von RA | 07.07.14 | Pressespiegel
Alt Daber, GER Im ehemaligen Skispringer Jens Weißflog hatte Trap-Schützin Katrin Quooß den wohl prominentesten Gratulanten auf dem Schießstand in Alt Daber. Dort wurde sie am Sonnabend geehrt. Die 27-Jährige hatte bei den Europameisterschaften im Trapwettbewerb der Damen Silber geholt.
Kesses Angebot: Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann (parteilos) dankte Katrin Quooß dafür, dass sie die Region so gut präsentiert. Allerdings vermisse er noch die Stadt Wittstock auf ihrem Nationaltrikot.
Ihre Niederlage gegen Deborah Gelisio aus Italien im Finale der Europameisterschaften beschäftigte die Liebenthalerin gar nicht mehr. 11 zu 13 Treffern hieß es im ungarischen Sarlospuszta am Ende. „Ich habe nie mit einer Medaille gerechnet. Von Juni 2013 bis Februar 2014 habe ich eine Pause eingelegt und gar nicht trainiert“, so Katrin Quooß. Die Karrierepause ist mit der Geburt von Tochter Emma begründet. „Daher hatte ich geplant, maximal drei Wettkämpfe in diesem Jahr zu bestreiten. Nun werden es wohl mehr.“ Die junge Mutter zählte durch und kam mit Weltcups, Ranglistenturniere, Deutscher Meisterschaft und der Weltmeisterschaft im südspanischen Granada auf dann schon sieben Wettkämpfe.
Besonders groß ist die Freude über die Qualifikation zur Weltmeisterschaft. „Ich habe ein klares Ziel vor Augen. Ich möchte, nachdem ich London 2012 ganz knapp verpasst hatte, zu den Olympischen Spielen nach Rio de Janeiro 2016.“ Und dafür bleiben bis dahin noch genau zwölf Möglichkeiten zur Qualifikation: zehn Weltcups und eben die jetzige und die folgende Weltmeisterschaft.
Nachdem in Alt Daber der offizielle Teil der Ehrung beendet war, kam Quooß mit ihrem Ehrengast Weißflog ins Plaudern. Der ehemalige Weltklasse-Skispringer hatte mitbekommen, dass die Trapschützin vorher oft Probleme mit der Konzentration und Ruhefindung im Wettkampf hatte. „Dein jetziger Erfolg hat ganz bestimmt mit der Geburt deiner Tochter zu tun. Warst du vorher total fokussiert, bist du jetzt ausgeglichen. Das ist wissenschaftlich bewiesen“, so der 49-jährige Oberwiesenthaler. Worte, die Katrin Quooß in Bezug auf die Europameisterschaften in Sarlospuszta bestätigen konnte. Doch ganz optimal lief es noch nicht. „Es war neu, dass laut für die Zuschauer kommentiert wird. Da konnte ich noch nicht mit umgehen.“ Besonders bitter war es im Halbfinale. Jeweils der erste Schuss ihrer Serie verfehlte die Tonscheibe, weil genau da das Kommentieren anfing.
Insgesamt war es aber der einzige leichte Aufreger für die Liebenthalerin, denn sie steigerte sich in dem Wettkampf bis ins Finale. Nach der Qualifikation, drei Serien von je 25 Schuss, hatte sie 72 Treffer und rangierte auf dem dritten Platz. Dieser Qualifikationsmodus ging über zwei Tage. Die ersten 50 Schuss wurden am ersten Tag abgegeben, was zu dem Zeitpunkt nur Platz fünf bedeutet und nicht für das Halbfinale gereicht hätte.
„Im Semifinale werden die Ergebnisse wieder auf Null gestellt, was seit einem Jahr neu ist, und der Wettkampf beginnt eigentlich von vorn. Aber nur noch mit vier Starterinnen.“ Quooß zeigte gewachsene Klasse und traf 13 von 15 Tonscheiben. „Danach stand ich völlig unerwartet gegen die Italienerin im Duell um die Gold-Medaille.“
Dass Deborah Gilesio letztlich die Nase vorn hatte, störte Quooß keineswegs. „Sie hat verdient gewonnen.“ Ohnehin sieht die deutsche Spitzenschützin die Italienerinnen und Russinnen noch leicht vorn in der Weltspitze. Bis Rio de Janeiro will Katrin Quooß daran allerdings etwas ändern.
Quelle: Märkische Online Zeitung
Foto: MZV
von Wolfgang Lamée | 04.07.14 | News
Köln, GER (FK-Wurfscheibe) Während in Peking zur Zeit der nächste Weltcup startet, wollen wir hier mit euch einen kurzen Clip unseres Förderkreis Wurfscheibe Mitgliedes, der Krieghoff GmbH aus Ulm, mit euch teilen. Wir hoffen ihr mögt den Film genau so wie wir!
von Wolfgang Lamée | 29.06.14 | News
Porpetto, ITA (Karsten Beth) Fünf schöne Tage an der sonnigen Adria hier in Porpetto gehen zu Ende. Heute nun der zweite Wettkampftag. Hoch motiviert fuhren wir in den Morgenstunden zum Stand. Es war schon wieder sommerlich warm, obwohl es in der Nacht mächtig geregnet hatte. Schwülwarme Luft und eine mächtige Briese machten es allen Schützen nicht einfach.
