Unser Aufgebot zur Europameisterschaft

Unser Aufgebot zur Europameisterschaft

Köln, GERDer Deutsche Schützenbund macht sich mit einem großen Aufgebot auf den Weg zur Europameisterschaft ans Kaspische Meer, genau gesagt nach Baku in Aserbaidschan die vom 21. Juli bis 4. August stattfindet. Von den insgesamt 77 Schützinnen und Schützen sind 24 Starter/innen für die Disziplinen TRAP, SKEET und den jeweiligen Mixed-Team-Wettkämpfen mit dabei. Auf die Entsendung von Starter zur Disziplin DOPPELTRAP verzichtet der DSB – wie schon bei den letzten Flintenwettbewerben – da diese schon zu Tokio 2020 nicht mehr zum olympischen Programm gehört.

Jedoch wechselte unser Olympiafinalist von Rio im Doppeltrap „Andreas Löw“ zum Trapkader und gilt dort als neuer Hoffnungsträger sowie die vierfache Weltmeisterin und Europameisterin 2015 im Skeet „Christine Wenzel“, die nach Rio ihr internationales Comeback gibt werden in Baku mit von der Partie sein.

Hier unser gesamtes Aufgebot in Baku…

TRAP – Juniorinnen/Junioren
Murche, Kathrin
Valdorf, Bettina
Meyer, Maria ‐Louis

Bindrich, Jonas
Kulzer, Johannes
Schulz, Jeremy

TRAP
Quooß, Katrin
Scheibl, Sonja
Hilmer, Christin

Löw, Andreas
Veit, Stefan
Hermes, Philipp

SKEET – Juniorinnen/Junioren
Kalix, Maria
Reichert, Eva ‐Tamara
Umhöfer, Valentina

Butterer, Paul
Meier, Marvin
Raab, Felix

SKEET
Wenzel, Christine
Wieslhuber, Katrin
Wißmer, Nele

Fritze, Tilo
Haaga, Vincent
Korte, Sven

Bundeswehrlehrgang im Leistungszentrum Suhl

Bundeswehrlehrgang im Leistungszentrum Suhl

Suhl, GER Unter Leitung von Hauptmann Jörg Dietrich und der Federführung von Stabsfeldwebel Karsten Bindrich findet in dieser Woche der 2. Lehrgang unserer Sportsoldaten auf dem Suhler Friedberg statt. Diese Lehrgänge sind zu einer festen Planungsgröße im jährlichen Leistungsaufbau geworden. Ich möchte mich an dieser Stelle bei der Bundeswehr und speziell den Sportfördergruppen für die jahrelange Unterstützung bedanken. Natürlich gilt auch unser Dank der Schießsportzentrum Suhl GmbH, die unseren Behördensportlern für eine Woche die Wurfscheibenstände zur Verfügung stellt.

Unsere Sportsoldaten erhalten ihren Sold und sind für die Ausübung ihrer sportlichen Tätigkeit freigestellt. Bei diesen speziellen Lehrgängen werden Patronen als auch Scheiben zur Verfügung gestellt. Die Übernachtung und Verpflegung erfolgt – wie es sich für ordentliche Soldaten gehört – in der Bundeswehrkaserne am Grenzadler in Oberhof.

Neben den Flintenschützen nehmen auch Gewehrschützen am Lehrgang teil. Auf dem Bild hinter K. Bindrich kann man die beiden Hauptfeldwebel Tim Focken und Maik Mutschke erkennen.
Auf der linken Seite direkt vor Hauptmann Dietrich steht Leutnant Sabine Sauer. Sie absolvierte in Suhl einen „Schnupperkurs“ in Trap und Skeet. Und ich möchte Ihr hier ein gewisses Talent bescheinigen. Sie kommt aus dem Lager der Parcours Schützen und ich würde mich freuen, wenn ihr unsere Unterweisungen geholfen haben. Eine weitere interessante Alternative eines „Quereinsteigers“!

Ich wünsche unseren Behördensportlern Erfolg beim Lehrgang und eine gute Vorbereitung auf die zweite EM Qualifikation in der kommenden Woche in Frankfurt/Oder!

