von Wolfgang Lamée | 18.02.19 | News
Larnaka, CYP – Am 11.2.2019 ging es für einen Teil der Mannschaft nach Zypern. In Vorbereitung auf die neue Saison sollten hier, so wie vorher in Al Ain/UAE und auch in Bidnja/MLT hohe Umfänge geschossen werden. Gleichzeitig sollten wir an dem Grand Prix in Larnaka teilnehmen. – Die Anreise war unbeschwerlich und nachdem wir aus dem Flieger stiegen, freuten wir uns über sonnige 18° Celsius. Leider konnte Betty, als Einzige von uns ihre Waffe, nach Ankunft in Nikosia nicht in Empfang nehmen. Diese steckte noch in München fest. Erst am Dienstagabend konnte sie ihr Sportgerät am Flughafen abholen. Demzufolge musste sie den ersten Trainingstag in Larnaka ausfallen lassen.
Schon nach unserer Ankunft dort dachte man, dass es hier mehr Russen, als Einwohner auf Zypern gibt. Der Grand Prix ist mit fast 300 Teilnehmern hochkarätig besetzt, davon alleine über 67 Teilnehmer aus Russland. Es entstanden lange Wartezeiten auf den Ständen. Der Wind fegte und brachte dadurch eine klirrende Kälte. Aufgrund der langen Wartezeiten überließen wir den Russen das Feld, aber nur für den nächsten Trainingstag… 😉 und trainierten somit am Mittwoch in Nikosia. Dort konnten wir in Ruhe unsere Umfänge erfüllen. Ein Teil trainierte in den darauffolgenden Tagen weiter in Nikosia und der andere Teil in Larnaca.
Am Freitag meinte es der griechische Wettergott Zeus nicht gut mit uns. Denn es hieß Wasser marsch! Es schüttete, wie aus Eimern! Pfützen überall und 10° Celsius! Man konnte meinen, man befinde sich auf einer Seenplatte – denn Abwasserkanäle gibt es hier nicht! Das Pre-Event Training fiel nach der ersten Runde buchstäblich ins Wasser, denn sämtliche Stände wurden gesperrt!
Heute hatten bereits die Männer ihren ersten Wettkampftag. – Es hieß also Daumen drücken!
Die Frauen steigen erst am Montag zum Mixed-Team in den Wettkampf ein.
Am Dienstag reiste übrigens unsere Physiotherapeutin Dorit an.
Wir möchten an dieser Stelle besonders hervorheben, dass sie eigentlich im Urlaub hier ist! Trotzdem tut sie ihr Bestes, um uns zu helfen und wir sind ihr sehr dankbar, dass sie ihre wertvolle Zeit für uns opfert! An dieser Stelle: VIELEN DANK DORIT!!!
Das war’s von den Trappern… bis bald! – Marie, Chrissi, Betty, Oli, Paul und Andy.
Nachtrag der Redaktion…
Der GrandPrix der Männer TRAP endete gestern, unser Andy LÖW (119-39) belegte Platz 2 und musste sich nur dem Russen Alexey ALIPOV (120-44) geschlagen geben. Paul PIGORSCH (116) belegte Platz 14, Oliver SCHULZ und Oliver HOFFMANN die Plätze 77 und 100.
Heute der Mixed-Team Wettkampf:
Germany 2 (Pigorsch/Valdorf) mit 129 auf Platz 8 und Germany 1 (Löw/Göhring) mit 128 auf Platz 11.
von Wolfgang Lamée | 04.08.18 | News
Lebersdorf, AUT – Gestern der zweite Wettkampftag Trap Herren / Damen hier in Leobersdorf. Wir lagen nach dem ersten Wettkampftag gut im Rennen und der zweite Tag sollte nun den Erfolgt bringen.
Alle kämpften Andy Löw, Paul Pigorsch und Stefan Veit sowie die Damen Katrin Quooß, Sarah Bindrich und Sonja Scheibl um jede ‚einzelne‘ Scheibe. Mangelnde Motivation, fehlender Wille oder sogar fehlende Einstellung kann unserem Trap Team hier in Niederösterreich zur Europameisterschaft wirklich nicht vorgeworfen werden.
