von Uwe Möller | 06.04.19 | News
Al Ain, UAE – Nach Acapulco steht der nächste Weltcup der noch jungen Saison an, und zwar hier in Al Ain in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Wir sind nach dem Klimatraining im Januar nun schon das zweite Mal in diesem Jahr hier, das Hotel diesmal nicht hoch oben auf dem Berg, sondern am Rande der Stadt. Gerade kühlt es draußen ab auf 31 Grad. Bei euch in Deutschland wäre jetzt 21.30 Uhr, hier in Al Ain sind wir zwei Stunden weiter.
Die Anreise verlief im Gegensatz zu Mexiko völlig unspektakulär, alle Koffer und Waffen kamen nach sechs Stunden Flug in Dubai an. Die Waffenkontrolle auch total entspannt. Paul mit seinem sächsischen Charme übergab jedem der zwei kontrollierenden Polizisten einen Aufkleber der Polizei Sachsen und schon war das Eis gebrochen und alles lief völlig unkompliziert! Kollegen unter sich…, warum geht das nicht überall auf der Welt so schnell und reibungslos?
Unsere drei Trap-Jungs fuhren dann gemeinsam mit Assistenztrainer Karsten Bindrich mit dem Bus, zusammen mit den Teams aus Indien und den USA vom Flughafen Dubai zum Hotel nach Al Ain. Mein Trainerkollege Karsten Beth, der diesmal über den OSP Brandenburg hier vor Ort weilt, fuhr mit mir gemeinsam mit einem Mietwagen von Dubai los. Wir haben uns in der Wettkampfplanung für diese Variante mit dem zusätzlichen Auto entschieden, um vor Ort trotz Bustransfers noch flexibler zu sein.
Die Fahrt war ganz lustig. Auf meinem dienstlichen Tablet ist eine Navigationssoftware installiert, die wir für die Fahrt von Dubai nach Al Ain zum Hotel benutzten. Ständig warnte uns die nette Stimme aus dem Tablet vor Gefahrenstellen, das ging uns nach spätestens 5 Minuten gewaltig auf den „Zünder“. Dann hatten wir des Rätsels Lösung – es waren Warnungen vor Blitzern, die auf der Autobahn von Dubai nach Al Ain im Abstand von 1 km auf dem Mittelstreifen stehen – Wahnsinn!

Unser Hotel ist sehr gut, von hier aus vielen Dank nach Wiesbaden an Ellen Schröder und Manu Mernberger für die Organisation dieser Maßnahme. Ankunft im Hotel war dann um 02:30 Uhr Ortszeit, nach dem Einchecken ging es dann endlich ins Bett.
Zum Schießstand sind es 20 km, wir haben nach dem Ausschlafen und dem gemeinsamen Frühstück schon mal alles getestet. Auf der Anlage waren schon viele Nationen vor Ort und der Zeitplan für das inoffizielle Training wurde veröffentlicht.

Das ganz kurz hier aus Al Ain – bis die demnächst!
von Wolfgang Lamée | 18.03.19 | News
Acapulco, MEX – Am Freitag kam die erlösende Nachricht: Unser Gepäck ist in Acapulco am Flughafen mit der Maschine aus Houston angekommen! 6 Koffer und 3 Waffen, die seit unserer Ankunft am Mittwoch schmerzlich vermisst wurden. Paul organisierte ein Taxi über das Reisebüro des Hotels, mit dem wir dann um 13.30 Uhr Ortszeit nach Ankunft vom Training zum Airport düsen wollten.

