von Wolfgang Lamée | 16.02.15 | News
AlAin, UAE (Uwe Möller) An die geneigten Fans und Leser unserer Förderkreisseite! Wir haben uns heute früh im Team darauf geeinigt, das bei unserem Klimatraining in Al Ain die Hauptpersonen -unsere Sportler – mal aus ihrer Sicht ein paar Infos über das Training, Land und Leute und ihre Eindrücke für Euch zu Papier bringen!
Viele Grüße aus dem sonnigen Al Ain in die kalte Heimat – auch vom Trainerstab „Krämer, Möller, Günther & Buchheim“!
Hier also nun der erste Bericht unseres „TRAP – Teams“!
Resümee der ersten zwei Tage:
| Wetter: |
super, sonnige 30°C |
| Hotel: |
orientalisches Ambiente |
| Schießstand: |
super, optimale Bedingungen |
| Stimmung im Team: |
super |
| Das Team: |
krank – aktuell 2, Tendenz steigend? blaue Schultern – mehrere, Tendenz steigend!
|
Nach üblicher Anreise und freundlichem Empfang kamen wir nach ca. 18 Stunden im empfehlenswerten Hotel an. Wir konnten sogleich unsere Zimmer beziehen und fielen alle buchstäblich sofort ins Bett, denn nur 4 Stunden später fand bereits das Frühstück zur Stärkung des ersten Trainingstages statt. (Nebenbei, das Essen hier ist sehr gut und die Menschen empfangen uns hier sehr herzlich.) Nachdem wir unser Lager auf dem Schießstand bezogen hatten, konnten wir die erste „Doppelrunde“ schießen, denn das Wochenziel ist hoch, aber die Bedingungen optimal. 30˚C und ein leichtes Lüftchen während der Runden schaffen etwas Abkühlung. Das haben auch unsere österreichischen Freunde erkannt. Sie waren bis heute ebenfalls zum Training hier im Land.
Die hohen Umfänge hinterlassen Spuren, die ersten Verschleißerscheinungen sind zu verzeichnen. Der ein oder andere kommt mit der Klimaanlage nicht ganz ins Reine, so dass er sich heute mit Fieber und Gliederschmerzen rumplagen musste. Dennoch sind die Ergebnisse super, auch die Trainer sind zufrieden.
Im Team ist die Stimmung bisher spitze, sodass man sich nach Feierabend am Pool oder beim Sport trifft. Spätestens aber beim Abendessen, denn das ist Klasse! Für die Frauen gab es zum gestrigen Valentinstag sogar Rosen vom Hotel. So kann man die Trainingstage entspannt ausklingen lassen und sich schon auf den nächsten Tag freuen.
Morgen geht es wieder früh raus zum Stand, um Umfänge zu schaffen, die in Deutschland gerade durch die Kälte nicht möglich sind. So schicken wir derweil einen orientalischen Gruß nach Hause und freuen uns schon auf den nächsten Bericht vom Team – Doppeltrap, der in Kürze folgen wird.
Das Trap Team
Jana Beckmann, Christiane Göhring, Paul Pigorsch und Luca Faulstich
von Wolfgang Lamée | 15.02.15 | News
Larnaca, CYP (Karsten Beth) Nachdem wir uns in den ersten beiden Februarwochen in heimischen Gefilden (Frankfurt an der Oder) auf die anstehende Saison vorbereitet haben, ging es am 13.02.2015 für ein Teil der Trainingsgruppe „Sonnenschein“ nach Cypern zum Klimatraining. Ziel dieser Maßnahme ist die Technikvervollkommnung und eine erhöhte Belastung. Bei Temperaturen zwischen 15 und 20 Grad (für mich könnte es wärmer sein) ist dies kein Problem und man merkt den anwesenden Sportlerinnen und Sportlern an, dass der Lustfaktor Schießen wieder einen gehobenen Stellenwert einnimmt.
Till, Binde, Oleg, Katrin, Jonas und Sarah genießen dieses Wetter und es macht Spaß zu trainieren. Als Assistenztrainerin habe ich Frau Bindrich an meiner Seite. Sie kümmert sich ums leibliche Wohl. Soviel Luxus hat nicht jede Nation und die Truppe in Al Ain sicher auch nicht. Am vergangen Wochenende fand hier auf der Anlage noch der Grand Prix Cypern statt und somit mussten wir gestern auf den Stand nach Nikosia reisen, um dort zu trainieren. Aber auch dort war Hochbetrieb. Viele Nationen nutzen ihre spätere Abreise noch für ein weiteres Training. Hinzu kam in Nikosia, dass dort am gleichen Tag ein jagdliches Schießen mit gut 150 Schützen stattfand. Wir haben unser Soll bis dato erreicht und werden die nächsten Tagen intensiv weiter trainieren.
