Erster Wettkampftag in Baku

Erster Wettkampftag in Baku

Baku, AZE (Uwe Möller) Eben sind wir vom Abendessen aus dem Deutschen Medienclub Baku 2015 zurückgekehrt. Wir wurden mit dem Shuttle hier vom Athletendorf abgeholt und direkt dorthin gefahren. Das ist wie das Deutsche Haus zu den Olympischen Spielen. Im Garten eines neugebauten Hotels, sehr schön mit Meerblick  dazu lecker Essen und Trinken, Moderation und prominente Gäste. Und da sieht man auch mal über das Glas Wein hinweg, das mir der Kellner aus Versehen komplett über die Beine und Schuhe geschüttet hat. Das Gute daran – es war Weißwein!

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Beim heutigen Wettkampf der Damen konnte sich Katrin mit einer „Vollen“ im letzten Durchgang gegenüber den letzten internationalen Wettkämpfen auf ein Ergebnis von 70 Scheiben steigern. Damit kam sie ins Shot-off um den Finaleinzug. Hier kämpften 6 Damen um zwei Plätze. Leider musste Katrin hier relativ früh die Segel streichen, trotzdem ist ihr Wettkampfergebnis eine ansprechende Leistung! Jana (63 Scheiben) und Karsten (68 Scheiben) konnten ihre guten Trainingsergebnisse von gestern jedoch heute im Wettkampf nicht umsetzen. 
Karsten war sicher selbst am meisten enttäuscht über sein Ergebnis, denn im Vorfeld lief es wirklich gut bei ihm. Er muss morgen noch zweimal ran. Ich bin mir sicher, dass er kämpfen wird, um sein Ergebnis und seine Gesamtplatzierung noch zu verbessern.
Auch bei Jana lief es heute unter Wettkampfbedingungen nicht so rund wie gestern beim Training. Zu viele individuelle Fehler, hauptsächlich im wichtigen Bereich der Annahme verhinderten ein besseres Ergebnis.
Es gewann die Spanierin Fatima Galvez vor Arianna Perilli aus San Marino und der Russin Elena Tkach.

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Am Donnerstag dann der Teamwettkampf. Hier starten Karsten und Katrin. Wir sind alle gespannt, wie sich die ganze Sache hier gestaltet und ob diese Wettkampfform mit dem Ziel einer weiteren Attraktivitätssteigerung unserer schönen Sportart eine Zukunft hat.

Wenn man hier im Athletendorf schmutzige Wäsche hat, dann geht’s runter zum Wäscheservice. Dort gibt man die Kleidungsstücke in einem Gazesack verpackt ab und kann sie am anderen Tag frisch gewaschen und getrocknet abholen. Das funktioniert sowohl qualitativ als auch logistisch einwandfrei. An den Beutel kommt ein Code, der wird zusammen mit dem Code der Akkreditierung eingescannt, man bekommt die Sachen auch vollständig zurück!

Heute Nacht dann die Anreise der Doppeltrapper. Andy und Goldi werden so gegen 23.30 Uhr hier im Hotel ankommen. Beide absolvieren morgen 4 Runden inoffizielles Training.

So, das ganz kurz für heute!

Viele Grüße aus Baku!

Aufnahme in die Hall Of Fame

Aufnahme in die Hall Of Fame

Köln, GER (fk-wurfscheibe.de) Auf unserer Homepage gibt es den Bereich der „Hall Of Fame“ eigentlich „Hall Of Fame des Förderkreises“, angedacht, um Sportler und/oder Personen zu würdigen, die sich mit dem Thema „Wurfscheibenschießsport“ verbunden fühlen und sich in besonderer Weise unserem Sport widmen bzw. gewidmet haben.

hof fkw logo klDort haben wir mit dem Start unserer neuen Homepage im Mai 2014 Axel Wegner verewigt, leider ist bis heute keine weitere Person dazu gekommen. Geplant war eigentlich, dass wir diesen Bereich in unregelmäßigen Abständen – insbesondere in der Winterpause – mehr und mehr füllen und dieses wollen wir auch nun in die Tat umsetzen!

Der „Förderkreis Nationalmannschaft Wurfscheibe“ feiert in diesem Jahr ein kleines Jubiläum, denn unsere Tätigkeiten für unseren Wurfscheibennationalkader, insbesondere in die Nachwuchsarbeit, erstreckt sich schon seit 10 Jahren. Auf Grund dieser Tatsache kam der Gedanke auf, eine ganz bestimmte Person mit der Aufnahme in die „Hall OF Fame des Förderkreises“ zu würdigen.

