Bundeswehrlehrgang im Leistungszentrum Suhl

Bundeswehrlehrgang im Leistungszentrum Suhl

Suhl, GER Unter Leitung von Hauptmann Jörg Dietrich und der Federführung von Stabsfeldwebel Karsten Bindrich findet in dieser Woche der 2. Lehrgang unserer Sportsoldaten auf dem Suhler Friedberg statt. Diese Lehrgänge sind zu einer festen Planungsgröße im jährlichen Leistungsaufbau geworden. Ich möchte mich an dieser Stelle bei der Bundeswehr und speziell den Sportfördergruppen für die jahrelange Unterstützung bedanken. Natürlich gilt auch unser Dank der Schießsportzentrum Suhl GmbH, die unseren Behördensportlern für eine Woche die Wurfscheibenstände zur Verfügung stellt.

Unsere Sportsoldaten erhalten ihren Sold und sind für die Ausübung ihrer sportlichen Tätigkeit freigestellt. Bei diesen speziellen Lehrgängen werden Patronen als auch Scheiben zur Verfügung gestellt. Die Übernachtung und Verpflegung erfolgt – wie es sich für ordentliche Soldaten gehört – in der Bundeswehrkaserne am Grenzadler in Oberhof.

Neben den Flintenschützen nehmen auch Gewehrschützen am Lehrgang teil. Auf dem Bild hinter K. Bindrich kann man die beiden Hauptfeldwebel Tim Focken und Maik Mutschke erkennen.
Auf der linken Seite direkt vor Hauptmann Dietrich steht Leutnant Sabine Sauer. Sie absolvierte in Suhl einen „Schnupperkurs“ in Trap und Skeet. Und ich möchte Ihr hier ein gewisses Talent bescheinigen. Sie kommt aus dem Lager der Parcours Schützen und ich würde mich freuen, wenn ihr unsere Unterweisungen geholfen haben. Eine weitere interessante Alternative eines „Quereinsteigers“!

Ich wünsche unseren Behördensportlern Erfolg beim Lehrgang und eine gute Vorbereitung auf die zweite EM Qualifikation in der kommenden Woche in Frankfurt/Oder!

Ergebnisse: World Cup Larnaca 2017

Ergebnisse: World Cup Larnaca 2017

Hier die Ergebnisse unserer Schützen beim Weltcup in Larnaca (CYP) 2017

JahrWKOrtLandPl.Name, VornameRundensh.o.FF/Ges.CodeDisziplinmw
2017WCLarnakaCYP53Pigorsch, Paul- TR125Trapm
2017WCLarnakaCYP69Faulstich, Luca-Maurice- TR125Trapm
2017WCLarnakaCYP74Veit, Stefan- TR125Trapm
2017WCLarnakaCYP22Quooss, Katrin- TR75Trapw
2017WCLarnakaCYP34Scheibl, Sonja- TR75Trapw
2017WCLarnakaCYP45Göhring, Christiane- TR75Trapw
2017WCLarnakaCYP29Korte, Sven- SK125Skeetm
2017WCLarnakaCYP74Fritze, Tilo- SK125Skeetm
2017WCLarnakaCYP78Hackmann, Burkhard- SK125Skeetm
2017WCLarnakaCYP11Wieslhuber, Katrin- SK75Skeetw
2017WCLarnakaCYP18Messerschmidt, Nadine- SK75Skeetw
2017WCLarnakaCYP29Hauff, Vanessa- SK75Skeetw

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20170428-08_Ergebnisse_WC_Larnaca

WC Larnaca: Trap Männer

WC Larnaca: Trap Männer

Larnaca, CYPEines Vorab, wir hatten hier in Larnaca ein sehr junges und teilweise international sehr unerfahrenes Trapmännerteam ins Rennen geschickt. Das wir hier nicht den großen Wurf (Medaillen) erwarten konnten, war uns von vornherein klar.