Das Leistungsniveau bei den Männern lag so emens hoch, das insgesamt 9 Schützen mit 121 Scheiben ins „shoot off“ für zwei Finalplätze mussten! – Leider fehlte Andy und Paul die entscheidende „Eine“ dazu. Die beiden beendeten den Wettkampf mit jeweils 120 Scheiben (Internationale Jahresbestleistungen) und Stefan mit 114, nach dem Weltcup in Tucson ist er in aufsteigender und festigender Form.
Auch für die Qualifikation zum Team-Finale fehlte unseren Trap Herren leider wieder diese besagte „Eine“ Scheibe – sie belegten am Ende Platz 10.
Bei den Damen waren 117 Scheiben notwendig um in den Einzug für das Finale im „shoot off“ mitkämpfen zu können. Sonja verpasste knapp mit 115 Scheiben, Katrin mit 114 Scheiben und Sarah mit 113 Scheiben.
Heute fallen die Entscheidungen bei den Trap-Team-Finale der Junioren, die jeweils besten 8 Teams entscheiden im K.O.-System die Platzierungen – so freuen wir uns auf einen ereignisreichen Wettkampftag mit unseren Juniorinnen, Junioren und Damen!
Alles in allem hat es diesmal nicht für die Einzelfinale gereicht und die Schützen gehen mit gemischten gefühlen vom Stand, dennoch ein insgesamt starkes auftreten mit sehr guten Teamleistungen sowie fünfmal die Erfüllung der geforderten WM-Norm! Wir konnten unser Leistungsniveau steigern und befinden uns auf einen guten Weg für den Saisonhöhepunkt, der Weltmeisterschaft in Changwon / KOR im September!
Europameister wurde übrigens Macek Bostjan aus Slowenien „124/46“ und Europameisterin Melanie Couzy aus Frankreich „119/41“.
Userem Skeet-Team wünschen wir eine gute und stau freie Anreise, hier aus dem subtropischen Leobersdorf.
von Veit / Pigorsch | 19.07.18 | News
Tucson, USA – Mit dem heutige Tag fand nach dem Wettkampf der Trap Männer auch der Wettkampf in der neuen Disziplin Mixed Team ein Ende. Ein Ende, das für uns als Schützen leider mehr Fragen als Antworten aufwirft. Ein Ende, das uns zahlreiche Aufgaben mit auf dem Weg gegeben hat, aber auch ein Ende, das einigen von uns letztendlich auch zu mehr Erfahrung im zukünftigem Umgang mit den hier vorherrschenden Bedingungen geben konnte. Aber alles nach der Reihe…

Am gestrigen Dienstag konnte Paul Pigorsch seine für die hier vorherrschenden Bedingungen gut erkämpften 44 Treffer mit einer 23er Runde aufwerten. Nach der Runde kam es jedoch plötzlich zu Hektik unter dem Trainer-Team. Auf der Ergebnisliste wurde Paul lediglich mit einer 22er Runde geführt. Nach Rücksprache mit der Jury waren auf der Ergebnisliste tatsächlich 3 Fehler vermerkt. Da das Protokoll von Paul nicht unterzeichnet worden war, war hier leider nichts mehr zu machen und die eigentlich getroffene Scheibe fehlte letztendlich im Endresultat.
Andy Löw konnte sein Ergebnis in der insgesamt vierten Runde mit einer guten 25er Runde nochmals stark aufbessern. Dabei war es unter den insgesamt 60 Startern eine von nur 10 „Vollen“. Eine weitere Tatsache, welche die extremen Bedingungen hier wieder spiegelt.
Letztendlich konnten das Team der Männer mit Platz 15 und Platz 17 für Andy und Paul sowie Platz 51 für Stefan Veit den Einzelwettbewerb abschließen. Ein Wettbewerb, bei dem 114 Scheiben für den Finaleingang reichten. Ein Resultat, das es so in den Geschichtsbüchern der ISSF wohl kein zweites Mal gibt.
Hoffnungsvoll ging es mit den aufstrebenden Ergebnissen von Andy und Paul heute mit den zwei Deutschen Teams in den Mixed-Team Wettkampf. An den Start gingen die aus den letzten Wettkämpfen alt bewährten Teams GER 1 – Löw / Quooß und GER 2 – Pigorsch / Scheibl.
Nach einer ernüchternden Startrunde des ersten Teams mit insgesamt 36 getroffenen Scheiben konnte sich Team 2 mit 41 Scheiben auf Platz 8 eine gute Startposition für die weiteren Serien verschaffen. Diese Situation drehte sich jedoch mit den folgenden Runden vollständig.