Auf der Fahrt vom Stand zum Hotel dann Stau – die Lehrer aus Acapulco und Umgebung demonstrierten direkt vor unserem Hotel für höhere Löhne, deshalb mussten wir dann ein ganzes Stück bis zum Hotel zu Fuß gehen – bei der Hitze hier kein Vergnügen! Dort angekommen ging es dann gleich ins Taxi und ab zum Airport, der Chef vom Reisebüro hier aus dem Hotel begleitete uns und regelte dann vor Ort das ganze Prozedere. Die drei Sportler mit den fehlenden Waffen wurden einzeln in den Sicherheitsbereich gebeten, mussten dort ihre Waffen identifizieren und konnten sie dann nach Erledigung der Formalitäten mit nach draußen nehmen.
Dann kamen die fehlenden Koffer an die Reihe. Der von Betty war total „zerschossen“, zwei Rollen mit Kofferhaut abgerissen. Der von Katrin hatte zwar nur einen mittelschweren „Treffer“, trotzdem auch Schrott. Eine sehr freundliche ältere und resolute Lady von United Airlines kam dann aber dazu, nahm den Schaden auf und versprach für beide Ersatz in Form neuer Koffer, die zum Hotel gebracht werden sollen. Schauen wir mal…
Das gesamte Gepäck luden wir dann in ein Großraumtaxi ein und fuhren zurück zum Hotel, wo wir schon sehnlichst von ihren Besitzern erwartet wurden, die nach 3 Tagen endlich mal frische Klamotten anziehen wollten! Bei dieser Hitze völlig nachvollziehbar. So, nun ist also „Boarding completed“, einem guten Wettkampf steht nichts mehr im Wege!
Die Hitze hier macht uns zu schaffen. Besonders auf dem Weg zum Stand 1 und vor allem wieder zurück auf den Berg. Gefühlte 200 m Höhenunterschied! Stand 2 und Stand 1 sind terrassenförmig unterhalb des Klubhauses, wo sich der Aufenthaltsbereich der Sportler befindet, angelegt und zu Fuß über Treppen erreichbar. Beim Aufstieg merkt man jedes Lebensjahr, vor allem als Trainer…

Das Training heute lief sehr gut, die Damen absolvierten 3 Runden, die Männer 2.
Gestern ging es dann los! Die Damen schossen 75 Scheiben. Die Männer dürfen nochmal 2 Runden PET trainieren, bevor es Morgen auch für sie ernst wird!
Die vorherrschenden Temperaturen wollen wir nochmal ausnutzen, bevor uns dann ab Dienstag eine Kältewelle erreicht. Hier sind es dann laut Vorhersage nur noch 29 Grad!