Die Freizeit wird gestaltet zu aller erst mit gutem Essen und am Abend dann Skat spielen (Till lernt es auch endlich – auch wenn er noch etwas Nachholebedarf hat), ein gutes Buch lesen oder einfach nur kultiviert kommunizieren. Viele Freunde haben wir hier bereits getroffen und gestern in gemütlicher Runde mit unseren finnischen Freunden gefachsimpelt.
Morgen ist dann schon Bergfest. Dieses wird natürlich nicht gefeiert sondern als Trainingstag genutzt. Bis dato haben wir noch nichts aus Al Ain gehört. Wir grüßen euch in den Emiraten und alle Flintenschützen zu Hause in Deutschland. Allen eine erfolgreiche Saison und Gut Schuss. Ein großes Dankeschön an das Land Brandenburg mit seinem Olympiastützpunkt sowie dem Deutschen Schützenbund für die großzügige Unterstützung. Auf ein baldiges Wiedersehen !!!
von Wolfgang Lamée | 05.02.15 | News
Köln, GER (fk-wurfscheibe) Letzten Sonntag haben wir einen Bericht der Giessener Allgemeinen über unseren Kaderschützen „Luca Faulstich“ veröffentlicht. Dies wollen wir zum Anlass nehmen, uns noch ein wenig intensiver mit Luca zu beschäftigen. Eine ganz besondere Rolle spielt hier auch sein heutiger Arbeitgeber, die Fa. ROVEMA Verpackungsmaschinen GmbH in Fernwald – dazu aber später mehr.
Lucas erste Schritte bis hin zum Nationalkader
Bereits im Alter von 13 Jahren begann Luca mit dem Wurfscheiben-Schießsport – zunächst mit Sondererlaubnis, da er das vorgegebene Alter noch nicht hatte. Unter den Fittichen seines Vaters erlernte er auf dem Heimstand in Rüddingshausen, quasi vor seiner Haustür, die Basics im Wurfscheiben-Schießen. Später kam er dann in den Landeskader, wo er von Michael Eck betreut und trainiert wurde. Nach seinen ersten großen Erfolgen bei den Deutschen Meisterschaften in München 2012, wo er gleich zwei Silbermedaillen – im Trap und Doppeltrap – holte, wurde er von den Bundestrainern wahrgenommen, was ihm in der kommenden Saison einen Platz im Nationalkader einbrachte. Auf Wettkämpfen und Meisterschaften nun als Deutscher Schütze mit Bundesadler auf der Kleidung aufzutreten, erfüllte ihn mit Stolz und steigerte seine Motivation. Selbstbewusst stellte er sich bei den Deutschen Meisterschaften 2013 (Silber in Trap, Gold in Doppeltrap) und auf der EM in Suhl (18. Platz und bester deutscher Schütze seiner Klasse) seinen Konkurrenten. Das Jahr 2013 war für den inzwischen 19-Jährigen besonders prägend. Nicht nur der Leistungssport forderte seinen vollen Einsatz, sondern auch die Klausuren und die anstehenden Abi-Prüfungen musste Luca stemmen. Er hatte aber schon immer die Begabung, Prioritäten zu setzen und Einsatz zu bringen, wenn er gefordert war. Zum Ausgleich des Lernens spielte er im Fan-Trikot der Giessen 46ers als Center in einer freien Basketballmannschaft. Bis heute ist es dem Juniorenschützen gelungen, immer alles unter einen Hut zu bringen.
Das Schießen ist Lucas Passion. Dennoch sind ihm seine Freunde, der Basketball und vor allem seine Ausbildung und seine berufliche Entwicklung sehr wichtig. Im August letzten Jahres hat er eine Ausbildung zum Industriemechaniker bei der Firma ROVEMA GmbH begonnen. Er hat das Glück, dass sein Ausbildungsbetrieb seinen Leistungssport unterstützt und ihn zu allen Maßnahmen freistellt (wie z.B. Ranglisten-Wettkämpfe, Internationale Junioren Wettkämpfe in Deutschland, Italien und Finnland, sowie zu den Europa- und Weltmeisterschaft etc.). Wie für viele Ausbildungsbetriebe sind auch für ROVEMA Sozialkompetenz und Eigenschaften wir Ehrgeiz und Disziplin genauso wichtig für die Entwicklung junger Menschen, wie das Erreichen der fachlichen Qualifikation. Einen guten Ausbildungsabschluss zu erzielen ist zunächst Lucas Ziel. Aber er kann sich sehr gut vorstellen, danach ein duales Studium im Unternehmen ROVEMA anzuschließen.

