Wurfscheibenschützen – Bayerns Beste vor Heimweltcup

Wurfscheibenschützen – Bayerns Beste vor Heimweltcup

München (muenchen.tv) Bayerns beste Wurfscheibenschützen Julia Eisenrieder und Michael Goldbrunner bereiten sich auf den Heimweltcup in München vor. Vom 4. bis zum 13. Juni wird auf der Olympia-Schießanlage in Garching-Hochbrück der bisher größte Weltcup mit 590 Teilnehmern ausgetragen.

Daniel Stock hat die bayerischen Schützen beim Training auf der Olympiaschießanlage in Hochbrück besucht.

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Traptrainingstag beim World Cup in Almaty

Traptrainingstag beim World Cup in Almaty

Almaty, KAZ (Uwe Möller) Als wir heute früh aus dem Hotel kamen-strahlend blauer Himmel, aber keine 10 Grad Außentemperatur! Dafür haben wir euch heute in Deutschland beneidet, denn da brennt ja wohl gerade der Planet! Zusätzlich hatten wir dann draußen auf dem Stand den ganzen Tag tüchtig Sturm. Der Wind blies von der linken Seite, die Scheiben flogen dementsprechend. Bei manchen Linksscheiben kam man mit dem Lauf überhaupt nicht an die Scheibe ran, weil der Wind gegen die Bewegungsrichtung der Flinte drückte. Noch schlimmer bei den Rechtsscheiben. Waren diese auch noch flach, dann entwickelten sie sich ganz schnell zu „Rasenmähern“. Alle hatten mit diesen widrigen Bedingungen zu kämpfen, auch Sonja und Paul. 

20140522-02 WC-AlmatyTrotzdem steigerten sich beide von Serie zu Serie, besonders Sonja. Wer am flexibelsten auf diese widrigen Umstände reagiert, hat die Nase vorn! Morgen soll das Wetter besser werden, wieder wärmer und der Wind auch nicht mehr so stark. Wir sind gespannt! Paul hat seine erste Serie um 09.30 Uhr, Sonja greift um 11.30 Uhr in das Geschehen ein. Mit Sonja heute in der Rotte beim Training die Kanadierin Susan Nattrass. Die Ikone im Trap-Schießen der Frauen schlechthin! Sie startet seit 1969 bei internationalen Wettkämpfen, war bereits 7 (in Worten: sieben!!!) mal Weltmeisterin und hat an 6 Olympischen Spielen teilgenommen. Eine sehr sympathische, immer gut aufgelegte Frau, sicher jetzt schon etwas in die Jahre gekommen.Bei Frauen soll man ja sehr vorsichtig sein mit Zahlen, die das Alter betreffen. Deswegen halte ich mich da auch dezent zurück, nur so viel: In Deutschland würde sie jetzt schon ein Jahr Rente bekommen! Und immer noch präsent auf Weltcups und Weltmeisterschaften. Man kann diesen schönen Sport wirklich sehr lange und auch erfolgreich betreiben.

Aufkommenden Gedanken, selbst noch mal an zu fangen, weil ich wesentlich jünger bin – die habe ich dann aber doch ganz schnell wieder ad acta gelegt! 

Übrigens noch ein Nachtrag von den bisher stattgefundenen Finals: Seit neustem ist unter der Finaltafel eine große Digitaluhr installiert, die genau die Zeit für jeden Finalisten rückwärts runterzählt, die er laut ISSF-Reglement vom Schuss seines Vorschützen bis zu seinem Abruf hat. Dadurch geht das ganze Finale recht zügig, denn Sportler, die sich sonst immer zu lange auf ihre Scheibe vorbereiten, werden plötzlich doch recht flott! Sonst gibt es nämlich eine Verwarnung bzw. Scheibenabzug.

Entscheidung im Doppeltrap

Entscheidung im Doppeltrap

Almaty, KAZ (Uwe Möller47 Schützen (42 WC-Wertung, 5 MQS) gingen heute früh ab 09.00 Uhr beim Doppeltrap-Wettkampf an den Start. Eigentlich alles, was in dieser sehr speziellen Disziplin Rang und Namen hat. Insgesamt ein sehr spannender Wettkampf, obwohl die Ergebnisse nicht so hoch wie erwartet waren.

20140521-02 WC-AlmatyUnser Goldi bot eine sehr gute Leistung, die fast für das Finale gereicht hätte. Er begann auf dem schweren Stand 1 mit einer sehr respektablen 28er Runde. Danach auf Stand 3 nur 25, aber trotz dieses kleinen Absturzes ließ er sich nicht aus seinem Konzept bringen. Eine 27 folgte dann auf Stand 2, anschließend nochmal 28 auf dem ersten Stand. Nach einem Blick aufs Tableau war klar: Letze Runde mindestens 29, dann war das Finale in greifbarer Nähe. Denn alle anderen hatten auch eine schlechte Serie dabei, deshalb wurde die ganze Sache noch mal recht spannend. Goldi ging die Sache hochkonzentriert an, bis zur vorletzten Doublette nur einen Fehler. Dann ging er in den Anschlag, musste aber nochmal absetzen, weil plötzlich eine Fliege auf seinem Brillenglas parkte. Nach dem Neuaufbau seines Anschlags dann beim Abruf nicht konzentriert genug – und weg war sie – die erste Scheibe der Doublette. In der Endabrechnung fehlte ein Treffer für das Shotoff um den Einzug ins Finale. Sicher müßig, jetzt darüber zu sinnieren, ob es nun diese Scheibe war, die fehlte, oder eine von den anderen 13, die „ungerupft“ in der kasachischen Steppe landeten.

Trotzdem ein großes Kompliment an Goldi, der mit 136 Scheiben den 7.Platz belegte. Eine gute Leistung am Beginn der Saison, und das beim Weltcup – das macht Appetit auf mehr! Gleichzeitig die vorzeitige Qualifikation für die EM in Ungarn und Aufnahme ins Top Team Rio. Bei Facebook würde ich jetzt den “Gefällt mir“ – Button drücken! Sieger wurde der Italiener Di Spigno, Silber ging an den Amerikaner Richmond und Bronze an Mosin aus Russland. 

Unsere zwei Trap-Schützen Sonja Scheibl und Paul Pigorsch sind letzte Nacht auch ohne größere Probleme hier angereist, nun ist das Team komplett. Heute drehten sie schon zwei Runden inoffizielles Training, speziell bei Paul ganz ordentlich, die zweite Runde „voll“, 25 Treffer mit dem ersten Schuss. Da geht das Trainerherz auf! Morgen dann das offizielle Wettkampftraining für die Trapschützen.