Das war’s ganz kurz aus Acapulco – bis bald!
von Wolfgang Lamée | 18.02.19 | News
Larnaka, CYP – Am 11.2.2019 ging es für einen Teil der Mannschaft nach Zypern. In Vorbereitung auf die neue Saison sollten hier, so wie vorher in Al Ain/UAE und auch in Bidnja/MLT hohe Umfänge geschossen werden. Gleichzeitig sollten wir an dem Grand Prix in Larnaka teilnehmen. – Die Anreise war unbeschwerlich und nachdem wir aus dem Flieger stiegen, freuten wir uns über sonnige 18° Celsius. Leider konnte Betty, als Einzige von uns ihre Waffe, nach Ankunft in Nikosia nicht in Empfang nehmen. Diese steckte noch in München fest. Erst am Dienstagabend konnte sie ihr Sportgerät am Flughafen abholen. Demzufolge musste sie den ersten Trainingstag in Larnaka ausfallen lassen.
Schon nach unserer Ankunft dort dachte man, dass es hier mehr Russen, als Einwohner auf Zypern gibt. Der Grand Prix ist mit fast 300 Teilnehmern hochkarätig besetzt, davon alleine über 67 Teilnehmer aus Russland. Es entstanden lange Wartezeiten auf den Ständen. Der Wind fegte und brachte dadurch eine klirrende Kälte. Aufgrund der langen Wartezeiten überließen wir den Russen das Feld, aber nur für den nächsten Trainingstag… 😉 und trainierten somit am Mittwoch in Nikosia. Dort konnten wir in Ruhe unsere Umfänge erfüllen. Ein Teil trainierte in den darauffolgenden Tagen weiter in Nikosia und der andere Teil in Larnaca.
Am Freitag meinte es der griechische Wettergott Zeus nicht gut mit uns. Denn es hieß Wasser marsch! Es schüttete, wie aus Eimern! Pfützen überall und 10° Celsius! Man konnte meinen, man befinde sich auf einer Seenplatte – denn Abwasserkanäle gibt es hier nicht! Das Pre-Event Training fiel nach der ersten Runde buchstäblich ins Wasser, denn sämtliche Stände wurden gesperrt!
Heute hatten bereits die Männer ihren ersten Wettkampftag. – Es hieß also Daumen drücken!
Die Frauen steigen erst am Montag zum Mixed-Team in den Wettkampf ein.
Am Dienstag reiste übrigens unsere Physiotherapeutin Dorit an.
Wir möchten an dieser Stelle besonders hervorheben, dass sie eigentlich im Urlaub hier ist! Trotzdem tut sie ihr Bestes, um uns zu helfen und wir sind ihr sehr dankbar, dass sie ihre wertvolle Zeit für uns opfert! An dieser Stelle: VIELEN DANK DORIT!!!
Das war’s von den Trappern… bis bald! – Marie, Chrissi, Betty, Oli, Paul und Andy.
Nachtrag der Redaktion…
Der GrandPrix der Männer TRAP endete gestern, unser Andy LÖW (119-39) belegte Platz 2 und musste sich nur dem Russen Alexey ALIPOV (120-44) geschlagen geben. Paul PIGORSCH (116) belegte Platz 14, Oliver SCHULZ und Oliver HOFFMANN die Plätze 77 und 100.
Heute der Mixed-Team Wettkampf:
Germany 2 (Pigorsch/Valdorf) mit 129 auf Platz 8 und Germany 1 (Löw/Göhring) mit 128 auf Platz 11.
von Wolfgang Lamée | 03.12.18 | News
Malta, MLT – Nachdem unsere Skeetkollegen bereits über die erste Hälfte des Trainingslagers hier aus Malta berichtet haben, möchten sich die Traper heute auch zu Wort melden. Am Sonnabend konnten wir Energie für unseren Trap Wettkampf am Folgetag tanken. Auf dem Plan standen 50 Scheiben, auf zwei Ständen, gegen 28 Malteser, nicht gerade eine leichte Aufgabe. Zudem setzten uns der Wind und die Schattenspiele auf der Bunkerkante eine weitere Hürde, um den Wettkampf erfolgreich abzuschließen. Dennoch konnten wir gute Platzierungen erreichen.
Es gab eine Damen- und eine Herrenwertung. Unsere Mädels Betty, Hanni, Chrissi und Kathy belegten in dieser Reihenfolge Platz 1-4. In der Herrenwertung belegte Platz 1 der ehemalige Doppeltraper und Standmatador William Chetcuti, Platz 2 Marco Kross und Platz 3 ging an Andy Löw. Anschließend wurde ein Overall Finale bestritten. Die Besonderheit daran war, dass die besten drei Deutschen und die besten drei Malteser gegeneinander antraten. Für Malta gingen der Standmatador W. Chetcuti sowie zwei seiner Clubmitglieder an den Start. Für Germany traten Bettina Valdorf, Andy Löw und Marco Kross an.
Betty war nach den ersten 25 Scheiben treffergleich mit einem Malteser. Da sie die höhere Startnummer hatte, musste sie leider das Finale als Erste verlassen. Nach weiteren 40 min packendem Finale konnte sich Marco Kross den Gesamtsieg vor Andy Löw mit zwei Treffern Vorsprung sichern.

Das bedeutete einen Doppelsieg für Deutschland! – Der dritte Platz ging an den nun ehemaligen Standmatador… 😉
Damit war der Tag für uns aber noch nicht zu Ende, denn wir konnten danach noch trainieren.
Ein besonderer Dank gilt der Bidnija Shooting Range. Sie haben in dieser Zeit keine Mühen und Kosten gescheut, um uns umfangreich zu betreuen. Für den Wettkampf wurden sogar extra für uns Pokale und Medaillen angefertigt. Standwirtin Natasha versorgte uns täglich mit frischen Speisen und Getränken – GRAZY!!!
Die vielen Schüsse und damit hohe Belastungen machten sich in Rücken und Schultern der Schützen früh bemerkbar. Hier schaffte aber die hervorragende Betreuung unseres Physio Felix Rinke schnelle Besserung. Am letzten Tag hieß es dann die restlichen Reserven zu mobilisieren und noch mal alles geben. Der heutige Wind war von allen Tagen der heftigste. Nach 5-6 Runden waren dann bei allen die Akkus leer.
Zur Verabschiedung gab es ein kurzes Zusammensitzen mit dem hiesigen Club. Es wurden die letzten Tage ausgewertet und dabei kleine Häppchen und Getränke vom Club spendiert. Das deutsche Team überreichte ein signiertes Deutschland Trikot, um sich für die maltesische Gastfreundschaft zu bedanken. Gerne würden wir wieder hier in Malta trainieren!
In der Zwischenzeit sind alle wieder zurück im kalten Deutschland und trainieren wieder in dicken Klamotten 🙁
Zum Schluss möchte sich das gesamte Team beim Deutschen Schützenbund sowie dem Förderkreis Wurfscheibe bedanken, denn ohne Euch wäre das Klimatraining hier in Malta nicht möglich gewesen!
von Wolfgang Lamée | 02.09.18 | News
Changwon, KOR – Wir sind eben vom Stand gekommen, heute war der erste Wettkampftag bei den Männern und den Juniorinnen. Bevor wir das tägliche Teammeeting durchführen, hier mal kurz ein paar Zeilen von der WM aus Korea – ein Lebenszeichen von den Trapschützen! Nach der gestrigen Anreise der Trap Damen Mannschaft mit Katrin Quooß, Sonja Scheibl und Sarah Bindrich sowie Junior Jeremy Schulz ist unser Trap Team nun vollständig hier in Changwon/KOR vor Ort – „Boarding completed“ heißt das ja wohl im Flugzeug.