WC Acapulco: Doppeltrap- und Trap-Mixed-Team-Wettkampf

WC Acapulco: Doppeltrap- und Trap-Mixed-Team-Wettkampf

Acapulco, MEXHeute Morgen vor dem Kofferpacken bleibt noch etwas Zeit, um die beiden letzten Tage nochmal Revue passieren zu lassen. Am Dienstag fand der Testevent in der neuen Disziplin Trap-Mixed-Team statt. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse im Internet gab es nicht, erst gestern früh wurden die offiziellen Ergebnisse in Papierform auf dem Stand ausgehangen. Insgesamt gingen 22 Teams aus 13 Nationen an den Start, davon 9 Nationen mit jeweils 2 Teams. Geschossen werden 2 Runden pro Team, danach Halbfinale und anschließend die Medalmatches.

Nach der ersten Runde, die Andy mit 25 Treffern und Sonja mit 23 Treffern abschlossen, lagen wir aussichtsreich auf Platz 2 und somit auf Semifinalkurs. Von diesem Kurs kamen wir aber dann in Runde 2 ab. Andy schoss 24, aber Sonja hatte keine gute Runde. Sie riss oft die Waffe von der Deckung weg, probierte mit dem Haltepunkt (Höhe der Mündung im Anschlag vor dem Abruf) – die Fehler summierten sich auf eine 19er Runde, damit waren wir „weg vom Fenster“. In der Endabrechnung belegten wir mit 91 Scheiben Platz 16, 94 Treffer hätten für das Semifinale gereicht. Sieger wurde das Team USA 2 vor Italien 1 und Spanien 2.

Welche Bedeutung diese neue Wettkampfform hat, zeigte sich daran, dass ISSF Präsident Olegario Vazquez Rana extra mit dem Hubschrauber auf dem Stand einschwebte, um sich das Finale persönlich anzuschauen.

Zum Abschluss gestern noch der Wettkampf Doppeltrap, für unseren Andy Löw der letzte internationale Start in dieser Disziplin. Er schoss aus der „Kalten“, denn er hat sich in den letzten Wochen im Training auf Trap konzentriert. Im Vorkampf wies er wieder einmal mehr nach, dass er in dieser Disziplin (die ja durch den Trap-Mixed-Team Event im olympischen Programm ersetzt werden soll) zur absoluten Weltspitze zählt. Mit 140 Scheiben im Vorkampf ging er als erster in das Semifinale, hier lag er nach den ersten 15 Doubletten mit 29 Treffern auf Medaillenkurs. Leider baute Andy bei den anschließenden Doubletten ab (nach jeweils 5 scheidet der Schütze mit den wenigsten Treffern aus) und belegte am Ende den undankbaren 4. Platz. Sieger wurde der Inder Mittal, Silber ging an den Australier Willet, Bronze an den Chinesen QI Ying.

  

Der Weltcup hier in Acapulco/Mexico hat uns gezeigt, wo wir leistungsmäßig am Beginn der Saison stehen. Es gibt noch viele Baustellen, die es zu bearbeiten gilt, um die hier gezeigten Finaleingangsleistungen zu erreichen. Andy hat im Trap ein Ergebnis im Anschlußbereich gezeigt, bei den Damen dagegen lief es noch nicht rund.

Das Format des Team-Mixed-Event im Trapschießen gewinnt immer mehr an Bedeutung, die genaue Durchführung zeichnet sich immer klarer ab.

Der Anreisestress hat sich sicher auch auf die Leistungen niedergeschlagen, kann aber nicht als Entschuldigung gelten! Die drei Weltcupstarter hier in Acapulco wurden auf Grund der gezeigten Leistungen im Vorjahr und des frühen Zeitpunktes von mir im Vorfeld benannt.

Nun geht es für alle wieder bei „Null“ los, für den nächsten Weltcup Anfang Mai in Larnaca/CYP gilt das Leistungsprinzip, d.h. die Starter in den Disziplinen Trap Frauen und Trap Männer werden nach einem Ausscheid in Wiesbaden (08.-09.04.2017) nominiert. Nach Zypern werden wir in voller Mannschaftsstärke reisen sowie noch jeweils eine/n Athletin/en als MQS starten lassen.
Das als kurzes Resümee unseres Mexico-Trips!