Hinter vorgehaltener Hand wurden einige wichtige Gespräche geführt, anschl. machten wir uns auf die Suche nach jemandem, der für unsere Person eine passende Hommage schreibt.
Auch dieser war schnell gefunden, denn niemand kennt diese Person besser als sein langjähriger Freund Waldemar Schanz. Er fand mit viel Geduld und Fleiß die richtigen und überaus passenden Worte! – Dafür ein ganz großes Dankeschön an Dich Waldi!

Die Insider wissen schon längst welche Person gemeint ist!

Mit dem heutigen Tag nehmen wir…

Werner Diener

…in die „Hall Of Fame des Förderkreises“ auf.

Hier geht es weiter zur Hommage…

Werner Diener

Werner Diener

D’r Zoch kütt!

Prinz, Bauer, Jungfrau, das Dreigestirn des Kölner Karnevals.
Und des FK-Wurfscheibe.

Das sind ja schon mal drei.
Und doch, genau genommen, vereint in einer Person.
In Werner Diener.

Frei zitiert nach Wikipedia:

hof werner diener 01Der Prinz:

„Seine Tollität“ Prinz Karneval, auch bekannt als WERNER DIENER, ist der höchste Repräsentant des FK Wurfscheibe. Der Name löste im Verlauf des 19. Jahrhunderts die Bezeichnung Held Carneval ab. Der Prinz oder Held oder WERNER ist seit 1823 die wichtigste Figur des Rosenmontagszuges und des FK Wurfscheibe. Bei der Proklamation (immer Anfang Januar) durch den Kölner Oberbürgermeister (oder Bundestrainer) erhält er als Symbol die Pritsche (oder seine Krieghoff), die er über sein närrisches Volk (Trainer, Funktionäre und Sportler – manchmal auch die Wurfscheiben) schwingt. Prinz Karneval – WERNER – fährt im Rosenmontagszug immer auf dem allerletzten Wagen (einem schneeweissen A6), sozusagen als Höhepunkt des närrischen Lindwurms. Sein Wagen ist der prunkvollste und größte des Zuges.“

Der Bauer:

„Der Bauernatürlich wieder WERNER – (kölsch: Buur), als „WERNER, Seine Deftigkeit“angesprochen, symbolisiert die Wehrhaftigkeit der alten Reichsstadt Köln und des FK. Er steht insbesondere auch für die Befreiung des FK Wurfscheibe aus der Macht des Filzes in der Schlacht vom Grünen Tisch. So trägt er als Förderkreis-Bewahrer auch die goldenen Chokes an seinem Gürtel, die er bei der Proklamation vom Kölner Oberbürgermeister (vorzugsweise auch Ralf Müller) verliehen bekommt. Des Weiteren trägt WERNER, der Kölner Bauer, einen Dreschflegel in Form eines Gehörschutzes in der linken Hand. Auf seinem mächtigen Hut trägt er 125 Pfauenfedern, die die Unsterblichkeit der Stadt Köln und des Förderkreisesdarstellen sollen. Die Figur bezieht sich auf den Reichsstand Kölns in der Frühen Neuzeit und reicht weit in die Geschichte des Wurfscheibenschießens zurück. In Bezug auf den Karneval und das Wurfscheibenschießen setzte sich WERNER als Bauer UND Jungfrau in den 1870er Jahren als fester Bestandteil durch.“

Die Jungfrau:

„Die Jungfrauwer sonst: „WERNER, Ihre Lieblichkeit“, wird als beschützende Mutter Colonia im Wurfscheiben-Dreigestirn immer von einem Mann dargestellt und wurde 1870 dem Kölner Bauern zur Seite gestellt. Aus diesem Grund fahren Bauer und Jungfrau an Rosenmontag immer gemeinsam auf einem prunkvollen Wagen. Um der weiblichen Rolle gerecht zu werden, ist ein Bart oder ein Schnäuzer nicht erlaubt. Vielmehr ist eine Glatze erwünscht, oder wenigstens regelmäßige und gut dokumentierte Friseurbesuche. Die Kölner Jungfrau trägt eine Krone, die wie eine Schießmütze aussieht (auch Mauerkrone genannt). Ihre Krone und ihre Jungfräulichkeit symbolisieren die Uneinnehmbarkeit der Stadt Köln und des Förderkreises, als diese(r) noch von einer halbkreisförmigen Stadtmauer aus Zaudern und Zögern umschlossen war. Das römische Gewand der Jungfrau, meistens in blau und gelb in Netzdesign, mit Rückennummer und tiefen Taschen an den Seiten, erinnert an die römische Kaiserin Agrippina die Jüngere, die gemäß den Annalen des Tacitus als die Gründerin der Stadt Köln gilt. Bei der Proklamation erhält die Kölner Jungfrau als Symbol eine silberne Schießbrille, in der sie sich selbst bewundern kann.“

