von Wolfgang Lamée | 29.04.15 | News
Larnaca, CYP (Uwe Möller) Hier also nun mein erster Bericht aus dem sonnigen Zypern, nachdem ich am Montag den Staffelstab von Axel übernommen habe. Heute die Entscheidung im Doppeltrap, nachdem das Training gestern sehr gut lief – besonders bei Andy – gingen wir ganz optimistisch in den heutigen Wettkampf. Insgesamt waren 56 Schützen am Start, also volles Programm!
Andy war mit seiner ersten Runde um 08.20 Uhr dran, aber in der Wettkampfaufregung hatte er seine Munition im Hotel vergessen. Also schnell nochmal ab ins Auto und zum Hotel düsen, die Munition einladen und dann zurück zum Stand. Ich hätte auch pünktlich geliefert, aber seine Rotte fing 10 Minuten früher an, so dass ich ihm die Patronen dann während der Runde reichen musste. Die Fahrt hatte aber auch (trotz permanenter Geschwindigkeitsübertretung) ihre Vorteile, denn jetzt beherrsche ich die Strecke im Schlaf und komme auch mit dem Linksverkehr sehr gut zurecht (in Deutschland dann nächste Woche sicher nicht mehr)! Linksverkehr ist übrigens wie Rechtsverkehr – nur andersrum!
Andy begann mit 27, dann folgten eine 29er sowie eine 28er Runde. Bis dahin voll im Plan, nach drei Runden Platz 8. In der vierten Runde dann aber der Einbruch. Die Bedingungen wurden schwieriger, dazu noch zweimal Pech mit dem Wind, das Ergebnis war eine 25er Runde. Damit waren alle Messen im Kampf um einen Finalplatz vorzeitig gesunken. Als Abschlussrunde 28 – insgesamt mit 137 Treffern Platz 14.
Bei Goldi lief es dagegen heute nicht ganz so rund. Trotzdem kämpfte er ordentlich, zum Abschluss gelang ihm dann eine „Volle“, also 30 Treffer. Ein Grund für sein Abschneiden waren sicher die Schmerzen im linken Handgelenk, an dieser Verletzung laboriert er schon seit 14 Tagen. Dadurch konnte er die Waffe besonders beim C-Programm, wo man ja im Doppeltrap die größte Bewegungsamplitude hat, nicht sauber zur zweiten Scheibe führen und musste dadurch einige Treffer liegen lassen. In der Endabrechnung belegte er mit 130 Scheiben Platz 35.
Das Resümee: Es wird nicht aufgegeben! Die Formkurve geht weiter nach oben, besonders bei Andy. Chancen, einen Quotenplatz zu holen sind immer noch da, die nächste dann zu den European Games im Juni in Baku. Finaleingang waren übrigens 141 Treffer. Im Finale setzte sich der Italiener Barilla vor Brol aus Guatemala durch. Dritter wurde der Chinese Pan Qiang.
Heute ist Sonja Scheibl angereist, morgen kommt Katrin Quoos und vervollständigt das Team. Morgen nochmal inoffizielles Training, am Freitag das offizielle Wettkampftraining und ab Samstag der Wettkampf.
Bis dann und viele Grüße aus Larnaca!
von Wolfgang Lamée | 29.04.15 | News
27.04.2015 – inSüdthüringen.de von Thomas Sprafke
Larnaca/Suhl Nadine Messerschmidt aus Schmalkalden hat am Sonntagnachmittag einen starken sechsten Platz beim Weltcup der Flintenschützen in Larnaca belegt.„Damit habe ich mich selbst überrascht“, sagte die 21 Jahre alte Skeet-Spezialistin vom Förderverein Schießsportzentrum Suhl gegenüber unserer Redaktion gut eine Stunde nach dem Finale am Telefon.
Messerschmidt zog mit neuer persönlicher Bestleistung von 72 Vorkampf-Treffern, gleichauf mit Spitzenreiterin Yu Xiumin aus China und der Italienerin Diana Bacosi, erstmals in ihrer noch jungen Karriere ins Feld der sechs Halbfinalistinnen ein. Dort traf die ehemalige Oberhofer Biathletin zwölf der 16 Scheiben, fiel auf Rang sechs zurück und verfehlte einen olympischen Quotenplatz für Rio de Janeiro 2016 nur um zwei Plätze.
