch gegen die Russinnen dann war es leider genau umgekehrt – aber das soll die Leistung von Katrin Murche, Johanna Brandt und Marie Louis Meyer keinesfalls schmälern! Toll gemacht, Mädels!
Im Mixed Team Event war dann der männliche Part unserer Teams GER 1(Pigorsch, Quooß) bei den Erwachsenen und GER 1 (Hoffmann, Murche) bei den Junioren gut im Rennen und zeigte, dass die Ergebnisse aus den Einzelwettkämpfen nicht den wirklichen Leistungsstand widerspiegeln. Paul legte ausgezeichnete 72 Treffer an den Tag, Oli kam auf 68 Scheiben. Leider konnten die zwei weiblichen Teammitglieder hier nicht mithalten, dadurch hatten wir keine Chance auf Teilnahme an einem Medalmatch.
Als letzter internationaler Wettkampf in diesem Jahr steht dann vom 08.-14.10. das ISSF- Weltcupfinale auf dem Plan, hier nehmen Katrin Quooß und Paul Pigorsch teil.
Bis dahin!
von Team Trap Männer | 11.09.19 | News
Lonato, ITA – Am Samstag gingen mit den Finals die Einzelentscheidungen, in der Disziplin Trap, hier bei der Europameisterschaft zu Ende, leider ohne deutsche Beteiligung.
Mit insgesamt 85 Teilnehmern bei den Männern und 44 bei den Junioren war das Starterfeld sehr breit aufgestellt, welches jedoch keine Herausforderung für die mächtige Schießanlage im italienischen Lonato darstellt. Ein aufziehendes Unwetter am Morgen des ersten Wettkampftages ließ den ohnehin anspruchsvollen Schießstand zu einer Zerreißprobe für die Schützen werden. Viele Schützen mussten sich, infolge der schwierigen Witterungsbedingungen, mit einer schwachen Startserie begnügen. Im Laufe des Nachmittags lies das Unwetter nach, sodass weiterhin kämpfen angesagt war. Der zweite Tag sah wetter technisch besser aus, wodurch gute Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen zweiten Wettkampftag geschaffen waren. Trotz alldem konnten sich die Männer, als auch die Junioren nicht in Europas Spitze etablieren. Unser Oli Hofmann belegte Platz 23 mit 104 Scheiben. Daraufhin folgte Moritz Wolf mit 100 (Platz 32) und Jonas Bindrich mit 98 (Platz 36). Die Finaleingangsleistung lag dort bei 115 Scheiben.
In der Qualifikation der Männer war der Finaleinzug mit 119 Scheiben auch in weiter Ferne. Hier belegte Steve Eidekorn mit 114 Treffern den 27. Platz, dicht gefolgt von Paul Pigorsch mit 112 Scheiben (Platz 41) und Stefan Veith mit 106 (Platz 70). Alles in allem muss festgestellt werden, dass an den vergangenen guten Leistungen nicht angeknüpft werden konnte, um ganz oben mitzumischen.
Am heutigen Sonntag finden die Entscheidungen der Teamwettkämpfe der Damen und der Juniorinnen statt. Hier ist erst einmal Daumen drücken angesagt, damit die erste deutsche Medaille in der Sonne von Italien glänzen kann.
Das Trap Männer Team
von Team Trap Frauen | 11.09.19 | News
Lonato, ITA – Die Europameisterschaften im italienischen Lonato sind im vollen Gange. Nun wollen wir, die Trap Frauen, uns mit einem Resümee der vergangen Tage melden… Letzte Woche Montag reiste der Großteil mit zwei Transportern aus Suhl nach Italien an. Die Anreise gestaltete sich wechselhaft.
Wir absolvierten zwei Trainingstage, in denen der Haltepunkt gesucht und sich an den Bedingungen gewöhnt werden musste. Mit gemischten Gefühlen ging es am Donnerstag in den ersten Wettkampftag. Manchen gelang es besser mit den Bedingungen umzugehen, manchen schlechter. Es war kämpfen um jede Scheibe für den zweiten Wettkampftag angesagt und das machten wir ALLE!
Das Wetter spielte jedoch nicht mit uns mit. Als wir am Freitag morgen auf dem Schießstand ankamen, regnete es und ein Gewitter zog auf. Das machte die ohnehin schon schweren Bedingungen noch komplizierter.
Katrin Q. erreichte Platz 27, Christiane Platz 21 und Sarah Platz 18.
Auch bei den Juniorinnen lief es nicht besser… Johanna Platz 26, Marie Platz 20, lediglich Kathrin M. gelang es in der letzten Runde mit einer 24er Serie sich für das Shoot-Off um den Finaleinzug zu qualifizieren.
Jedoch fehlte ihr hierbei das Stückchen Glück. Platz 7 für Kathrin M., Glückwunsch!
Trotzdem ist für die nächsten Tage noch Daumen drücken angesagt, denn es geht mit den Wettkampf der Männer, dem Team Event und dem Mixed-Team weiter.
Das Trap Frauen Team

(c) Bilder: Trap Concaverde