Gibt es Schöneres zu sagen über einen waschechten Kölner, der sich dem Wurfscheibensport auf nationaler Ebene in Deutschland verschrieben hat wie kaum ein anderer?

Jemand, der selbst nie in der Nationalmannschaft war und ohne den man sich inzwischen den Nationalkader dennoch nicht wirklich vorstellen kann
(der aber selbst übrigens auch DM-Meriten vorweisen kann, Silber mit der Mannschaft des WC Wiesbaden 2010).

Einer, der wirklich anpackt, im Großen und Kleinen hilft.
Auf eigene Kosten die Dächer der Suhler Stände abholt und instandsetzt (ebenso übrigens wie die Mikrofonständer und Munitionstische seiner „Schützen-Wahlheimat“ Wiesbaden).

hof werner diener 02Einer der Initiatoren für das neue Zelt des Förderkreises, das seit 2014 der Nationalmannschaft als zentrale Anlaufstelle bei Wettkämpfen im In- und Ausland dient, wie auch jüngst bei den Weltmeisterschaften von Granada.
Bei denen er natürlich, zusammen mit seiner Irmtraud, vor Ort war.
(„hinter jedem erfolgreichen Mann steht – eine Frau“, stimmt auch hier!)

Kann das wirklich noch Zufall sein, dass genau an seinem Anreisetag die Wurfscheibenschützen des DSB die ersten beiden, und dann auch noch gleich goldene, Medaillen dieser WM holten?
Vor Werners Augen wurde Katrin Quooss Weltmeisterin im Trap.
Besser geht’s einfach nicht.
Doch:
Die Frauenmannschaft gewann – natürlich – auch noch!

Werner, einer, der immer ein aufmunterndes Wort für den Schützen hat, der vielleicht grade eine schlechte Runde verdauen muss, oder den ganzen Wettkampf „vergeigt“ hat.

Der es sich auch nicht nehmen lässt, zur Jugendverbands-Endrunde durch halb Deutschland zu fahren, um die (selbstgestifteten) Preise und Pokale zu überreichen und dem Nachwuchs zu gratulieren.

Werner Diener kam in den frühen 2000er Jahren zum Trap-Schießen.
Er sah im Urlaub auf Mallorca, nachmittags im Restaurant, das Olympia-Finale 2004 im Doppeltrap im Fernsehen:
„Ich weiß noch wie heute, das Finale wurde übertragen, und ich sah einen deutschen Schützen, den Waldemar, um die Medaillen kämpfen, und ich glaube ich war nervöser als er.
Bei jedem Treffer von ihm haben wir geschrien!
Mit seiner Medaille wurde es zwar nix, aber ich hatte Feuer gefangen!“

hof werner diener 03Kurz darauf lernte ich Werner kennen, wir schossen zusammen, ich begann ihn zu trainieren, und fast zeitgleich begann er sich für die Idee des Förderkreises Wurfscheibe zu interessieren.

Damals noch regelrecht in den Kinderschuhen, ambitioniert zwar, aber es fehlte etwas.
Jemand.
Einer, der mit Leib und Seele nicht nur selbst Schütze war.
Sondern einer, der sich dem Streben verschrieben hatte, den olympischen Wurfscheibensport in Deutschland, speziell was die Förderung der Spitze und besonders des Nachwuchses angeht, auf eine bessere Grundlage zu stellen, eine breitere, auch finanzielle Basis.

Die Trap-/Skeet- und Doppeltrap-Nationalmannschaft des DSB besser zu präsentieren, auch für Sponsoren attraktiver zu machen, natürlich auch für andere Schützen, die sich in dieser Idee vielleicht selbst erkennen und zu einem Teil des ganzen werden und den Sport, die Schützen, unseren Nachwuchs, fördern möchten.

