Trap – Fazit vom WC in Korea

Trap – Fazit vom WC in Korea

Changwon, KORNach dem heutigen Mixed Team Event ist der WC hier auf dem WM Stand in Changwon für uns nun schon wieder Geschichte. In den letzten Tagen haben die Sportler die Tagesberichte geschrieben, ich sitze nun hier auf dem Hotelzimmer und schreibe ein abschließendes Fazit.

Sonja und Paul schrammten heute mit 140 Treffern um eine Scheibe am Shoot Off um den Finaleinzug vorbei, sie belegten einen guten 9. Platz. Es gelang nicht, in der letzten Serie den Sack zu zu machen. Sonja agierte zu vorsichtig, Paul verfehlte zwei Scheiben durch zu schnelle Annahme an der Deckung.
Team GER 1 mit Andy und Katrin hatten heute keinen guten Tag, besonders Katrin ließ zu viele Scheiben fliegen. Trotzdem im Teamwettbewerb  eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem WC in Mexiko.

Beim Wettkampf der Damen konnte Katrin mit Platz 8 überzeugen, auch wenn es bis zum Finale noch ein Stück Weg ist. Mit der letzten Serie hatte sie sich aus dem möglichen Endkampf katapultiert, sie war einfach bei den ersten 10 Scheiben zu vorsichtig, zu verhalten – sie war zu sehr im Überlebensmodus, statt auf den Angriffsmodus umzuschalten. Mit Platz 8 und 116 getroffenen Scheiben hat sie trotzdem die Kriterien für die Aufnahme in das Top Team Tokio erfüllt, außerdem hat sie den internationalen Nachweis für eine vorzeitige EM-Qualifikation erbracht. Dazu nochmal herzlichen Glückwunsch!
Bei Sonja lief es am ersten Wettkampftag überhaupt nicht, sie wurde bei Fehler oder Treffer zwei sofort unsicher, versuchte gegenzusteuern- konnte aber das richtige Maß nicht finden. Sie versuchte es dann sinnbildlich mit dem Schraubenschlüssel, obwohl es nur mit einem kleinen Schraubenzieher geht- so fein ist die Bandbreite bei Korrekturen! Am zweiten Tag dann bei ihr eine deutliche Verbesserung und ein ganz anderes Schießen!
Sarah kam bei ihrem ersten großen Einsatz im Frauenbereich mit den Bedingungen nicht zurecht, die Wettkampferregung war während des gesamten Turniers deutlich zu spüren. Bei ihr kam noch erschwerend der Jetlag dazu, mit dem sie Probleme hatte. Trotzdem hat sie gekämpft und versucht, ihre Technik im Wettkampf umzusetzen. Für sie galt es in erster Linie hier Erfahrungen zu sammeln, das ging sicher allen Schützen so bei ihren ersten großen Turnieren. Geben wir ihr genügend Zeit, dann wird sie sich auch im Damenbereich gut entwickeln.

Bei den Männern gingen Andy Löw, Paul Pigorsch und Philipp Seidel an den Start.

Andy lag nach dem ersten Tag gut im Rennen, eine 22 als erste Serie des zweiten Tages aber ließ alle Finalhoffnungen in weite Ferne rücken. Mit 24 in der zweiten Runde kämpfte er sich zurück. Eine Unachtsamkeit in der letzten Runde – schon waren zwei Fehler da, die ihn dann letztendlich mit 117 Scheiben auf Platz 23 einlaufen ließen.
Paul und Philipp verpatzten beide die erste Serie ihres Wettkampfes. Auch in den Serien danach noch einige Reserven im Bereich Steuerung der Wettkampferregung, Startphase und Endphase der Serie.
Beide bekamen ihre „PS“, die sie zweifelsohne haben „noch nicht auf die Straße“

Unser Aufenthalt hier in Changwon hat uns schon einige wichtige Erkenntnisse in Richtung WM gebracht. Wir haben den Stand kennengelernt, wir konnten im Vorfeld trainieren und das Umfeld  kennen lernen. Wir haben durch zwei unterschiedlich anreisende Gruppen die Auswirkungen des Jetlags analysieren können. Das Hotel ist ganz okay, der Weg zum Schießstand ist kurz und auch mit dem Taxi in 10 Minuten zu erreichen. Was das gemeinsame Abendessen angeht,  gibt es hier viele Restaurants für alle Geschmäcker, auch wenn die Preise allgemein sehr saftig sind.

Die Südkoreaner sind freundlich und sehr gute Gastgeber. Sie sind sehr bemüht, hier beste Bedingungen für unseren schönen Sport zu schaffen. Der neugebaute Schießstand – speziell die Wurfscheibenanlage – ist eine Wucht, alles funktioniert tadellos. Für das Mistwetter gestern und vorgestern können sie natürlich nichts – heute waren dann wieder strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen.

Nochmal ganz herzlich möchte ich mich bei meinem Assistenztrainer Karsten Beth bedanken, der mich hier toll unterstützt hat, ebenso bei der Mannschaftsleitung, bei unserem Doc sowie unserem Physio. Insgesamt waren wir ein gutes Team!