Paul und Sonja konnten ihr Leistungsvermögen nach insgesamt 7 Tagen in Folge auf der Anlage nicht mehr auf die Platte bringen. Zuviel hatten die täglichen Höchsttemperaturen von ca. 35 – 40 °C an der Kondition gezehrt. Zuviel hatten die harten Bedingungen, die absolute Konzentration auf die Annahme der Scheibe, die absolute Konzentration auf das halten der eigenen Geschwindigkeit gezehrt. Letztendlich führte diese Umstände mit insgesamt 113 Treffern zum 23. Platz für Team GER 2.
Kathrin und Andy konnten in der 2. Runde ihre volle Klasse nochmals unter Beweis stellen. Mit 49 getroffenen Scheiben konnten Sie sich auf den 8. Platz vorkämpfen und hielten somit die Spannung für den letzten Durchgang nochmals hoch. Leider holten die bekannten Probleme jedoch auch dieses Team im letzten Durchgang ein, was mit 124 Treffern zu Platz 14 führte.
Der Abschluss dieses Wettkampfes wirft wie bereits Einleitend besonders für uns Schützten viele Fragen auf. Fragen, die letztendlich zu Aufgaben werden und welche wir im Rahmen der anstehenden UWV-Maßnahme in Suhl mit viel Engagement und Ehrgeiz angehen werden. Es heißt nun unter den heimischen, bekannten Bedingungen und zusammen mit den vertrauten Heimtrainern wieder neues Selbstvertrauen zu fassen und sich fit machen für den nächsten Höhepunkt. Dieser steht bereits in ca. 10 Tagen mit der Europameisterschaft bei unseren Nachbarn in Österreich bevor. – Bis dahin…

von Wolfgang Lamée | 25.04.18 | News
Changwon, KOR – Nach dem heutigen Mixed Team Event ist der WC hier auf dem WM Stand in Changwon für uns nun schon wieder Geschichte. In den letzten Tagen haben die Sportler die Tagesberichte geschrieben, ich sitze nun hier auf dem Hotelzimmer und schreibe ein abschließendes Fazit.
Sonja und Paul schrammten heute mit 140 Treffern um eine Scheibe am Shoot Off um den Finaleinzug vorbei, sie belegten einen guten 9. Platz. Es gelang nicht, in der letzten Serie den Sack zu zu machen. Sonja agierte zu vorsichtig, Paul verfehlte zwei Scheiben durch zu schnelle Annahme an der Deckung.
Team GER 1 mit Andy und Katrin hatten heute keinen guten Tag, besonders Katrin ließ zu viele Scheiben fliegen. Trotzdem im Teamwettbewerb eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem WC in Mexiko.
Beim Wettkampf der Damen konnte Katrin mit Platz 8 überzeugen, auch wenn es bis zum Finale noch ein Stück Weg ist. Mit der letzten Serie hatte sie sich aus dem möglichen Endkampf katapultiert, sie war einfach bei den ersten 10 Scheiben zu vorsichtig, zu verhalten – sie war zu sehr im Überlebensmodus, statt auf den Angriffsmodus umzuschalten. Mit Platz 8 und 116 getroffenen Scheiben hat sie trotzdem die Kriterien für die Aufnahme in das Top Team Tokio erfüllt, außerdem hat sie den internationalen Nachweis für eine vorzeitige EM-Qualifikation erbracht. Dazu nochmal herzlichen Glückwunsch!
Bei Sonja lief es am ersten Wettkampftag überhaupt nicht, sie wurde bei Fehler oder Treffer zwei sofort unsicher, versuchte gegenzusteuern- konnte aber das richtige Maß nicht finden. Sie versuchte es dann sinnbildlich mit dem Schraubenschlüssel, obwohl es nur mit einem kleinen Schraubenzieher geht- so fein ist die Bandbreite bei Korrekturen! Am zweiten Tag dann bei ihr eine deutliche Verbesserung und ein ganz anderes Schießen!
Sarah kam bei ihrem ersten großen Einsatz im Frauenbereich mit den Bedingungen nicht zurecht, die Wettkampferregung war während des gesamten Turniers deutlich zu spüren. Bei ihr kam noch erschwerend der Jetlag dazu, mit dem sie Probleme hatte. Trotzdem hat sie gekämpft und versucht, ihre Technik im Wettkampf umzusetzen. Für sie galt es in erster Linie hier Erfahrungen zu sammeln, das ging sicher allen Schützen so bei ihren ersten großen Turnieren. Geben wir ihr genügend Zeit, dann wird sie sich auch im Damenbereich gut entwickeln.