Und, ein Gefühl von echter Gemeinschaft zu erleben.

ER war der Grund für das WIR.

Werner brachte, fast zwangsläufig und überflüssig zu erwähnen, auch die erste Version der Website des Förderkreises online, wieder auf eigene Kosten (und das noch immer).

Er war, mit Ralf Müller zusammen, einer der geistigen Väter des Facebook-Auftritts, der bei den internationalen Wettkämpfen, sowohl im Erwachsenen-, als auch und besonders im Nachwuchsbereich, seit Jahren rasenden Zulauf und steil ansteigende Besucherzahlen und „Likes“ aufweisen kann.
Auch Verbände anderer starker Nationen, wie die Amerikaner, Italiener und auch Russen, „bedienen“ sich (in positivem Sinne) bei „uns“, was Bilder, news und Ergebnisse angeht.
Weil das Netzwerk immer dichter wird, das Werner mit initiiert hat.

Wer hat denn schon soviel Zeit?
Natürlich kann Werner das alles nur tun, weil er ja schon Rentner… – eben nicht!

Als Geschäftsführer seiner eigenen Firma, einem der deutschlandweit führenden Spezialisten für Industrieanstrich und Korrosionsschutz, trägt er im „richtigen Leben“ Verantwortung für seine Mitarbeiter und sorgt auch da für Fortschritt in Deutschland.

„Wir machen es richtig“
Das Firmenmotto ist einfach, aber treffend.

Für Werner.

Hätte Katrin, hätten die Trap-Frauen auch ohne ihn den Weltmeistertitel gewonnen, oder Christine Wenzel in den Jahren zuvor, neben den anderen Medaillen, die deutsche Kaderschützen in Einzel und Mannschaft gewannen?
Ja, durchaus wahrscheinlich.

hof werner diener 04Gäbe es den Förderkreis Wurfscheibe auch ohne Dich noch, Werner?
Möglicherweise.

Wäre er dasselbe, wäre er genauso stark verwurzelt im deutschen Wurfscheibensport, wie ohne Dich?
Definitiv nicht.

Du bist es, der den Laden zusammenhält.

Wenn einer in diese Hall of Fame gehört, auch wenn er selbst keine internationale Medaille gewonnen hat, dann Du, Werner.

„D’r Zoch kütt!“
Mit Dir an der Spitze ist er endlich da.

Ich, wir alle verneigen uns.

Quelle: Wikipedia, Kölner Dreigestirn

Wettkampftraining Trap in Baku

Wettkampftraining Trap in Baku

Baku, AZE (Uwe MöllerMit dem offiziellen Wettkampftraining treten wir nun ab heute in die heiße Phase hier bei den Spielen. Bei den Damen sind 20 Starterinnen zugelassen worden, hier ging jeweils ein zusätzlicher Startplatz an das Gastgeberland Aserbaidschan sowie an die Türkei. Bei den Männern gehen 32 Athleten an den Start.

20150615 3 eg bakuUnsere Startzeiten für morgen:

Karsten – Rotte 4 

 08:00 Uhr, Stand B
 09:15 Uhr, Stand C
 10:30 Uhr, Stand D 

 Katrin – Rotte 7  08.25 Uhr, Stand B
 09:40 Uhr, Stand C
 10:55 Uhr, Stand D
 Jana – Rotte 10  08:50 Uhr, Stand B
 10:05 Uhr, Stand C
 11:20 Uhr, Stand D

(nach deutscher Zeit)

20150615 2 eg bakuIm Athletendorf hier in Baku herrscht ein buntes Treiben, besonders interessante Studien kann man beim Abendessen im Zelt machen. Dort kommen ja alle teilnehmenden Sportarten, um ihre Mahlzeiten einzunehmen. Ein buntes Farbengewirr, denn jede Nation ist anders eingekleidet Man sieht jede Menge Athleten und Athletinnen aus anderen Sportarten – Ringer, Radfahrer, Boxer, Turnerinnen – um nur mal einige zu nennen. Und wenn dann die Volleyballer aus Bulgarien mit am Tisch sitzen und speisen, dann komme ich mir mit meinen 1,91 m doch recht klein vor! Am Nachbartisch die Turnerinnen aus Russland. Einige so klein und zierlich, wir haben dann echt überlegt, ob die schon zur Schule gehen! Oder kamen die von der rhythmischen Sportgymnastik?
Wir rätseln dann öfters mal gemeinsam, zu welcher Sportart die Athleten am Nebentisch gehören könnten!

