von Wolfgang Lamée | 23.05.14 | News
Almaty, KAZ (Uwe Möller) Die Bedingungen heute exzellent, warmes Wetter und fast kein Wind! So waren gute und hohe Ergebnisse vorprogrammiert. 52 Frauen gingen an den Start, und eine davon war unsere Sonja Scheibl. Die Startserie – 23 Treffer. In der zweiten Runde dann ein sehr guter Beginn, aber nach 5 Scheiben begann der Motor plötzlich zu stottern. Fehler bei der Annahme (mal zu langsam, dann zu schnell) kosteten 4 Fehler unter den ersten 10 Scheiben. Danach lief es wieder richtig rund, am Schluss stand eine 21 zu Buche. Die letzte Runde dann wie aus dem Lehrbuch, 24-mal Treffer 1 und nur einmal zum Korrigieren den zweiten Schuss benötigt, das war Klasse!
Sonjas Nachbarschützin in der Rotte war die Italienerin Rossi, die ebenfalls in der letzten Runde“ voll“ schoss, in der Endabrechnung aber eine Scheibe mehr hatte. Und genau diese Scheibe fehlte Sonja in der Ergebnissumme, um ins Shot Off für den letzten Finalplatz zu kommen. Inzwischen haben sich die Leistungen bei den Frauen international so eingepegelt, dass für eine Chance auf Finalteilnahme mindestens 70 Scheiben getroffen werden müssen! Dafür sind aber 3 gleichmäßig hohe Serien notwendig!
69 Treffer sind jetzt zu Beginn der internationalen Saison trotzdem nicht schlecht, insgesamt ein 8. Platz die vorzeitige Nominierung für die EM und ein Platz im Top Team Rio! Glückwunsch, Sonja. So kommt zu dem weinenden wenigstens noch ein lachendes Auge dazu. Siegerin wurde die Slowakin Stefecekova, Silber ging an die Russin Barsuk, Bronze an die Spanierin Galvez. Ein Trend scheint sich bei den letzten großen internationalen Wettkämpfen durchzusetzen: Die Sportlerin mit dem höchsten Vorkampfergebnis (hier die Französin Cormenier mit 73 Scheiben) geht bei der Medaillenvergabe leer aus, ähnlich ist es im Männernbereich.
Paul Pigorsch bei den Männern begann mit einer starken 25er Runde, seine zweite Serie schloss er mit 23 Treffern ab. Auch hier beide Fehler in der Startphase der Serie. Konsequente Umsetzung der sportlichen Technik, saubere und konzentrierte Arbeitsweise bei jeder Scheibe und ein gesundes Erregungsniveau- hier gibt es auch bei Paul noch Reserven, die in der Endabrechnung ein höheres Ergebnis bringen. Morgen nochmal 3 Serien bei den Männern, mit seinen 48 Treffern heute liegt er noch auf Schlagdistanz. Hoch sind 50 Scheiben, dann 9 mal 49 Treffer und 7 mal 48 Treffer.
Am morgigen Samstag also nun der letzte Wettkampftag hier in Almaty, am Sonntag sehr früh geht’s zurück in die Heimat. Übrigens gibt es hier auf der wunderschönen Schießanlage auch einen Stand mit allerlei Andenken, Klamotten, Schuhen und Klimbim. Und gegerbten Fellen von Wölfen und Bären ! Bei uns streng geschützt, hier jagdbares Wild! So ein Fell macht sicher was her, aber lebendig in der freien Natur sind mir diese Tiere lieber!
von Wolfgang Lamée | 23.05.14 | News
München (muenchen.tv) Bayerns beste Wurfscheibenschützen Julia Eisenrieder und Michael Goldbrunner bereiten sich auf den Heimweltcup in München vor. Vom 4. bis zum 13. Juni wird auf der Olympia-Schießanlage in Garching-Hochbrück der bisher größte Weltcup mit 590 Teilnehmern ausgetragen.
Daniel Stock hat die bayerischen Schützen beim Training auf der Olympiaschießanlage in Hochbrück besucht.
von Wolfgang Lamée | 22.05.14 | News
Almaty, KAZ (Uwe Möller) Als wir heute früh aus dem Hotel kamen-strahlend blauer Himmel, aber keine 10 Grad Außentemperatur! Dafür haben wir euch heute in Deutschland beneidet, denn da brennt ja wohl gerade der Planet! Zusätzlich hatten wir dann draußen auf dem Stand den ganzen Tag tüchtig Sturm. Der Wind blies von der linken Seite, die Scheiben flogen dementsprechend. Bei manchen Linksscheiben kam man mit dem Lauf überhaupt nicht an die Scheibe ran, weil der Wind gegen die Bewegungsrichtung der Flinte drückte. Noch schlimmer bei den Rechtsscheiben. Waren diese auch noch flach, dann entwickelten sie sich ganz schnell zu „Rasenmähern“. Alle hatten mit diesen widrigen Bedingungen zu kämpfen, auch Sonja und Paul.