Bei den Männern gingen Andy Löw, Paul Pigorsch und Philipp Seidel an den Start.
Andy lag nach dem ersten Tag gut im Rennen, eine 22 als erste Serie des zweiten Tages aber ließ alle Finalhoffnungen in weite Ferne rücken. Mit 24 in der zweiten Runde kämpfte er sich zurück. Eine Unachtsamkeit in der letzten Runde – schon waren zwei Fehler da, die ihn dann letztendlich mit 117 Scheiben auf Platz 23 einlaufen ließen.
Paul und Philipp verpatzten beide die erste Serie ihres Wettkampfes. Auch in den Serien danach noch einige Reserven im Bereich Steuerung der Wettkampferregung, Startphase und Endphase der Serie.
Beide bekamen ihre „PS“, die sie zweifelsohne haben „noch nicht auf die Straße“

Unser Aufenthalt hier in Changwon hat uns schon einige wichtige Erkenntnisse in Richtung WM gebracht. Wir haben den Stand kennengelernt, wir konnten im Vorfeld trainieren und das Umfeld kennen lernen. Wir haben durch zwei unterschiedlich anreisende Gruppen die Auswirkungen des Jetlags analysieren können. Das Hotel ist ganz okay, der Weg zum Schießstand ist kurz und auch mit dem Taxi in 10 Minuten zu erreichen. Was das gemeinsame Abendessen angeht, gibt es hier viele Restaurants für alle Geschmäcker, auch wenn die Preise allgemein sehr saftig sind.
Die Südkoreaner sind freundlich und sehr gute Gastgeber. Sie sind sehr bemüht, hier beste Bedingungen für unseren schönen Sport zu schaffen. Der neugebaute Schießstand – speziell die Wurfscheibenanlage – ist eine Wucht, alles funktioniert tadellos. Für das Mistwetter gestern und vorgestern können sie natürlich nichts – heute waren dann wieder strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen.
Nochmal ganz herzlich möchte ich mich bei meinem Assistenztrainer Karsten Beth bedanken, der mich hier toll unterstützt hat, ebenso bei der Mannschaftsleitung, bei unserem Doc sowie unserem Physio. Insgesamt waren wir ein gutes Team!
Nun geht es morgen früh ziemlich zeitig zum Flughafen und dann ab in die Heimat! Die nächsten Berichte kommen dann von den Skeetern.
Viele Grüße und auf Wiedersehen Changwon!
von Wolfgang Lamée | 21.04.18 | News
Changwon, KOR – Die Zeit des Taxi fahren hat nun ein Ende, ab heute gibt es endlich offizielle Shuttlebusse. Unser Frauen-Team hat sich heute Morgen schon um 8.00 Uhr mit dem Bus auf den Weg gemacht, um auf den Stand zu fahren.
Sie haben heute ihr erstes Wettkampftraining, zugleich auch ihr letztes, da morgen die ersten 75 Scheiben Wettkampf bei den Frauen anstehen. Was man heute so bei unseren Ladys gesehen hat, können wir gute Ergebnisse erwarten. Daumendrücken ist morgen angesagt. Hoffen wir auch, dass das Wetter weiterhin so gut bleibt. Heute gab es die ersten Sonnenbrände bei 28 Grad, strahlendblauer Himmel und kein Wind, also beste Voraussetzungen. Leider sagt die Wettervorhersage, dass es morgen bewölkt wird und evtl. auch Regen in den kommenden Tagen folgen soll.
Unsere drei Männer hatten heute nur zwei Runden inoffizielles Training, die Rotte wurde mit den Schützen aus Kuwait geteilt, in einer Runde waren bei 6 Schützen nur insgesamt 5 Fehler auf dem Scoreboard. Die Leistungen waren sehr zufriedenstellend.

Um 14 Uhr ging es für die Männer ins Hotel, um sich frisch zu machen, da sie an der Eröffnungszeremonie teilnehmen durften. Diese begann um 17 Uhr und wurde in der Kongresshalle durchgeführt.

So, hiermit verabschieden wir uns und wünschen euch eine gute Nacht!

Viele Grüße aus Korea von Andy, Paul und Philipp!