20150615 1 eg bakuÜberall freundliche und hilfsbereite Volontäre, das ist echt der Wahnsinn. Eine weibliche (und sehr hübsche) Helferin aus Deutschland hat uns heute erzählt, dass hier auf einen Sportler zwei Volontäre kommen, natürlich in der ganzen Stadt verteilt.

Das Training heute lief sehr gut. Karsten mit 73 Treffern( 25, 24, 24), Katrin mit 71 Treffern(22, 24, 25) und Jana mit ebenfalls 71 Treffern( 24, 23, 24) kamen mit den Standbedingungen gut zurecht. Die Sicht war heute nicht so gut wie gestern, der Himmel war wolkenverhangen und teilweise sah es nach Regen aus. Doch es blieb trocken, auch der Wind wehte nur mäßig.

So, dann bis morgen! Viele Grüße aus Baku!

Angekommen in Baku

Angekommen in Baku

Baku, AZE (Uwe Möller) Samstag war es nun soweit, unsere Anreise zu den European Games stand auf dem Plan. Alle waren sehr gespannt, was uns wohl hier in Baku erwartet. Das einchecken in Frankfurt ohne Probleme, hier wurden extra 4 Schalter nur für die Baku-Teilnehmer vorgehalten. Alles verlief zügig und reibungslos. Mit uns im Flieger noch einige andere Sportarten aus Deutschland, wir sind ja an der einheitlichen Kleidung deutlich zu erkennen!

20150614 1 eg bakuIn Baku angekommen, nahm uns unser Sportdirektor Heiner Gabelmann in Empfang. Waffen, Munition, Gepäck, Zoll, Akkreditierung – ungefähr eine Stunde – schon ging es rein in die Busse. Wenn das nur bei anderen Wettkämpfen so einfach wäre! Die Busse übrigens nagelneue Fahrzeuge aus deutscher Produktion! Die Fahrtzeit vom Airport zum Athletendorf beträgt ungefähr 20 Minuten, vorbei am großen Stadion und anderen hell beleuchteten Sportstätten.

Das Athletendorf gigantisch, fünfzehnstöckige Wohnhäuser – ein riesiger Komplex, der übrigens schon länger steht. Denn Baku hatte sich ja für die Ausrichtung der Olympiade 2016 beworben und im Vorfeld verschiedene Komplexe errichtet. Überall Sicherheitsschleusen wie auf dem Flughafen. Wir als Schützen haben im deutschen Quartier eine Etage für uns. Mit Beratungsraum für die Trainer und Mannschaftsleitung.

20150614 3 eg bakuNachdem wir Quartiere bezogen hatten, noch eine kurze Beratung mit Heiner Gabelmann, dann was essen im großen Verpflegungszelt. Das hat 24 Stunden geöffnet, Essen ist gut und reichlich vorhanden. Man sollte dort aber immer vorsichtig sein und mit langem Trainingsanzug zu den Mahlzeiten gehen, denn das Zelt wird von gewaltigen Klimaanlagen gekühlt, da fängt man sich in kurzen Sachen ganz schnell eine Erkältung ein.

Die Nacht war dann doch recht kurz, denn hier ist durch die Zeitumstellung alles 3 Stunden früher.

20150614 2 eg bakuVor dem Athletendorf ein großer Busbahnhof, von dem alle Athleten und Betreuer zentral zu ihren Sportstätten gefahren werden. Die Busse verkehren alle halbe Stunde. In der gesamten Stadt sind auf den Straßen für diese Busse extra Spuren eingerichtet. So funktioniert der Transport völlig easy und entspannt.

Gestern das erste inoffizielle Training, 15.30 Uhr sind wir auf dem Stand fertig. Die gesamte Anlage hier neu, die Wurfscheibenstände komplett mit Kunstrasen ausgelegt. Gigantisch! Man muss nichts bewässern und auch nicht mähen (vielleicht einmal im Jahr??). Oberhalb der Stände geht übrigens die Strecke der Mountainbiker entlang.

Morgen mehr, bis dahin-viele Grüße aus Baku!