„Im Training lief es gar nicht so gut, dafür dann aber im Wettkampf umso besser“, erklärte das Talent aus Thüringen. Mit kompletten 25 Treffern in der ersten Runde am Vormittag hatte Messerschmidt die internationale Konkurrenz – 72 Frauen bedeuteten Teilnehmerrekord bei einem Weltcup – überrascht. Der Overtüre ließ sie zwei weitere starke Serien mit 24 und 23 Treffern folgen. „Sie ist ein absoluter Wettkampftyp und hat den Vorkampf aggressiv durchgezogen“, lobte Bundestrainer Axel Krämer. Die bisherige Bestmarke der angehenden Bankkauffrau stand bei 70 Treffern.
„Am nervenaufreibendsten war aber nicht das Schießen, sondern das lange Warten, ob meine Leistung auch für den Einzug ins Finale reicht“, erklärte Messerschmidt, die laut eigener Aussage „keine ruhige Minute“ mehr gefunden habe und „ständig herumgelaufen“ sei.
Zur Belohnung für das erstklassige Ergebnis gab es nicht nur viele Kurznachrichten auf das Handy („das hatte ich vorher auf Flugmodus gestellt“) – beispielsweise von den Eltern und Heimtrainer Jürgen Raabe – sondern ein leckeres Abendessen mit der Mannschaft in einem schönen Restaurant: „Darauf freue ich mich jetzt am meisten“, sagte Messerschmidt am Ende des Telefonates. Mit dem größten Erfolg ihrer Laufbahn löste die Junioren-EM-Zweite von 2013 gleichzeitig die Fahrkarte für die Europa- und Weltmeisterschaften in diesem Sommer.
Die ebenfalls am Stützpunkt Suhl trainierende Stuttgarterin Vanessa Hauff landete mit 68 Scheiben auf Position 21. Die viermalige Weltmeisterin Christine Wenzel (Ibbenbüren) belegte mit zwei Scheiben weniger den 32. Rang. Den Tagessieg sicherte sich bei sommerlichen Temperaturen um 25 Grad Bacosi, die in diesem Jahr bereits den Weltcup in Al Ain gewonnen hatte, vor Yu und US-Schützin Morgan Craft.
Quelle:
inSüdthüringen.de – Regionalsport
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von Ronny Knoll | 29.04.15 | Pressespiegel
03.04.2015 – inSüdthüringen.de von Ronny Knoll
Suhl, GER Der Schießsport in Suhl steht für Tradition pur. Eine Tradition, die nicht zuletzt durch die erst 22-jährige Cornelia Weiß hoffnungsvollen und frischen Wind erfährt.
Präzision, Tradition, Leidenschaft: Die Stadt Suhl blickt in puncto Jagdsport und Sportschießen auf eine einzigartige und erfolgreiche Geschichte zurück. Und so ist es kein Wunder, dass die beschauliche Thüringer Kommune am Rennsteig – die zuletzt als professioneller und nicht zuletzt sympathischer Ausrichter von Welt- und Europameisterschaften auf sich aufmerksam machen konnte – sich seit knapp zehn Jahren auch offiziell als Waffenstadt bezeichnen darf. Doch wie in so vielen Sportarten hadert auch der Schießsport in Suhl mehr und mehr mit einem Nachwuchsproblem. Oder etwa doch nicht?
„Nachwuchsprobleme gibt es, aber wir müssen auch nicht schwarzmalen“, ist sich Cornelia Weiß sicher und ergänzt: „Mit elf Jahren stand ich im Carl-Fiedler-Gymnasium vor der Wahl, was ich gerne im sportlichen Bereich machen will. Unter anderem konnte ich mich zwischen Volleyball, Rodeln oder Schießen entscheiden. Ich habe mich für den Schießsport entschieden, und das, obwohl ich davor nie damit konfrontiert wurde. Und als ich meinen Jagdschein gemacht habe, war ich ehrlich gesagt selbst überrascht, wie viele junge Menschen neben mir saßen.“ Der Jagd- und Schießsport: Eine Entscheidung, welche die sympathische Goldlauterin bis heute nicht bereut hat. Im Gegenteil. Denn wenn man Cornelia Weiß fragt, was sie am Schießsport fasziniert, sprudelt es aus der 22-Jährigen nur so heraus: „Präzision, mentale Stärke, bis hin zur körperlichen Fitness. Das Schießen ist eine der ältesten Sportarten überhaupt und stand selbst bei den ersten Olympischen Spielen 1896 in Athen im Fokus. Die Tradition und all das, was der Schießsport letztlich mit sich bringt, macht einen unheimlichen Reiz aus.“
Einen Reiz, der in der jungen Suhlerin in ihrem Heimatverein, dem Förderverein Schießsportzentrum Suhl (FV SSZ Suhl), mittlerweile eine schier grenzenlose Begeisterung entfacht hat. „Ich durfte schon einige Vereine kennenlernen, aber dieser ist einfach das Beste was mir passieren konnte. Die Sportler bekommen die Hilfe, die sie benötigen und die Atmosphäre hier ist unglaublich familiär“, schwärmt Cornelia Weiß.