Changwon, KOR – September 2018: ISSF World Championship – Competition Day 1, German Trap Men Team Andy LOEW, Stefan VEIT and Coach Uwe MOELLER, Changwon International Shooting Range 31.08.-15.09.2018, (Photo by Juergen Heise)
Der Flug hierher von Frankfurt mit einmal Umsteigen in Seoul ist schon ein ganz gewaltiger Ritt, bei der Ankunft in Changwon ist man da erst mal ordentlich „platt“! Das Thema Waffen- und Munitionskontrolle auf dem Flughafen in Changwon geht völlig easy. Das muss sicher auch so sein, denn bei der gewaltigen Anzahl der Athleten (1805 insgesamt) aus 91 Ländern würde sonst alles zusammenbrechen.
Der Schießstand ist in einem Top Zustand, es ist also alles gerichtet für das Ereignis! Nur mit dem Wetter – das haben die Organisatoren in den letzten 4 Tagen nicht ganz so gut hinbekommen. Es hat ordentlich geschüttet, gewaltige Gewitter zogen über die Region. Aber bei Temperaturen zwischen 24 und 28 Grad Celsius ist das nicht so schlimm, wenn man mal von der hohen Luftfeuchtigkeit absieht. Busse fahren im Stundentakt auf die Minute genau zum Stand und von dort auch zurück, sollte es dennoch mit der Zeit knapp werden, dann ist sehr schnell ein Taxi geordert. Die Fahrtzeit zum Stand beträgt etwa 15 Minuten.

Changwon, KOR – September 2018: ISSF World Championship – Competition Day 1, Trap Women Junior and Trap Men, Changwon International Shooting Range 31.08.-15.09.2018, (Photo by Juergen Heise)
Das Hotel hier kennen wir ja schon vom Weltcup im Frühjahr, alles ordentlich und sauber, Frühstück gut, jede Menge Restaurants in der Nähe – für jeden Geschmack etwas dabei. An dieser Stelle nochmal herzlichen Dank an Hanne Aslanidis im DSB für die gute Organisation!
Die Eröffnungsfeier gestern unter Anwesenheit des koreanischen Ministerpräsidenten war ein Highlight. Die Stimmung war riesig, besonders beim Einmarsch der Fahnenträger der 91 teilnehmenden Nationen, unter ihnen auch Nordkorea. Umrahmt von einem sehr schönen und stimmungsvollen Kulturprogramm gab es zum Abschluss für die Augen und Ohren ein riesiges Feuerwerk! Da hat es eine gefühlte halbe Stunde gekracht, gezischt und geleuchtet – vom Allerfeinsten!
Heute dann der erste Wettkampftag für uns. Wir haben gekämpft und uns bei den ersten 75 Scheiben gut verkauft! Entscheidend ist der morgige zweite Tag, hier muss um jede Scheibe konzentriert gekämpft werden, denn es wird sehr hoch geschossen! Mehr möchte ich heute zum Wettkampf nicht schreiben, damit sich meine Athleten voll auf den 2. Tag fokussieren können.

Changwon, KOR – September 2018: ISSF World Championship – Competition Day 1, German Lounge, Johanna BRANDT, Andy LOEW, Kathrin MURCHE, Stefan VEIT, Kartsen BETH, Changwon International Shooting Range 31.08.-15.09.2018, (Photo by Juergen Heise)
Die Ergebnisse von heute findet ihr auf der Homepage der ISSF. Morgen dann mehr, speziell zum Wettkampf!
Noch einen schönen Sonntag und bis dahin!