Trotzdem steigerten sich beide von Serie zu Serie, besonders Sonja. Wer am flexibelsten auf diese widrigen Umstände reagiert, hat die Nase vorn! Morgen soll das Wetter besser werden, wieder wärmer und der Wind auch nicht mehr so stark. Wir sind gespannt! Paul hat seine erste Serie um 09.30 Uhr, Sonja greift um 11.30 Uhr in das Geschehen ein. Mit Sonja heute in der Rotte beim Training die Kanadierin Susan Nattrass. Die Ikone im Trap-Schießen der Frauen schlechthin! Sie startet seit 1969 bei internationalen Wettkämpfen, war bereits 7 (in Worten: sieben!!!) mal Weltmeisterin und hat an 6 Olympischen Spielen teilgenommen. Eine sehr sympathische, immer gut aufgelegte Frau, sicher jetzt schon etwas in die Jahre gekommen.Bei Frauen soll man ja sehr vorsichtig sein mit Zahlen, die das Alter betreffen. Deswegen halte ich mich da auch dezent zurück, nur so viel: In Deutschland würde sie jetzt schon ein Jahr Rente bekommen! Und immer noch präsent auf Weltcups und Weltmeisterschaften. Man kann diesen schönen Sport wirklich sehr lange und auch erfolgreich betreiben.
Aufkommenden Gedanken, selbst noch mal an zu fangen, weil ich wesentlich jünger bin – die habe ich dann aber doch ganz schnell wieder ad acta gelegt!
Übrigens noch ein Nachtrag von den bisher stattgefundenen Finals: Seit neustem ist unter der Finaltafel eine große Digitaluhr installiert, die genau die Zeit für jeden Finalisten rückwärts runterzählt, die er laut ISSF-Reglement vom Schuss seines Vorschützen bis zu seinem Abruf hat. Dadurch geht das ganze Finale recht zügig, denn Sportler, die sich sonst immer zu lange auf ihre Scheibe vorbereiten, werden plötzlich doch recht flott! Sonst gibt es nämlich eine Verwarnung bzw. Scheibenabzug.
von Wolfgang Lamée | 22.05.14 | News
Almaty, KAZ (Uwe Möller) 47 Schützen (42 WC-Wertung, 5 MQS) gingen heute früh ab 09.00 Uhr beim Doppeltrap-Wettkampf an den Start. Eigentlich alles, was in dieser sehr speziellen Disziplin Rang und Namen hat. Insgesamt ein sehr spannender Wettkampf, obwohl die Ergebnisse nicht so hoch wie erwartet waren.
Unser Goldi bot eine sehr gute Leistung, die fast für das Finale gereicht hätte. Er begann auf dem schweren Stand 1 mit einer sehr respektablen 28er Runde. Danach auf Stand 3 nur 25, aber trotz dieses kleinen Absturzes ließ er sich nicht aus seinem Konzept bringen. Eine 27 folgte dann auf Stand 2, anschließend nochmal 28 auf dem ersten Stand. Nach einem Blick aufs Tableau war klar: Letze Runde mindestens 29, dann war das Finale in greifbarer Nähe. Denn alle anderen hatten auch eine schlechte Serie dabei, deshalb wurde die ganze Sache noch mal recht spannend. Goldi ging die Sache hochkonzentriert an, bis zur vorletzten Doublette nur einen Fehler. Dann ging er in den Anschlag, musste aber nochmal absetzen, weil plötzlich eine Fliege auf seinem Brillenglas parkte. Nach dem Neuaufbau seines Anschlags dann beim Abruf nicht konzentriert genug – und weg war sie – die erste Scheibe der Doublette. In der Endabrechnung fehlte ein Treffer für das Shotoff um den Einzug ins Finale. Sicher müßig, jetzt darüber zu sinnieren, ob es nun diese Scheibe war, die fehlte, oder eine von den anderen 13, die „ungerupft“ in der kasachischen Steppe landeten.
Trotzdem ein großes Kompliment an Goldi, der mit 136 Scheiben den 7.Platz belegte. Eine gute Leistung am Beginn der Saison, und das beim Weltcup – das macht Appetit auf mehr! Gleichzeitig die vorzeitige Qualifikation für die EM in Ungarn und Aufnahme ins Top Team Rio. Bei Facebook würde ich jetzt den “Gefällt mir“ – Button drücken! Sieger wurde der Italiener Di Spigno, Silber ging an den Amerikaner Richmond und Bronze an Mosin aus Russland.