Eine Wohlfühl-Atmosphäre, zu der die Trap-Schützin allerdings auf außergewöhnliche Weise selbst beigetragen hat und nach wie vor beiträgt. Egal ob als ehrenamtliche Helferin bei nationalen und internationalen Events, egal ob als Übungsleiterin, Nachwuchstrainerin oder Kampfrichterin, egal ob als beliebte Ansprechpartnerin für Jung und Alt oder als Athletin im Spitzenbereich – das Aufgabenpensum der umtriebigen Sportlerin ist immens. „Bei großen Ereignissen bin ich auch mal über zwölf Stunden am Stützpunkt. Aber das ist keine Last, sondern es macht unheimlich viel Spaß.“ Ein Engagement, das auch der Waffenstadt Suhl nicht verborgen geblieben ist. Die Auszeichnung für „außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement“ war Anfang Dezember die logische Konsequenz.
Doch neben ihren Aufgaben im ehrenamtlichen Bereich kann die junge Studentin, die im vergangenen Sommer ein Studium der Sport- und Ernährungswissenschaften an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in München aufgenommen hat, mittlerweile auch auf beachtliche Erfolge im sportlichen Bereich zurückblicken. „Ich schieße Wurfscheibe Trap, dabei kommen Scheiben aus fünf verschiedenen Ständen aus dem Boden und bewegen sich in verschiedene Richtungen.“ Neben mentaler Stärke fordert die Freiluftdisziplin den Athleten dabei auch jede Menge Dynamik ab. „In unserem Alltag steht jedoch nicht nur das Schuss-Training auf dem Programm. Schwimmen, Langlauf und Krafttraining spielen hier auch eine große Rolle“, sagt Cornelia Weiß, die ihr Abitur am Oberhofer Sportgymnasium absolvierte.
Während sich die talentierte Schützin im Sommer fast täglich auf dem Gelände des Suhler Schießsportzentrums der Jagd nach den kleinen Wurfscheiben widmet, ist das Trainingspensum beim jagdlichen Schießen in den kalten und dunklen Wintermonaten nur bedingt möglich. Dennoch: Dank jungen und ambitionierten Jagd- und Sportschützen – wie sie Cornelia Weiß eindrucksvoll verkörpert – darf sich die Waffenstadt und deren lange Tradition gewiss sein, dass das Suhler Geschichtsbuch auch in Zukunft um so manch spannendes Schießsport-Kapitel erweitert wird.
Quelle:
inSüdthüringen.de – Lokalsport Suhl
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Foto: R. Knoll
von Wolfgang Lamée | 27.04.15 | News
Larnaca, CYP (Axel Krämer) Leider ohne deutsche Beteiligung – aber erst einmal zu den Finalteilnehmern! Die Trainer drängelten sich vor der Anzeige direkt hinter unserem Tisch im Aufenthaltsraum. Ich muss zugeben, dass wir diesen Platz ohne Bedacht gewählt hatten. So liefen im Prinzip die Ergebnisse ständig vor unseren Augen ab. Aber Plätze im Schatten sind hier rar und man muss oft auch noch die einzelnen Stühle verteidigen!
Reichen 121 Treffer oder können es auch 122 werden? Dann das überragende Ergebnis von Achilleos / CYP, der mit 125 „voll“ den Weltrekord von Hancock einstellte. Leider nutzte ihm das nichts, denn er bekam weder einen Quotenplatz noch eine Medaille ab. Letztendlich Platz 5 für ihn und wieder einmal die Frage nach der Gerechtigkeit der neuen Finalregeln! 122 Treffer brauchte man und damit war man noch nicht im Finale – ein Shoot off mit 4 Schützen entschied über 2 Plätze, denn alle anderen im Finale hatten die 123 erreicht! Die Trauben hängen unwahrscheinlich hoch, doch damit müssen wir uns auseinander setzen!