Aber nun zum Tagesgeschehen .Unsere Trapschützen beendeten als erstes den Wettkampf. Luca 112, Till 109, Stefan 98, David 103 und Felix 101 Scheiben. Dies reichte natürlich nicht zum Finaleingang, aber ließ doch bei Till und Lukas eine ansteigende Tendenz nach Vorne erkennen.
Unsere Christin verabschiedete mit insgesamt 60 Scheiben und musste ins Shot Off um den sechsten Finalplatz. Leider hatten die Italienischen Schiedsrichter dies nicht sofort im Griff und brachten Christin aus ihrer Konzentration und sie verfehlte ihre Scheiben – Platz 8 am Ende.
Unsere Skeeter Yannik 118, Vincent 110, Lucas 110, Simon 99, Max 110, Arne 105 und Johannes 101. Am Ende des Wettkampfes eine respektable Leistung von Yannik, welcher sich den Einzug ins Finale sicherte. Zwei Schützen aus Frankreich, zwei Itaiener, ein Inder und unser Yannik waren nun gefordert. Yannik begann absolut stark, Stand drei sauber, Stand 4 – 1 Fehler, aber dann Stand 5 Doppelfehler + Fehler bei der Reversedoublette. Nun musste er alle Scheiben auf Stand vier treffen ,um sich das Bronzemedalmatch zu sichern. Noch ein Fehler und es ging ins Shot Off. Hier die vierte Scheibe vorbei und er wurde mit Platz 5 belohnt. (Fehlentscheidung zu Gunsten des Italieners vorausgegangen). Kann ja mal „passieren“!?
Auch wenn wir diesmal ohne Medaillen nach Hause reisen werden, war es doch eine sportliche Herausforderung für das ganze Team und in Vorbereitung der WM Ausscheide in Finnland und Orimattila ein wichtiger Meilenstein. Alle werden weiter an ihrer Technik feilen, um beim Jahreshöhepunkt in Granada dabei zu sein.
Die kompletten Ergebnisse findet ihr hier…
P.S. Ein großes Dankeschön an unseren Förderer und Starfotographen vom FK Wurfscheibe Karl Haaga und seiner Frau. Ihr gehört zum Team und seit immer wieder gerne gesehen. Vielen Dank. Morgen in alle Frühe werden wir dann Italien verlassen und die Heimreise antreten. Wir wünschen allen Schützen viel Erfolg bei den nächsten Wettkämpfen.
von Wolfgang Lamée | 29.06.14 | News
Porpetto, ITA (Uwe Kammer) So nun ist es soweit, zum ersten Mal kommt nun ein Bericht von mir auf unsere neu gestaltete schönen Förderkreisseite aus Porpetto. Der erste Wettkampftag liegt nun hinter uns fast alle Sportler unseres Teams liegen noch gut im Rennen in der bekanntlich Höhle des Löwen der Italiener.
Die Gastfreundschaft ist super. Nur der gemeine Flintenschütze ist es gewöhnt bevor es zum Stand geht ordentlich zu frühstücken und genau hier treffen wir und auch die anderen Nationen die mit uns im Hotel leben unsre italienischen Gastgeber etwas auf dem falschen Fuß. Alle haben früh großen Hunger und dann kommen unsere Gastgeber mit ihren kleinen Brötchen und den ständig leeren der Wurstplatten richtig ins Schwitzen. Manchmal ist sogar der Kaffeautomat überfordert, aber wir transpirieren ebenfalls bei ca. 36 Grad. Ja, dann rein in die Busse und ab zum Stand – Bänke und Tische ergattern Wasserflaschen fassen und für die ersten unseres Teams geht es zum Stand. Unser Felix Stasiak in Rotte zwei plötzlich ein klicken im Schloss. Schlagstück gebrochen großer Mist aber Chrstin Hilmer stellt sofort ihre Waffe zur Verfügung und weiter geht’s. Serie beendet, was nun? Hin zu unsren italienischen Freunden um Hilfe bitte und sie da, nach einer Stunde ist alles wieder in Ordnung.
Plötzlich Unruhe auf dem zweiten Skeetstand, was ist los! Ist ein Schütze nicht da und vielleicht sogar einer aus unserm Team fast undenkbar, nein wie schon zu den Trainingstagen streik die Technik. Gut oder nicht gut nach wenigen Minuten geht’s weiter. 15.30 Uhr letzte Rotte somit endet unser erster Wettkampftag. Nach diesen Sonnenstunden sind wir nun gut gerötet. Jetzt ab zum Wasser erfrischen um wieder fit für morgen zu sein. Wie alles endet in der Hoffnung, dass sich unsre Sportler gut platzieren wird morgen Karsten berichten.