Nun geht es morgen früh ziemlich zeitig zum Flughafen und dann ab in die Heimat! Die nächsten Berichte kommen dann von den Skeetern.

Viele Grüße und auf Wiedersehen Changwon!

Die Mädels haben ihren ersten Wettkampf hinter sich

Die Mädels haben ihren ersten Wettkampf hinter sich

Changwon, KORWir wussten dass das Wetter umschlagen wird, aber dass es gießt wie aus Eimern, damit haben wir nicht gerechnet. Da man das Wetter nicht ändern kann, mussten wir es so hinnehmen wie es war.  Natürlich haben unsere Mädels auch als die Jungs versucht, das Beste daraus zu machen!

Andy startete auf Finalstand B, der kein Dach hat. Somit könnt ihr euch vorstellen, wie er nach der ersten Runde aussah. Wie ein begossener Pudel. Trotz Regen hat er eine souveräne 23 geschossen. In seiner Zweiten und somit letzten Runde für diesen Tag schoss er eine 25.
Die anderen beiden Männer begannen den Tag etwas holprig, wozu es am Schluss nur für 42 Treffer reichte.

Unser Küken Sarah Bindrich durfte mit diesem Wettkampf zum ersten Mal in der Frauenwelt hinein schnuppern und schlug sich wacker. Bei unseren zweiten Frau Sonja Scheibl lief es eher durchwachsen und sie konnte sich nur im Mittelfeld platzieren.

Den größten Knall im deutschen Frauenteam konnte unsere Katrin Quooß landen, die super angefangen hat, aber sich in der letzen Runde die Aufregung bemerkbar machte und diese mit einer 20 beendete.
Ihr Ergebnis reichte leider nicht für die Finalteilnahme, dafür fehlte ihr die berühmte eine Scheibe. Trotz allem reicht ihr 8. Platz für die Teilnahme an der Europameisterschaft in Österreich und darüber hinaus, gehört sie nun zum Top-Team-Tokio.

Glückwunsch nochmal dazu Katrin!

Wir lassen jetzt diesen Tag ausklingen und hören uns morgen wieder, zum 2. Tag der Männer…

  

Viele Grüße aus Changwon von Katrin, Sonja und Sarah!

Quotenplatzvergabe Tokio 2020

Quotenplatzvergabe Tokio 2020

Köln, GER – Liebe Freunde des Wurfscheibensports, die Olympischen Winterspiele in PyeongChang sind gerade vorbei und viele Medaillen wurden fürs Team D errungen und doch sind die Gedanken unserer Bundestrainer schon auf die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio ausgerichtet.

Schon im September bei der WM in Changwon gibt es die ersten Quotenplätze. Aus diesem Grund haben wir den Quotenplatzzähler auf 0 gesetzt und aktualisiert. Außerdem findet Ihr auf unserer Seite auch eine Rubrik. Die Aufschlüsselung der Quotenplatzvergabe. …für alle, die es gerne etwas einfacher haben:

Der Doppeltrap-Event ist leider bekanntlich weggefallen, Trap und Skeet (Männer + Frauen) haben die gleiche Anzahl von je 29 Quotenplätze!
Obwohl die Gesamtzahl der Qutotenplätze gegenüber 2016 um 30 Plätze geschmolzen ist, wuchs die Anzahl bei Flinte um 6 Plätze!

WC Mexiko – Mixed Team Event

WC Mexiko – Mixed Team Event

Guadalajara, MEXNachdem ich es gestern Abend nicht mehr geschafft habe, einen kleinen Abschlussbericht zu verfassen, bleibt dafür heute früh noch etwas Zeit, bevor es ans Kofferpacken geht. Unser Bus zum Flughafen fährt in zwei Stunden, dann geht’s ab nach Hause! Darüber werden sicher auch meine Sportler froh sein, denn nach den erreichten Leistungen ist die Stimmung nicht gerade himmelhochjauchzend.

Trotzdem kann man keinem von ihnen einen Vorwurf machen, sie haben alle gekämpft und ihr Bestes gegeben. Für drei teilnehmende Athleten war es die Weltcup-Premiere. Die gezeigten Ergebnisse entsprechen dem aktuellen Leistungsstand und sind den bis dahin sehr niedrigen Schusszahlen und dem für uns sehr frühen Termin dieses Weltcups hier in Guadalajara/Mexiko geschuldet. Ohne eine zielgerichtete Vorbereitung mit Technik- und Wettkampftraining über hohe Schusszahlen in wärmeren Gefilden sind hohe Ergebnisse bei so einem Event unrealistische Träume! Das gilt es bei der Planung für das kommende Jahr, in dem es bei den Weltcups um die begehrten Quotenplätze für die OS Tokio 2020 geht, zu berücksichtigen. Denn der erste WC 2019 findet bereits Anfang März statt, dann auch wieder hier in Mexiko!

Unsere Freunde aus Finnland praktizieren das schon seit mehreren Jahren so, mit mehrwöchigen Trainingsaufenthalten über die Wintermonate in  Málaga/ESP und Nicosia/CYP, die gezeigten Ergebnisse hier zum Weltcup in Guadalajara geben ihnen Recht!
Ich habe das gestern im Teammeeting auch nochmal so vor meinen Athleten kommuniziert. Nach so einer „Klatsche“ ist Aufbauarbeit durch den Trainer angesagt, damit bei den Athleten kein psychologischer Knacks hängenbleibt.