Verdienter Maßen gewann Bin Futais aus den Emiraten, ein sehr angenehmer Sportler – der schon seit Jahren diesen Erfolg anstrebt. Svenson aus Schweden auf dem 2. Platz und Dritter wurde Astakhov aus Russland.
Unsere Platzierungen:
Frank Cordesmeyer – 119 – Platz 30
Sven Korte – 117 – Platz 48
Tino Wenzel – 116 – Platz 60
Damit fehlten uns doch einige Treffer zum Finale. Nun gilt es aber, den Kopf nicht in den Sand zu stecken! Wir wissen, dass wir die 120 „knacken“ können und nach der Auswertung dieses Weltcups wird das zielgerichtete Training unsere Vorbereitung auf die Rangliste in Frankfurt/Oder sein. Nadine Messerschmidt war hier unser Sonnenschein und ihr Lächeln während der Serien war einfach toll!
Nun übergeben wir den Staffelstab an unsere Doppeltrap Schützen, die seit gestern im Training stehen! Auch der Großteil unserer Trap Schützen ist heute angekommen.
Also weiter geht’s auf dieser schönen Insel – und Daumen drücken!
von Wolfgang Lamée | 26.04.15 | News
Larnaca, CYP (Axel Krämer) Sehr erfreuliche Resultate bei unseren Skeet Damen hier auf der Götterinsel. Mit einem Teilnehmerfeld von 77 Damen wurde auch hier ein Rekordergebnis erreicht. Die absolute Weltspitze am Start, neben den Italienerinnen um Bacosi und Cainero auch die Amerikaner und Russen mit ihren besten Schützinnen vor Ort.
Nach einem etwas verhaltenen Training am gestrigen Tag, wollte ich die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Eines war natürlich klar, man benötigte mindestens 71 Treffer für eine Finalteilnahme. Dieses Ergebnis schien nach dem Training in weite Ferne gerückt. Aber so schnell geben sich unsere Skeeterinnen nicht geschlagen. Nadine legte eine „blitzsaubere Volle“ in ihrer ersten Runde vor, Vanessa zog mit 24 nach und Christine folgte mit 23 Treffern. Ein toller Wettkampfbeginn unseres Teams!
Als dann Nadine eine 24 in der zweiten Runde folgen ließ, glaubte keiner mehr an einen Zufall. Mit 49 Treffern lag sie ganz vorn! Vanessa und Christine zogen mit je einer 23iger Serie nach! Ab Mittag kam Wind auf, der auch unserem Tino zum Verhängnis wurde, er schoss zur gleichen Zeit mit Nadine.
Meine Haarfarbe (ist sowieso schon grau) wurde nach Stand 1 noch einen Tick heller – denn Nadine schoss die Hochhausscheibe vorbei. Trainer im Schockzustand auf Stand 3 – der nächste Fehler von Nadine. Schnell ein Zeichen geben (ist ja jetzt erlaubt) – volle Kanne drauf halten! Auch wenn Du das Ziel nicht siehst, musst Du abdrücken! Damit kann Nadine umgehen – sie zog durch! Mit 72 schoss sie eine neue persönliche Bestleistung – und das zu einem Weltcup. Damit war sie qualifiziert für das Finale – ihr absolut erstes Damenfinale!
Dann war der Druck letztendlich doch zu groß – ging es doch um Quotenplätze für Olympia! Mit dem 6. Platz unter 77 Damen hat sie ein absolutes Top Ergebnis erzielt! Ihr Suhler Trainer – Jürgen Raabe hat hier eine ganz tolle Arbeit geleistet! Vanessa mit guten 68 Treffern auf dem 21. Platz und Christine belegte mit 66 Treffern den 32. Platz!
Nun sind unsere Männer ab Morgen gefragt, die Vorleistungen: Sven 48 / Frank und Tino je 46 Treffer. Auch hier mit 121 Teilnehmern eine sehr gutes Starterfeld. Im Moment jedoch nur 3 Schützen mit 50 voll, dafür aber 15 Schützen mit 49 Treffern dahinter! Der Wind macht sich in diesen Ergebnissen bemerkbar! Der Finaleingang wird wohl trotzdem wieder bei 121/122 Scheiben liegen. Also nur eine Devise – Angriff!!!!
Nadine wird uns bereits Morgen verlassen, alle anderen fliegen dann am 28.4. nach Hause. Unsere Doppeltraper sind mit dem Coach Uwe Möller gut gelandet und bereits ins Training eingestiegen! Dann bitte Daumen drücken für unsere Skeet Männer!