Zu unserer Teamberatung nach dem ersten Wettkampftag hat der Bundestrainer ein paar deutliche Worte sagen müssen. Die Leistungen unserer Männer waren nach zwei Runden schon unter den Erwartungen. Also klare Ansage, sich hier nicht unter Wert zu verkaufen. Ordentliche Serienvorbereitung, konzentriertes und konsequentes Arbeiten ist gefragt. Folge, die Gesichter wurden immer länger. Aufmunternde Worte folgten, wo Schatten ist, da ist auch irgendwo Licht. Phasenweise sah es ordentlich aus, es ist nichts verloren, kämpfen ist angesagt. Die Gesichter wurden nach den aufbauenden Worten des Bundestrainers wieder fröhlicher, vorsichtiger Optimismus machte sich breit. Aber wer kennt nicht das große Kopf Kino bei solch einem Event. Man will sein Bestes geben und es geht in die Hose. So war der erste Tag. Zu viel gewollt und fest geworden. Dann wird die Brechstange herausgeholt und es geht nicht viel.

„Nur nicht enttäuschen“, „Ich muss gut sein“, „Ich habe gut trainiert“

Das sind so die Gedanken in diesem Moment. Tja-und dann geht der Schuss nach hinten los. Es ist ja nicht so, dass unsere Schützen nicht schießen können, aber zu solch einem internationalen Einsatz zu schießen ist schon etwas anderes als bei einem Wettkampf in Deutschland. Nach dem ich mich mit einigen Schützen zwischen den Serien unterhalten habe, merkte ich schon eine gewisse Unsicherheit und Nervosität. Aufmunternde Worte vertrieben diese Nervosität.

Am zweiten Wettkampftag, große Aufregung. Als wir auf dem Stand angekommen sind, bemerkten wir, dass wieder viele Schützen beim Munitionswiegen waren. Diesmal war es eine andere bekannte Munitionsfirma, die es betraf. Falscher Alarm, es hatte sich nicht bestätigt, dass es zu Überladungen gekommen war. Es ist schon eine knisternde Stimmung, wenn Schützen sich nicht auf die Munitionsfirmen verlassen können. Eine richtige Hysterie machte sich breit. Im Laufe des Wettkampftages entspannte sich aber die Situation und es zog wieder Normalität ein.

Unsere Männer haben sich die Worte des Bundestrainers zu Herzen genommen. Endlich haben sie angedeutet, was sie momentan drauf haben. Mit einem ordentlichen zweiten Wettkampftag konnten sie beweisen, dass sie zu Recht an diesem Wettkampf teilgenommen haben. Die Jungs haben gekämpft, sehr konzentriert gearbeitet und einen ansprechenden Serienerfolg gehabt. Man muss aber auch erwähnen, dass durch die Psyche gesteuert Fehler im technischen Bereich entstanden.
Psychische Parameter wie Konzentration, Siegeswille, Aufmerksamkeit, Steuerung des Erregungsniveaus, der Kampf um jede Scheibe muss auf jeden Fall mehr geschult und ausgeprägt werden. Für Karl, Lucas und Stefan war es der erste Weltcupeinsatz und dafür haben sie es gut gemacht. Freud und Leid liegen wie immer dicht zusammen. Nun gilt es die richtigen Rückschlüsse für das kommende Heimtraining zu ziehen, den einen oder anderen technischen Makel zu beseitigen und sich vielleicht von einem Psychologen einige Ratschläge und Tipps zur Wettkampfbewältigung zu holen. Mit den Ergebnissen Paul 114 Platz 53, Luca 113 Platz 69, Stefan 112 Platz 74 und Karl 107 MQS Platz 18 haben die Schützen international eine erste Duftmarke hinterlassen. Es ist auf alle Fälle bei allen Schützen deutlich mehr drin, als sie es auf Zypern gezeigt haben.

Morgen geht es dann weiter mit der neuen Disziplin Trap Mixed als Testwettkampf. Vor Ort ist ein Team des IOC, das sich diese neue Disziplin anschauen wird.
Deutschland geht mit zwei Teams an den Start. Team Deutschland 1 wird Katrin und Luca stellen, Team Deutschland 2 stellt Sonja und Paul. Insgesamt sind 33 Teams am Start. Ein Zeichen, dass diese Disziplin angenommen wird. Sind wir mal gespannt wie es ausgeht, morgen mehr dazu.