So, jetzt noch Koffer packen, dann geht das Shuttle zum Airport hier in Acapulco. Hoffentlich nicht so viel Stress wie bei der Anreise!
Der Skeet Mannschaft von Axel maximale Erfolge, ab morgen die „Daily News“ aus Acapulco von ihm!

Bilder:
©2017 by ISSF | Nicolò Zangirolami

Andy Löw beendet DOPPELTRAP – Ära

Andy Löw beendet DOPPELTRAP – Ära

Köln, GER – Ein wenig Wehmut wird bei seinem heutigen Start in Acapulco (MEX) wohl mit dabei sein, denn Andreas „Andy“ Löw geht als letzter Deutscher bei einem internationalen Wettkampf in der olympischen Disziplin DOPPELTRAP an den Start und beendet damit eine erfolgreiche internationale Ära im Wurfscheibenschießen des Deutschen Schützenbundes.

Denn aufgrund der Entscheidung des Weltverbandes ISSF in Bezug auf die Agenda Tokio 2020 des IOC wurde entschieden, dass die Disziplin DOPPELTRAP durch ein Trap-Mixed-Team ersetzt wird und somit verschwindet DOPPELTRAP aus dem olympischen Programm. Die letztendliche Entscheidung darüber wird im Sommer 2017 vom IOC getroffen, was aber lediglich eine Formsache darstellt.

Wer dieses Thema in den letzten Monaten verfolgt hat, weiß, dass weltweit Versuche unternommen wurden, gegen diesen Vorschlag vorzugehen. In vorderster Front kämpfte der russische Doppetrap-Spezialist Vasily Mossin mit fast der gesamten Weltelite der Doppeltrapschützen, den Entschluss vom „Trap-Mixed-Team“ in ein „Doppeltrap-Mixed-Team“ abzuändern. Was letztendlich leider nicht von Erfolg gekrönt wurde!

Wie schon unser Bundestrainer Uwe Möller in seinem Bericht geschrieben hat, geht die Disziplin DOPPELTRAP nun in den Breitensportbereich über, da sie als nichtolympische Disziplin nicht mehr vom DOSB gefördert wird. Und der kleine elitäre Kreis unseres Doppeltrap-Kaders mit Andy Löw, Michael Goldbrunner und Stefan Veit wurden in den Trap-Kader übernommen.

Dennoch können wir stolz auf eine international erfolgreiche Ära der olympischen Disziplin DOPPELTRAP (1996-2016) zurückblicken! Große Namen wie Susanne Kiermayer (DT bei den Damen olympisch bis 2004, Olympia-Silber `96 in Atlanta, mehrfache Europameisterin).

Waldemar Schanz, Europameister, 2-facher Vizeweltmeister und mehrfacher Weltcupsieger.

 20140827-03 DM-3-15

Und auch Michael Goldbrunner (Junioren-Europameister `05) und – aktuell – Andy Löw als Olympia-Finalist von Rio und Vizeweltmeister `11 gewannen eine beachtliche Anzahl an Medaillen. Seit Mitte der 2000er Jahre wurden speziell Löw, Goldbrunner und Schanz durch das intensive Engagement von Krieghoff in dieser Disziplin besonders unterstützt. Aber auch Silke Hüsing, Sonja Scheibl, Stefan Ommert, Steffen Däbel und Christian Hartmann identifiziert man mit der Disziplin Doppeltrap.

 

Ganz besonders bitter ist es natürlich für den aktiven Kader, der sich auf eine der schönsten und anspruchsvollsten, wenn nicht sogar die anspruchsvollste Disziplin im Wurfscheibenschießen spezialisiert hat. Mit Michael Goldbrunner und Andy Löw haben wir sehr erfahrene und international erfolgreiche Schützen, dennoch fällt ihnen diese Streichung nicht leicht. Aber für den jungen Stefan Veit sowie den hoffnungsvollen Nachwuchsschützen Paul Blatzky, die gerade am Anfang ihrer Karriere stehen und ebenfalls all ihre Kraft in diese Disziplin gesteckt haben, ist dies umso schmerzhafter.

 

Jetzt heißt es, den Kopf nicht in den Sand zu stecken und sich auf die neuen Aufgaben zu konzentrieren!

Und wer weiß es schon…? Nichts ist für die Ewigkeit!