Beim gestrigen Teamwettkampf blieben wir mit den Plätzen 17 (GER 1 Kross/Göhring 126 Scheiben) und 18 (GER 2 Hermes/Valdorf 124 Scheiben) deutlich hinter den anderen teilnehmenden Nationen und den eigenen Ansprüchen zurück. Es sind noch zu viele individuelle Fehler gemacht worden, besonders in den Startphasen der Serien, bei der Fehlerverarbeitung und in der Serienregie, die ein höheres Ergebnis und eine bessere Platzierung verhinderten. Um das Finale anzupeilen, sind 140 Treffer notwendig!

Positiv muss man einschätzen, dass wir uns mit dem Ablauf des Mixed Team Wettkampfes vertraut machen konnten nach den neuen Regeln vom 27.09.2017. Das Finale wurde von unserem Leistungsdiagnostiker Eberhard Nixdorf aufgezeichnet und wird nun zu Hause in Deutschland als Anschauungsmaterial für alle Sportler und Trainer digital aufbereitet. Dafür und vor allem für seine Unterstützung hier vor Ort nochmal ganz herzlichen Dank!

Wir wissen jetzt also, wie das Finale funktioniert, als nächsten Schritt gilt es nun, das Finale zu erreichen! Dafür beginnen ab nächste Woche dann intensives Heimtraining und zentrale Lehrgänge.

Die Veranstalter hier in Guadalajara haben sich bemüht, allen Teilnehmern gute Bedingungen zu schaffen und gute Gastgeber zu sein. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten ist ihnen das dann auch gelungen. Im nächsten Jahr zum WC in Acapulco sind wir dann zum vierten Mal innerhalb der letzten 5 Jahre hier in Mexiko, dann geht hoffentlich endlich mal alles glatt über die Bühne, ganz besonders die Waffen betreffend.

Danke für die Gastfreundschaft und Adios Mexiko!

Ab morgen übernimmt mein Kollege Axel Krämer mit seinem Skeet-Team die Berichterstattung.

Viel Erfolg hier zum Weltcup!

WC Mexiko – Entscheidung Trap Männer

Guadalajara, MEXEs ist jetzt gerade 23.00 Uhr Ortszeit. Nach dem gemeinsamen Abendessen mit den Skeetern waren wir eben nochmal im 30. Stock im Zimmer unseres Physio Felix Rinke und haben dort die fantastische Aussicht auf die Stadt genossen. Einfach atemberaubend!

Mit den Plätzen 21 durch Marko Kross (115 Treffer) und 46 durch Philipp Hermes (104 Treffer) haben wir heute die Einzelwettkämpfe in den Trapdisziplinen abgeschlossen.

Marko bot heute eine ansprechende Leistung. Mit seinen Serien von 23, 22 und 25 Scheiben kam er auf 70 Treffer am zweiten Wettkampftag. Besonders die makellose letzte Serie schoss er „voll“, er benötigte nur einmal den zweiten Schuss. Insgesamt hat er sich bei seinem ersten Weltcupeinsatz ganz achtbar geschlagen. Mit einem Seriendurchschnitt von 23 Scheiben fehlen ihm zwar immer noch 5 Scheiben zum Finaleingang, der hier bei 120 Scheiben lag, aber er ist auf einem guten Weg.

Philipp konnte sich gegenüber gestern ebenfalls steigern, er traf heute 65 Scheiben. Auch bei ihm war die letzte Serie mit 24 getroffenen Scheiben die Beste des ganzen Wettkampfs. Philipp fliegt nach einem kurzen eintägigen Aufenthalt in Deutschland gleich weiter nach Kuala Lumpur in Malaysia zur Studenten WM. Dafür alles Gute! Dort wird es sicher schon besser im Wettkampf laufen als hier in Mexiko!

Morgen dann der Mixed Team Wettkampf. Wir gehen mit Team GER 1 (Göhring, Kross) und Team GER 2 (Hermes, Valdorf) an den Start. Geschossen werden 3 Runden, danach findet das Finale mit den besten sechs Teams statt. Hier wollen wir uns besser präsentieren als bei den Einzelentscheidungen, hauptsächlich aber Erfahrungen sammeln und den Ablauf dieses neuen Wettkampfformats kennenlernen. Unser Leistungsdiagnostiker Eberhard Nixdorf soll die ganze Sache filmen und dann digital als Anschauungsmaterial aufbereiten. Gestern und heute bei den Finals der Damen und Männer hat er schon mal aufgenommen und die besten Kamerapositionen erkundet, damit möglichst viele und anschauliche Informationen rüberkommen.

 

Den Weltcup heute gewann Lyndon Sosa aus Luxemburg in einem spannenden und hochklassigen Finale vor dem Italiener Buccolieri und dem Finnen Tornroos.

Gute Nacht – morgen dann der Abschlußbericht!

Viele Grüße aus Mexiko!