Dank ROVEMA kann Luca seine Ausbildung absolvieren und trotzdem seinem Leistungssport und seiner Leidenschaft dem Trap-Schießen nachgehen.
Der Förderkreis Wurfscheibe möchte sich diesem Dank anschließen und begrüßt diese Art von Leistungssportförderung von Privat- und Wirtschaftsunternehmen in besonderer Weise, denn es gibt nicht viele Arbeitgeber die Abseits von staatlichen Institutionen (Bundeswehr, Bundes- und Landespolizei usw.) unsere Leistungssportler in so einem Maße fördern, wie es die Firma ROMEVA Verpackungsmaschinen GmbH Luca Faulstich ermöglicht.
von Wolfgang Lamée | 02.02.15 | News
Meiningen, GER (Uwe Möller) Am letzten Freitag fand in Meiningen am Bildungszentrum der Thüringer Polizei der Festakt anlässlich der Beendigung der Laufbahnausbildung im mittleren Polizeivollzugsdienst Sportfördergruppe Sommer 8 statt. Und unter den Absolventen unsere „Chrissi“ Christiane Göhring. Überglücklich nahm sie ihr Abschlusszeugnis in Empfang, und es war nicht das schlechteste! Dann erfolgte die feierliche Ernennung zum Polizeimeister der Thüringer Polizei.
Seit über 10 Jahren bietet die Thüringer Polizei diesen Weg an, bei dem man dual neben seiner leistungssportlichen Karriere eine Ausbildung für den Polizeidienst absolvieren kann. Im Sommerhalbjahr „volle Pulle“ Leistungssport, im Winterhalbjahr (also außerhalb der Saison) dann Ausbildung am Bildungszentrum in Meiningen, die ganze Sache wird über 4 Jahre gestreckt. Ein erfolgreicher Eignungstest und eine gute körperliche und gesundheitliche Verfassung sind Grundlagen für eine Aufnahme in die Polizeisportfördergruppe.
Eine gute Kombination, man kann seinen Sport unter professionellen Bedingungen ausüben und parallel dazu eine Ausbildung machen, die einem nach Beendigung der leistungssportlichen Karriere ein soziale Absicherung bietet. Und noch mehr bietet dieser Weg-man bleibt auch nach Ausbildungsabschluss Mitglied der Polizeisportfördergruppe, wenn man als Bundeskader weiter ansprechende Leistungen anbietet. Inzwischen haben weitere Bundesländer Polizeisportfördergruppen für Leistungssportler installiert.
Nun ist nicht jeder ein geborener Polizist oder möchte einer werden. Aber diese Kombination von Sport und Ausbildung ist für interessierte Sportler eine gute Option. Informationen dazu erfahrt ihr über die Laufbahnberatung an den jeweiligen Olympiastützpunkten.
Chrissi hat ihre Ausbildung beendet – dazu meinen herzlichsten Glückwunsch. Zielstrebig hat sie in den vergangenen 4 Jahren auf diesen Tag hingearbeitet, manchmal war es sicher nicht leicht für sie (aber auch nicht für den Trainer!!), aber sie hat gekämpft! Nun kann sie ihren Focus auf die kommende Trainings- und Wettkampfsaison richten, und ich weiß, sie kämpft hier genauso! Chrissi, viel Erfolg für 2015 – hau rein!
Übrigens hat sie eine Abschlussrede anlässlich des Festaktes gehalten, genial und lustig! Da war ich schon ein bisschen stolz!
von Wolfgang Lamée | 01.02.15 | News
Gießen, GER (Christoph Sommerfeld) Nach einem fulminaten Jahr steht der Rüddingshausener Trap-Schütze Luca Faulstich im B-Kader des deutschen Schützenbundes. Damit ist zunächst einmal garantiert, dass der 20-jährige Rabenauer weiterhin Leistungssport auf hohem Niveau betreiben kann.