Unsere zwei Trap-Schützen Sonja Scheibl und Paul Pigorsch sind letzte Nacht auch ohne größere Probleme hier angereist, nun ist das Team komplett. Heute drehten sie schon zwei Runden inoffizielles Training, speziell bei Paul ganz ordentlich, die zweite Runde „voll“, 25 Treffer mit dem ersten Schuss. Da geht das Trainerherz auf! Morgen dann das offizielle Wettkampftraining für die Trapschützen.
von Wolfgang Lamée | 20.05.14 | News
Almaty, KAZ (Uwe Möller) Heute mal ein etwas entspannter Tag. Wettkampftraining Doppeltrap, mit 47 Startern doch ganz überschaubar. Erste Runde von Goldi war um 09.34 Uhr, letzte Runde dann um 13.42 Uhr. Der Zeitplan liest sich etwas ungewöhnlich, da pro Runde mit exakt 17 Minuten geplant wird.
Frühs war es erst recht frisch, ein paar Tropfen kamen auch vom Himmel, dann rissen die Wolken auf, die Sonne zeigte sich auch wieder öfters, aber der Wind nahm stark zu. Am Ende schon einzelne Sturmböen, vermischt mit Sand und Staub. Das war schon nicht einfach hier beim Training. Goldi hat sich dann von Runde zu Runde gesteigert und hat für morgen ein gutes Gefühl. Drückt ihm alle die Daumen, damit er seine aktuelle (gute) Form dann auch im Wettkampf rüber bringt! Unsere zwei Skeeter Frank und Ralf sind wieder gut in Deutschland angekommen.
Die Kamelmama und ihr Junges (…oder sind es doch Dromedare gewesen – nur ein Höcker??) sind gestern auch „abgereist“, da Scheich Al Maktum seinen Wettkampf beendet hat und zurück in die Heimat ist. Nun wird keine frische Kamelmilch mehr für den Tee benötigt. Die Gastfreundschaft in seiner Jurte war jedenfalls überwältigend!
von Wolfgang Lamée | 20.05.14 | News
Wiesbaden (Karsten Beth) Was kann schöner sein als den Schülern, Jugendlichen und Junioren weiblich wie auch männlich bei ihrem Hobby dem Flintenschiessen in den Wettbewerben Trap und Skeet zu zuschauen. So wie am letzten Wochenende bei der ersten Jugendverbandsrunde auf der Anlage des Wurftauben Club Wiesbaden e.V.. 25 Skeet- und 35 Trapschützen kamen nach Wiesbaden, um im fairen Wettstreit in den einzelnen Klassen die Wurfscheiben vom Himmel zu holen. In diesem Jahr zum ersten Mal in den Klassen Jugend und Schüler. Ein toller Klassengewinn für unsere Disziplin dem Flintenschiessen. Schützen aus Bayern, Württemberg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Niedersachsen, Norddeutschland, Nordwest, Brandenburg und Thüringen nahmen an der Jugendverbandsrunde teil.
In der Schülerklasse waren drei Teilnehmer vertreten und es gab recht ansprechende Ergebnisse. Die Klasse schießt nur auf Geradescheiben mit einem Schuss und es fiel die erste 24 durch den Brandenburger Jonas Bindrich. Insgesamt mussten alle ihren Wettkampf über sechs Runden bestreiten. Die erste Runde eine Technikrunde, heißt beim Skeet von jedem Stand zwei abfliegende und eine ankommende Scheibe und im Trapwettbewerb eine 25 er Serie auf Geradeausscheiben bevor alle den regulären Wettkampf 5 x 25 Scheiben in ihren Disziplinen beginnen konnten. Insgesamt konnten die Trainer mit den Leistungen zufrieden sein, aber es gibt noch viele kleine Baustellen, um das Leistungsniveau weiter zu steigern. (siehe unter „Ergebnisse“).
Ein großes Dankeschön an den ausrichtenden Verein, welcher es verstanden hat die Anlage in einem sehr guten Zustand zu präsentieren. Ein gelungenes Wochenende, wenn auch mit einem kleinen Wehmutstropfen – die Auslagerung der DM Skeet nach Suhl. Eine olympische Disziplin wird von einer Gesamtdeutschen Meisterschaft einfach und aus nicht nachvollziehbaren Gründen verlegt. Die einhellige Meinung und Tenor der Teilnehmer war es dann, doch auch die Trap und Doppeltrapwettbewerbe nach Suhl zu geben. Vielleicht finden wir ja Gehör!???
In der kommenden Woche treffen sich dann die Juniorinnen und Junioren zum ISSF Weltcup in Suhl. Viel Erfolg.