Luca Faulstich hat seine Krieghoff-Flinte im Anschlag, die Wange gegen den Schaft gepresst. Mit einem kurzen »Ha« löst er die Wurfmaschine aus, die die Tontaube in die Luft schleudert. Bevor sie auf dem Boden landet, muss sie der 20-Jährige mit seiner Schrotladung getroffen haben. Und darin ist er einfach gut. Bei 119 Scheiben von 125 liegt momentan die Bestleistung des Rüddingshauseners, der nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2014 im B-Kader der Männer des Deutschen Schützenbundes (DSB) steht.
Damit ist zunächst einmal garantiert, dass Faulstich weiterhin Leistungssport auf hohem Niveau betreiben kann. »Für die Mitglieder im B-Kader sind die Kosten für sämtliche Trainingsmaßnahmen und Wettkämpfe in der Förderung enthalten. Außerdem gibt es mehr Munition«, erklärt er. Die DSB-Unterstützung im B2-Kader wäre um mehr als 50 Prozent geringer gewesen.
Nach seinem fulminanten letzten Jahr in der Altersklasse der Junioren muss sich der Rabenauer aber mit dem Notfallplan zunächst nicht beschäftigen. In seiner Disziplin Trap schaffte er die Qualifikation zur Europa- und Weltmeisterschaft und heimste bei Internationalen Junioren-Wettkämpfen (IWK), Ranglisten sowie Verbandsrunden eine Topplatzierung nach der anderen ein. Besonders stolz sein kann er dabei auf den IWK-Triumph in Finnland und das Ergebnis des Männer-Weltcups in München, zu dem ihn Bundestrainer Uwe Möller nominierte. In der Landeshauptstadt war die Zeit reif für 119 Scheiben. Nur sechs Scheiben landeten also unbeschadet am Boden. Nach dem Wettkampf erhielt Faulstich sein neues Sportgerät aus dem Hause Krieghoff. Es ist »der Mercedes unter den Flinten«, wie er sagt. Die Waffe hat einen Wert von etwa 13 000 Euro, wobei es neue Flinten schon für die Hälfte des Geldes gibt.
Obwohl es für den Rüddingshausener und seine Mitstreiter hauptsächlich um Präzision geht, ist man andauernd unterwegs. Nach jedem Schuss wechseln die Schützen zum nächsten von insgesamt fünf Schießständen und jagen eine weitere Schrotladung in Richtung Tontaube. Nachdem jeder Teilnehmer 25 Scheiben beschossen hat (je fünf pro Stand), ist eine Serie beendet. Internationale Wettkämpfe sehen bei den Männern wiederum fünf Serien vor, sodass eine maximale Trefferzahl von 125 Scheiben möglich ist.
Das Gen für Schrot und Flinte hat er von Vater und Onkel. Überhaupt kann man bei den Faulstichs von einer Schützenfamilie reden. Cousin Sören genoss ebenfalls Nationalkaderstatus. 800 Meter von Luca Faulstichs zu Hause in Rüddingshausen befindet sich der Schießstand des heimischen KKSV. Hier kann er trainieren, wann immer er will. Ansonsten verbringt der 20-Jährige viel Zeit im Leistungszentrum des DSB in Wiesbaden. Sein Trainer ist Michael Eck. Über ihn sagt der B-Kaderschütze: »Er hat mich immer angemessen betreut und mir ein gutes Trainingsprogramm zusammengestellt. Auch auf der persönlichen Ebene komme ich mit ihm sehr gut klar. So bin ich dabei geblieben und habe auch den Spaß nicht verloren.«
»Ich bleibe«
Auch mit seinem Beruf lässt sich die Tontauben-Passion exzellent vereinbaren. »Ich habe von Anfang an das Gespräch gesucht, und mein Ausbildungsbetrieb hat mir da keine Steine in den Weg gelegt. Im Gegenteil«, erklärt der angehende Industriemechaniker, der für alle Wettkämpfe vom Arbeitgeber freigestellt wird. Dafür ziert das Unternehmenslogo die Sportkleidung von Faulstich.
Als weiteren Schritt auf dem Weg nach oben könnte ein Vereinswechsel infrage kommen. Doch davon scheint der Rabenauer, der als Ausgleich gerne Basketball spielt, weit entfernt zu sein. »Natürlich denkt man da mal drüber nach. Der Vorteil in Wiesbaden wäre, dass es noch leistungsorientierter zugeht. Zudem hätte ich auch bessere Chancen auf Mannschaftsmedaillen«, so Faulstich. »Aber das ist für mich kein Thema. Mein Vater ist Vorsitzender des KKSV Rüddingshausen, meine Mutter Schriftführerin. Ich bleibe.«
Quelle: Giessener-Allgemeine.de
Fotos: fk-wurfscheibe.de